Schon auf der IAA 2019 zeigte Cupra mit einer Studie, wie sich Seats Sportmarke ein vollelektrisches SUV vorstellt. Jetzt ist klar: Der Cupra Tavascan geht in Serie. Das wurde auf Seats Jahrespressekonferenz verkündet. Allerdings müssen wir noch einige Zeit warten, denn das SUV-Coupé kommt erst 2024 auf den Markt.
Hinweis
Seat-Modelle im Auto-Abo bei ViveLaCar
Cupras zweites Elektromodell (das erste wird der Cupra Born in der Größe des VW ID.3) dürfte sich optisch stark an der Studie orientieren – hier setzten die Designer auf ein extrovertiertes Äußeres. Für ein Elektroauto wirkt die Front dabei ungewöhnlich zerklüftet. Große Schlitze sollen der Luftführung dienen und unter anderem die Kühlluft zum Akku führen.

Beleuchtetes Cupra-Logo geht wohl nicht in die Serie

Im unteren Bereich der Schürze trägt das SUV-Coupé ein großes, beleuchtetes Cupra-Logo – ein Detail, das wir nicht für die Serienversion erwarten. Die Scheinwerfer nehmen das Design der aktuellen Serienmodelle auf, sind aber deutlich schmaler. Insgesamt wirkt das Gesicht des Tavascan von Insekten inspiriert und erinnert entfernt an den Lotus Elise. An der Seite fällt der große, zum hinteren Radlauf modellierte Muskel auf. Er lässt den Hinterwagen des Cupra besonders breit wirken.
Cupra Tavascan Studie
Am Heck zitiert die Schürze das Design der Front. Das durchgehende Leuchtenband trägt ein Cupra-Logo.
Das Konzept steht auf 22 Zoll großen Rädern, die im Turbinen-Design hergestellt sind. Sie sollen der Aerodynamik zugutekommen und erhalten ein kupferfarbenes Felgenbett. Der Schweller formt ein Winglet zum hinteren Rad. (Ratgeber: Das sind die besten Sommerreifen 2021!) Das Heck des Cupra wirkt bullig und ziemlich hoch. Es trägt ein durchgezogenes Leuchtenband, das in der Mitte ein beleuchtetes Markenlogo trägt. Auch hier erwarten wir, dass die Serienversion wohl mit einer unbeleuchteten Variante auskommen muss. Die Heckschürze nimmt das zerklüftete Design von vorne auf und beherbergt mittig eine aus dem Rennsport inspirierte Leuchte. 

Innenraum des Cupra Tavascan mit volldigitalem Cockpit

Der Innenraum der Tavascan-Studie ist sehr reduziert gestaltet. Ein 12,3-Zoll-Display ersetzt die Tachoeinheit, ein weiterer 13-Zoll-Screen ist fürs Infotainment zuständig. Der größere Bildschirm lässt sich bei Bedarf auch zum Beifahrer drehen. Darunter befinden sich in einer Reihe angeordnete Touch-Tasten. Über die werden die Fahrstufen eingelegt und das Warnblinklicht eingeschaltet.
Hinweis
Cupra-Modelle im AUTO BILD-Gebrauchtwagenmarkt
Auch am Lenkrad, das wie an Front und Heck ein beleuchtetes Logo auf dem Pralltopf aufweist, finden sich Touchflächen auf den Speichen. Sie steuern das Infotainment und das digitale Cockpit. Startknopf und Fahrmodus-Schalter sind ebenfalls am Lenkrad untergebracht. Beim Showcar wurde nicht an Carbon und Alcantara gespart. Das Ganze wirkt zwar bereits serienreif, doch die finale Version dürfte auf andere Materialien setzen.
Cupra Tavascan Studie
Die Touchflächen auf den Lenkradspeichen steuern Infotainment und digitales Cockpit.

Zwei E-Motoren bilden den Antrieb im Cupra Tavascan

Cupra nimmt als Bodengruppe für den Tavascan die MEB-Plattform des VW-Konzerns. Ob die Serienversion den Antrieb der Studie bekommt oder schwächer motorisiert sein wird, ist derzeit noch unklar. Das Concept Car wird von zwei E-Motoren angetrieben, die zusammen 306 PS leisten (225 kW). Das soll reichen, um den Spanier in 6,5 Sekunden auf 100 zu beschleunigen. Die Motoren sind je an Vorder- und Hinterachse angebracht und machen das SUV zum Allradler. Ein 77-kWh-Akku soll eine Reichweite von 450 km nach WLTP ermöglichen.