Fahrbericht DS 3 Crossback

Fahrbericht DS 3 Crossback

DS 3 Crossback: Test

Das kleine Edel-SUV überrascht

Die Nobel-Tochter von Citroën stellt den DS 3 Crossback vor. Der 4,12-Meter lange Crossover überrascht uns bei der ersten Ausfahrt.
Wer sagt eigentich, dass ein Crossover eine Mischung aus SUV und Nicht-SUV sein muss? Der neue DS 3 Crossback von Citroëns Nobel-Tochter zeigt, was dabei rauskommt, wenn man einen Kleinwagen mit einem Luxusauto kreuzt. Der 4,12-Meter-Wagen ist auf dem Papier nichts Besonderes. Vorderradantrieb, Benzinmotoren von 100 bis 155 PS, ein Diesel mit 130 PS, so weit ganz gewöhnlich.

Beim DS3 Crossback leidet die Übersicht unter dem Design

Der DS 3 Crossback ist hübsch gezeichnet – das verbaut aber den Fahrerblick nach schräg hinten.

Nicht ganz so gewöhnlich: alles andere. Diese Scheinwerfer! Sie verfügen über LED-Matrixtechnik. Diese Türgriffe! Sie verschwinden à la Tesla bei Nichtbenutzung. Diese Armaturentafel! Sie ist serienmäßig mit Stoff verkleidet, im Topmodell gibt es Nappaleder, wohin das Auge blickt. Die Sitze sind weich und lassen sich sehr tief einstellen. So lässt sich's vorn leger lümmeln, allerdings ist der Platz im Fond für Erwachsene nur kurz erträglich. Neben der geringen Beinfreiheit stört hier die verblendete B-Säule den Ausblick. Letzterer wird dem Fahrer auch durch die enorme C-Säule verstellt. Die kompakte Heckform ist es außerdem, die den Kofferraum auf 350 Liter beschränkt. Gleich große Crossover wie Audi Q2 oder VW T-Roc laden deutlich mehr ein.

Das Fahrwerk des Franzosen taugt auch für lange Reisen

Gut abgestimmt: Die Federung ist sehr komfortabel, neigt aber in Kurven trotzdem nicht zum Schaukeln.

Die Federung ist komfortabel ausgelegt, ohne dabei den schunkeligen Charakter eines C4 Cactus zu besitzen. Hier brachten selbst schnell gefahrene Kurven kaum Unruhe ins Fahrwerk. Leider ist die Lenkung arg gefühllos. Die dreizylindrige Auswahl von Ottomotoren klingt zwar nicht nach Noblesse, sorgt aber selbst in der Basis für ein angenehm üppiges Drehmoment. Wer sich für 130 oder 155 PS entscheidet, bekommt immer das prima schaltende Achtstufen-Automatikgetriebe. Einige Monate nach Marktstart im Mai 2019 bringt DS die elektrische Allradversion E-Tense. Die Eckdaten: 320 km Reichweite, 100 kW Leistung, 260 Newtonmeter Drehmoment – stattlich und mit voraussichtlich 39.500 Euro auch preislich im Rahmen. 80 Prozent der Reichweite sollen laut DS in 30 Minuten aufladbar sein.
Los geht es mit 23.490 Euro für den 100-PS-Dreizylinder. Dafür gibt's eine sinnvolle Basisausstattung, auch wenn 16-Zoll-Stahlfelgen mit Radkappen nicht ganz so edel sind.
Technische Daten DS 3 Crossback PureTech 100 • Motor: Dreizylinder, Turbo, vorn quer • Hubraum: 1199 cm³ • Leistung: 75 kW (100 PS) bei 5500/min • max. Drehmoment: 205 Nm bei 1750/min • Antrieb: Vorderrad, Sechsgang manuell • Länge/Breite/Höhe: 4118/1802-1988/1534 mm • Leergewicht: 1306 kg • Kofferraum: 350– 1050 l • 0–100 km/h: 10,9 s • Vmax: 181 km/h • Verbrauch: 4,7 l Super (NEFZ) • Abgas CO2: 108 g/km • Preis ab 23.490 Euro.
Das Fazit von Andreas Jüngling: "Dieser Franzose wird vielleicht keine Vergleichstests gewinnen, aber unsere Herzen! Selten war ein Mini-SUV so anders wie der DS 3 Crossback. Nicht immer vernünftig, aber cool gestylt und edel eingerichtet. Richtig fein!" AUTO BILD-Testnote: 2-
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