E-Auto-Akku von Svolt für extremes Schnellladen am Start
Neuer Svolt-Akku lässt sich in 8,5 Minuten auf 80 Prozent laden

Bild: SVOLT
Die Autokäufer hoffen auf neue E-Autos, die sich extrem schnell aufladen lassen und eine große Reichweite aufweisen. Zumindest bei der ersten Aufgabe will der chinesische Batteriehersteller Svolt einen großen Schritt vorangekommen sein: Auf dem jüngsten "Battery Day" hat die Akkufabrik eine E-Auto-Batterie mit einer neuen Akkutechnik in der "6C"-Kategorie vorgestellt. Die Batterie soll sich in wenigen Minuten von 10 bis 80 Prozent aufladen lassen.
Die Firma teilte den Entwicklungssprung jetzt laut dem chinesischen Portal CNEVSPost mit. Svolt ist eine Tochter des chinesischen Autoherstellers Great Wall Motor, sie wurde 2018 als eigenständiger Akkuhersteller ausgegründet.
Die Kategorie "C" steht hier für die Ladeleistung im Verhältnis zur Akkugröße und stellt einen sogenannten Lademultiplikator dar. Danach könnte man einen "1C"-Akku in 60 Minuten von 10 auf 80 Prozent aufladen, einen "5C"-Akku also in 10 Minuten. Die neue "6C"-Batterie von Svolt würde dieses Ladeziel in ganzen 8,5 Minuten erreichen!

So sehen die neuen "Short Blade"-Zellen von Svolt aus.
Bild: Svolt
Die neuen Fengxing-Akkus bestehen aus den sogenannten "Short Blade"-Zellen der nunmehr dritten Generation, mit denen Svolt seit einiger Zeit von sich reden macht, zuletzt im Juli 2024. Der Name stammt von der flachen, sichelförmigen Bauform der Akkuzellen, die sich, eng aneinander gepackt, in flache Akkupakete zum Einbau in den flachen Unterboden von Elektroautos eignen. Im E-Auto-Bau wird eine Vielzahl von Akkutypen verwendet.
LFP-Akkus sind kostengünstig und leistungsfähig
Im Zentrum stehen Lithium-Eisenphosphat-Kathoden (LFP), wonach dieser Akkutyp auch benannt ist. Das verwendete, weit verbreitete Eisenphosphat hilft beim Senken des Akkupreises. Auch gelten Akkus dieser Bauart als weniger temperaturempfindlich als herkömmliche Li-Ion-Akkus. Die bisherigen Herausforderungen der geringen Energiedichte hat Svolt mithilfe der "Short Blade"-Zellen gelöst: Beim neuen Akku ist von einer Energiedichte von 185 Wattstunden/Kilo (Wh/kg) die Rede, was einen hervorragenden Wert darstellen würde.
Derzeit gilt China als Zentrum der Akkuforschung, Lithium-Eisenphosphat-Akkus werden dort seit Längerem entwickelt. Verschiedene Hersteller arbeiten an der Technologie, so auch der weltgrößte Akkubauer CATL sowie Geely und BYD. Von Build Your Dreams stammt Berichten zufolge die Akkutechnik für das neue, kleine Toyota-E-Crossover, den bZ3X.
Kommentar
Schnell zu laden, flach im Aufbau: Die neue Shenxing-Batterie von Svolt hört sich vielversprechend an! Bedauerlich nur, dass dieser Entwicklungsschritt, wie viele vor ihm, aus China stammt. Wenn der Akku 40 Prozent des Wertes eines E-Autos ausmacht, dann ist diese News ein weiterer Weckruf für Europas Autoindustrie, verstärkt in die eigene Akkuforschung zu investieren.
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