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Neuer DS 4 startet im Herbst 2021

Drei Jahre nach dem Ende des letzten DS 4 wurde Anfang 2021 die neue Generation des Kompakten vorgestellt. Das Auto steht wie die Baureihen DS 7 Crossback und DS 9 auf der EMP2-Plattform von PSA. Zusammen mit dem nächsten Opel Astra wird der DS 4 als erstes Modell der jungen Marke bei Opel in Rüsselsheim gebaut. DS hat gleich drei Varianten vorgestellt: Das reguläre Modell, eine robuster wirkende "Cross"-Version und die sportliche "Performance Line". Zu den Händlern kommt der DS 4 im Herbst 2021. Bestellbar ist er schon jetzt, zu Preisen ab 28.900 Euro.

Der DS 4 ist größer, bulliger und kantiger geworden

Optisch ist der DS 4 deutlich erwachsener geworden. Er wirkt so bullig, dass man ihn auf den ersten Blick auch für ein SUV halten könnte. Die Front wird von der weiterentwickelten DS-Lichtsignatur geprägt, bei der das Tagfahrlicht der Matrix-LED-Scheinwerfer (Serie in der höchsten Ausstattungsstufe) bis in die Schürze weitergeführt wird. Der große, markentypische Grill darf natürlich auch nicht fehlen. An der Seite fallen die bündigen Türgriffe und die von scharfen Kanten betonte C-Säule auf. Das Heck wirkt recht breit. Nicht nur das Karosseriedesign trägt dazu bei, auch die schmalen Rücklichter betonen die Breite. Deren auffällige Musterung mit der DS-Raute findet sich als Siebdruck seitlich in der Heckscheibe wieder. Zwei eckige Endrohrblenden sind links und rechts in die Schürze eingelassen.
DS 4
Das Dach geht in einen Heckspoiler über und ist optional schwarz lackiert. In der Heckscheibe gibt es ein spezielles Muster.

Im Vergleich zum Vorgänger ist der neue DS 4 leicht gewachsen:
● Breite: 1,83 Meter
● Länge: 4,40 Meter
● Höhe: 1,47 Meter

DS 4 mit feiner Materialauswahl im Innenraum

Im Cockpit geht es ähnlich speziell zu wie außen – und sehr hochwertig. Verschiedene Lederarten wechseln sich ab mit kühlem Aluminium und hübschen Mustern. Die raue Oberfläche der Alu-Zierteile nennt sich "Clous de Paris" und ist eigentlich aus der Uhren-Industrie bekannt. Positiv fallen auch Feinheiten wie mit Filz ausgekleidete Türablagefächer auf. Die Sitze sind eine Neuentwicklung auf Basis einer Sitzschale und wirken bei der ersten Sitzprobe äußerst bequem. Schön: Die Fensterheber sind von der Mittelkonsole wieder in die Türtafeln gewandert. Manchmal funktioniert Altbewährtes eben doch besser.
DS 4
Für Ruhe im Innenraum sollen Seitenscheiben aus Akustikglas sorgen. Im Mitteltunnel: der Bedienbildschirm.

DS 4-Cockpit mit spezieller Infotainment-Bedienung

Einen Sonderweg wählte DS beim Infotainment. Neben Sprach-, Touch- und Gestensteuerung kann es auch über einen separaten Fünfzoll-Bildschirm gesteuert werden. Hier lassen sich zum Beispiel handschriftlich Adressziele eingeben, Wischgesten navigieren durchs Menü. Statt wie bei Audi unten im Armaturenbrett sitzt der kleine Bildschirm im Mitteltunnel, wodurch er mit angewinkeltem Arm gut erreichbar ist.
DS 4
Der kleine Bildschirm steuert das Infotainment. Die Struktur im Aluminium daneben nennt sich "Clous de Paris".

DS nennt das "Fingerspitzensteuerung". Das Ganze funktioniert bei der ersten Sitzprobe erstaunlich intuitiv. Wie sich das System im Alltag verhält, wird ein ausgiebiger Test zeigen. In den Dunstkreis des Infotainments gehören auch das Digitalcockpit und ein Head-up-Display. Es spiegelt ein Bild mit 21 Zoll Diagonale in die Windschutzscheibe und kann Augmented-Reality-Inhalte darstellen.
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Großer Kofferraum mit hoher Ladekante

Der Platz im Fond ist für einen Kompakten durchaus gut. Bein- und Kopffreiheit reichen auch für Erwachsene vollkommen aus, auch wenn das Raumgefühl im Gegensatz zum Plattform-Bruder Peugeot 308 etwas beengter ist. Von ihm erbt der DS 4 leider auch die etwas zu flach montierte Sitzbank. Wie beim Peugeot gibt es dafür zwei USB-C-Ladebuchsen sowie eine Mittelarmlehne mit Smartphone- und Becherhaltern. Eine kleine Klappe dahinter gibt eine Durchreiche zum Kofferraum frei. Der fasst bis zu 470 Liter (390 Liter beim Plug-in-Hybrid), was in dieser Klasse ein guter Wert ist. Leider ist die Ladekante recht hoch geraten.
DS 4
Die Platzverhältnisse sind für einen Kompakten durchaus gut, das Raumgefühl ist allerdings etwas beengt.

DS 4 mit neuem, kameragesteuertem Fahrwerk

Der DS 4 soll vor allem mit technischen Innovationen punkten. So beherrscht das Auto teilautonomes Fahren der Stufe 2. Der DS 4 kann zum Beispiel die Spur halten oder die Geschwindigkeit in einer Kurve anpassen. Der Fahrer muss aber die Hände am Lenkrad lassen. Neu ist auch das kameragesteuerte aktive Fahrwerk. Die Straße und alle Bewegungen des Autos werden analysiert und die Dämpfer daraufhin an jedem Rad einzeln angepasst. Eine weitere Kamera sitzt im Kühlergrill: Sie arbeitet mit Infrarot und identifiziert nachts oder bei Dämmerung Fußgänger und Tiere in einer Entfernung von bis zu 200 Metern. Für gute Luft im Innenraum sorgt ein Filtersystem, das Feinstaub erkennt.
DS 4
470 Liter fasst der Kofferraum bei den reinen Verbrenner-Varianten. Die Ladekante ist ziemlich hoch geraten.
Neben dem regulären Modell hat DS noch zwei weitere Varianten vorgestellt:
● Für den robusteren DS 4 Cross mit Unterfahrschutz, unlackierter Stoßstange und Dachreling gibt es optional eine verbesserte Traktionskontrolle und den Fahrmodi "Sand", "Schnee" und "Schlamm" sowie eine Bergabfahrhilfe.
● Der DS 4 Performance Line mutet mit Carbon-Einsatz am Lenkrad, schwarzem Lack und roten Akzenten sportlich an.

DS 4 auch als Plug-in-Hybrid

Neben den klassischen Verbrennern gibt es den DS 4 auch mit einem Plug-in-Hybridantrieb, der den Namenszusatz "E-Tense" trägt. Dann sorgen ein 180-PS-Vierzylinder und ein Elektromotor mit 110 PS (81 kW) für eine Systemleistung von 225 PS und 360 Nm. Die 12,4 kWh große Batterie ermöglicht eine rein elektrische Reichweite von 50 Kilometern. Außerdem gibt es drei reine Benziner mit 130, 180 oder 225 PS und einen 130 PS starken Dieselmotor. Das Schalten übernimmt immer eine Achtgang-Automatik.

Fazit

Mit dem neuen DS 4 stellt die junge Marke ihr mittlerweile viertes eigenständiges Modell vor. Neben dem markanten Auftritt überrascht der Kompakte vor allem mit umfangreicher Sicherheitstechnik, die sich natürlich erst noch im Test beweisen muss. Dennoch: Wer in diesem Segment etwas Außergewöhnliches sucht, der dürfte im luxuriösen Franzosen eine interessante Alternative zu den üblichen Verdächtigen finden.