9ff, Brabus, Techart, Racechip, MTM und mehr im Leser-Test
ContiTuningTag 2022
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ContiTuningTag - bei diesem Event stellen die Tuner ihre Boliden auf Conti-Reifen und rocken gemeinsam mit unseren Lesern das Contidrom. Bei der 43. Auflage verzichten wir auf ein Motto – und präsentieren einen bunten Mix von klein bis XXL.
Bild: AUTO BILD
Traumautos und superstimmung. Willkommen zum ContiTuningTag von AUTO BILD SPORTSCARS und Continental. Hier in der beschaulichen Südheide nahe Hannover treffen wir uns nicht zur Pflanzenkunde oder zum Spargelstechen, sondern zum Studium von Längs- und Querdynamik.
Zum Dialog zwischen Reifenexperten, Tunern, Redaktion und Lesern. Alles wie immer – und doch ist es diesmal etwas Besonderes. Zum einen gibt es kein Fahrzeug-Motto. Zum anderen können wir sonderbare Gäste begrüßen. Gemeint sind der Porsche 911 Turbo S, mit dem Mercedes-Tuner Brabus fremdgeht.
Sowie der höhergelegte Mitsubishi L200 von delta- 4x4, der so gar nicht zu SPORTSCARS passt. Und sonst? Das lesen Sie hier.
"Wahnsinn, wie dieser blaue Hyundai an dem Porsche dranbleibt", so einer der Leser kopfschüttelnd. Kein Wunder, Klasen hat dem Koreaner auch 465 PS eingehaucht.
Bild: Ronald Sassen / AUTO BILD
Brabus 911 Turbo S: Die Tuning-Sensation des Jahres
Denkt man an Brabus, werden die meisten vermutlich veredelte Fahrzeuge mit dem Stern vor dem geistigen Auge haben. Doch die Truppe aus Bottrop rund um Constantin Buschmann kann und will auch anders. Vor ein paar Jahren gründete man Startech für die Briten, jetzt packt man unverhohlen das Brabus-Logo auf Modelle aus Zuffenhausen.
"Unsere Kunden fahren oft auch einen Elfer als zweites oder drittes Auto und wünschten sich den Brabus-Style auch in diesen Fahrzeugen", erklärt Brabus-Pressesprecher Sven Gramm. Der erste "Schuss" ist der zum ContiTuningTag mitgebrachte 911 Turbo S. Leistung? 820 PS, 950 Nm! Wie? Spezielle Turbolader. Sound? Inconel-Vierrohranlage plus BoostXtra Ventile für Blow-off-Geräusch.
Schnell? 2,5 auf 100, 340 km/h. Optik? Frontspoiler, Heckflügel, Flaps, 21/22-Zoll-Monoblock-Z. Innen? Mehr Leder, mehr Carbon. Fährt? Perfekt wie ein Brabus, extrem breites Grinsen inklusive.
9ff Golf 7 R F-500: 320 km/h schneller Golf 7 R von Porsche-Tuner 9FF
Das wussten bisher nur Insider, aber der bekannte Porsche-Tuner hat sein Betätigungsfeld in den letzten Jahren erweitert. Und zwar um die Marke VW. 2020 war eine Rekordfahrt mit einer 700 PS starken Golf- R-Version im Rahmen unseres High-Speed-Events "Papenburg 3000" geplant. Doch der VW streikte.
Zum 43. ContiTuningTag brachten Fatthauer und sein Team einen neuen Komplettumbau an einem Golf 7 R mit. Zweiliter-Turbomotor mit 500 PS und 650 Nm, andere Räder, anderes Fahrwerk, Spoiler und Auspuff. Soll in zehn Sekunden auf 200 gehen, genauso brachial war dann auch der Auftritt auf der Strecke. Der Golf schoss gefühlt genauso schnell von Kurve zu Kurve wie die Porsche-Armada.
Racechip Hyundai i20 N: Quirliger Kraftwürfel
Was passiert, wenn 1200 Kilo auf 242 PS treffen? Lesen Sie mal auf Seite 64 den Test dieses Racechip Hyundai i20 N. Der Koreaner sieht nicht nur krawallig aus, der geht auch so. Und weil uns der Kraftwürfel so überzeugte, haben wir ihn gleich zum ContiTuningTag mitgenommen.
Mit einem frischen Satz ContiSportContact 7 ging es auf die Strecken. Und jeder der Beifahrer war nach den schnellen Runden auf dem Contidrom einfach nur begeistert. "Wie der Kleine anschiebt, wie der die Kurven vernascht, herrlich", so Leser Klaus Memmert. (Aus Flaschen werden Reifen: Continental setzt auf PET-Recycling)
Bildergalerie
ContiTuningTag 2022
MTM Audi RS 3: 528 PS für breites Grinsen
Zu den Stammgästen beim Conti- TuningTag gehört MTM. Die Truppe aus Wettstetten in Oberbayern brachte einen nagelneuen RS 3 mit in den Norden (und ein anderes außergewöhnliches Fahrzeug, siehe nächste Seite …). Der RS 3 kam direkt von der Hebebühne, war noch keine 2000 Kilometer gelaufen. Aber Roland Mayer und sein Team hatten schon fleißig umgebaut.
Die erste Zündstufe: 528 anstatt 400 PS. Dazu Gewindefahrwerk und hauseigene Räder. Optisch zurückhaltend, akustisch haarsträubend – so ging es im Eiltempo über das Contidrom. "So ein kleiner Audi, sehr beeindruckend, ein großartiges Erlebnis", schwärmte Leserin Marion Müller über ihre Mitfahrt.
Delta4x4 Mitsubishi L200: Das Beast des tages
Bügel vorn und hinten, Höherlegung, 20-Zöller, Verbreiterungen, so wild kann ein Pick-up sein 150 PS, Pick-up, zehn Zentimeter Höherlegung, Sandbleche, was hat das mit AUTO BILD SPORTS-CARS zu tun? Sie haben schon recht, so ein Mitsubishi L200 hat hier nichts zu suchen. Doch wenn Tuner delta4x4 diesem Kraxler den Beinamen Beast gibt und wir einen themenoffenen ContiTuningTag machen, dann passt so ein Koffer immer.
Und ob Sie es glauben oder nicht, die Mitfahrten mit dem Beast waren an diesem Tag genauso begehrt wie die mit den Elfern. Einmal das Contidrom von oben erleben, ein geniales Feeling. Auch Tunerchef Max Loder fand das sensationell: "Man kann es kaum glauben, aber das Ding macht Laune!"
Techart 911 Turbo S: Vorstufe zum GT Street
Die Porsche-Dichte war beim 43. ContiTuningTag ziemlich hoch. Warum? Weil das Thema Elfer einfach immer geht. Techart aus der Nähe von Stuttgart reiste mit einem Standard-Turbo-S-Umbau in den Norden, da der neue GT Street noch in der Entwicklung steckt. Wobei Standard untertrieben ist angesichts von 710 PS und 330 km/h Topspeed.
Unsere Leser und Copiloten waren von den Fahrleistungen hellauf begeistert. Techart-Marketing-Chef Kevin Rohrscheidt prügelte den rundum beflügelten Elfer derart beherzt um die Ecken, dass einige jubelnd ausstiegen. "Das gibt’s doch gar nicht! Wie spielerisch man mit 710 PS umgehen kann, unglaublich!", sagte Leserin Claudia. Und auch Rohrscheidt war zufrieden, nicht nur mit der Power seines 911, sondern mit der Performance der neuen ContiSportContact 7. "Die kleben richtig gut, da fehlt nicht viel zu einem echten Semislick", so der Techart-Mann.
MTM VW T7: So wird der Multivan zum Racer
Dass MTM-Chef Roland Mayer auch Autos schneller macht, die kein RS 3 oder RS 6 sind, wissen wir. Als er allerdings mit einem VW Bus am Contidrom auftauchte, waren wir skeptisch. Spaßbremse? Und wieder einmal belehrte uns "der Mayer" eines Besseren. 306 statt 204 PS, anderes Fahrwerk, breitere Räder – so ausgerüstet fuhr der schwere Koffer nicht viel langsamer ums Eck als die schnellen Kompakten. Vorteil gegenüber den Elfern? Hier konnten gleich mehrere Beifahrer an Bord.
Wie schnell ist so ein 465 PS starker i30? 0-100 in 4,6, 100 auf 200 in 8,2 Sekunden. Nicht schlecht für einen Kompakten.
Bild: Lena Willgalis / AUTO BILD
Klasen Motors Hyundai i30 N: Der schnellste Hyundai …
Wie schnell ist so ein 465 PS starker i30? 0-100 in 4,6, 100 auf 200 in 8,2 Sekunden. Nicht schlecht für einen Kompakten … dürfte dieser i30 N von Klasen Motors aus Oberhausen sein. Nicht nur dass er bei Auto Bild SPORTSCARS im Test auf dem Sachsenring eine beeindruckende Rundenzeit geschafft hat.
Mit der nun von 280 auf 465 PS gestiegenen Leistung und 285 km/h Topspeed dürfte es momentan keinen schnelleren i30 mit Straßenzulassung in Deutschland geben. Davon waren auch alle Mitfahrer beim ContiTuningTag überzeugt. Jeder, den Stephan Klasen auf eine schnelle Runde über das Contidrom mitnahm, war sprachlos ob der Leistung.
9ff 911 Turbo UAE Edition 1111: 1111 PS vom Porsche-Papst
Techart und inzwischen auch Brabus veredeln Porsche, packen viel Power rein. Doch wenn es um richtig krasses 911-Tuning geht, ist 9FF die Adresse Nr. 1. Jan Fatthauer und Sohn Jannes schaffen in ihren heiligen Hallen hochkarätige Leistungsmonster, die vor allem geradeaus kaum einzuholen sind.
Damit unsere Leser einen Eindruck davon bekommen konnten, hatte 9FF einen 991-Turbo-Umbau namens "UAE Edition 1111" mitgebracht. Der Name sagt es: 1111 PS, 1200 Nm. Die Werte? 2,4 und 6,0 Sekunden auf 100 bzw. 200, 390 km/h Spitze. Wie sich das anfühlte? „So muss es wohl sein, wenn man von einer Rakete ins All geschossen wird“, so Leser André Kellner.
AC Schnitzer BMW M3: AC Schnitzer und das 4x4 des BMW M3
Die brandneuen Conti Sport Contact 7 in 285/30 ZR20 rundum begeisterten mit jeder Menge Grip und Ausdauer.
Bild: Lena Willgalis / AUTO BILD
Wenn wir und Continental zum TuningTag rufen, ist AC Schnitzer häufig mit dabei. Schließlich haben die Aachener für fast jede Fahrzeugklasse ein passendes Tuning-Programm. Das neueste Pferd im Stall: ein auf 610 PS erstarkter, mit Spoilern, Fahrwerk und Rädern aufgemotzter M3 mit Allradantrieb.
Allrad gleich langweilig? Nichts da, diese Limousine gehört zu den schnellsten Viertürern des Landes. Die Mitfahrer konnten oft nicht glauben, dass sie in einem 3er-BMW sitzen. Und die Porsche-Fahrer hatten alle Mühe, dem brachialen Bayern zu folgen.
Brabus 900: Mehr geht nicht, 800 PS und 335/30 ZR 24
Wie tunt man ein 612 PS starkes und 2,6 Tonnen schweres SUV? Klar, mit mehr Leistung. Brabus haucht dem GLS 63 AMG 800 PS und 1000 Newtonmeter ein, das reicht für 3,8 Sekunden auf 100. So weit, so normal. Aber diese Räder – Hammer! Brabus stockt einfach von 21 auf 24 Zoll auf. Und Conti backt dafür den breitesten Reifen in der Firmengeschichte.
Mehr Highlights? Carbon-Spoiler-Kit, feinster Leder-Stepp, Shadow Grey statt Chrom. Kurven? Mit Tieferlegung und XXL-Walzen richtig gut! Mit seinen 800 PS war dieser GLS zwar nicht der Tagesschnellste, aber auch nicht der Langsamste.
ContiTuningTag 2022
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ContiTuningTag 2022: Bei diesem Event stellen die Tuner ihre Boliden auf Conti-Reifen und rocken gemeinsam mit unseren Lesern das Contidrom. Bei der 43. Auflage verzichten wir auf ein Motto – und präsentieren einen bunten Mix von klein bis XXL. Auch bei Porsche setzt Brabus auf Conti. Hier der neue 7er-Sport- Contact in 255/30 ZR 21 und 335/25 ZR 22.
Bild: Lena Willgalis / AUTO BILD
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MTM Audi RS 3: Wie ab Werk ist der MTM RS 3 vorn breiter bereift als hinten. ContiSportContact 7 in 265/30 und 245/35 R 19.
Bild: Lena Willgalis / AUTO BILD
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9ff Golf 7 R F-500: Mit dem "F-500"- Motorumbau soll der Golf in nur 3,2 Sekunden Tempo 100 schaffen.
Bild: Lena Willgalis / AUTO BILD
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Racechip Hyundai i20 N: Tuner Racechip verpasst dem Hyundai i20 N mehr Power, Fahrwerk und breitere Räder.