E-Autos unter 40.000 Euro
Diese E-Autos kosten mit neuem Umweltbonus weniger als 40.000 Euro

Der Umweltbonus für Elektromobilität ist 2023 kleiner geworden. Trotzdem lohnt sich vor dem Autokauf das Rechnen. AUTO BILD zeigt: Diese E-Autos gibt es dank Kaufprämie unter 40.000 Euro!
Bild: Hyundai Motor Company
Inhaltsverzeichnis
Bis zu 6750 Euro Zuschuss, dazu noch mehr als 400 Euro Mehrwertsteuer sparen? Dank der Förderung für Elektromobilität gerät so mancher Autokäufer schon mal ins Grübeln, ob als nächster Neuwagen nicht ein Elektroauto infrage kommt.
Obwohl beim E-Auto-Kauf viele Aspekte eine Rolle spielen, ist der Anschaffungspreis ein entscheidendes Kriterium – auch beim Gesamtkostenvergleich E-Auto vs. Verbrenner.
2022 war ein absolutes Rekordjahr für die Elektromobilität in Deutschland – nicht nur für teilelektrifizierte Hybridautos, sondern auch für vollelektrische Pkw. Insgesamt 470.559 rein batteriebetriebene Pkw wurden im vergangenen Jahr hierzulande verkauft. Heißt: Rund jeder sechste Kunde (17,7 Prozent) entschied sich 2022 für ein Elektroauto. (E-Auto: Pro und Kontra!)
Ob dieser Rekord 2023 getoppt wird, ist zweifelhaft. Sind doch wie für Energie auch die Preise für E-Autos kräftig gestiegen. Dies sowie die gekürzte Elektro-Kaufprämie haben im Januar 2023 zu einem Einbruch bei den Neuzulassungen auf nur noch 10,1 Prozent Anteil der reinen E-Autos geführt.
Aber: Das muss nicht so weitergehen, die Konkurrenz wird immer größer. Das Angebot an zuverlässigen und alltagstauglichen E-Autos wächst, jeder namhafte Hersteller hat inzwischen E-Autos im Portfolio. Zwar bedeuten teils lange Lieferzeiten bei einigen Modellen eine echte Geduldsprobe, doch meist lohnt sich das Warten.
Elektro-Kaufprämie 2023*
Fahrzeugtyp | Bundesanteil 2023 | Herstelleranteil (netto) 2023 | Gesamt (netto) 2023 |
|---|---|---|---|
Elektroauto (BEV) bis 40.000 Euro | 4500 Euro** | 2250 Euro** | 6750 Euro** |
Elektroauto (BEV) 40.000 bis 65.000 Euro | 3000 Euro** | 1500 Euro** | 4500 Euro** |
Elektroauto (BEV) bis 45.000 Euro ab 01.01.2024 | |||
Plug-in-Hybrid | Keine Förderung | Keine Förderung | Keine Förderung |
Wessen Konto oder Geldbeutel nicht überquillt, der findet dank Elektro-Kaufprämie und der damit verbundenen Mehrwertsteuerersparnis inzwischen locker ein rein batteriebetriebenes Fahrzeug für weniger als 40.000 Euro. Das Einstiegsmodell in unserem Überblick (siehe Bildergalerie) kostet in der Basis sogar unter 15.000 Euro.
AUTO BILD zeigt in der Galerie fast 40 Elektroautos bis 40.000 Euro. Zur Erklärung: Die Endpreisminderung beträgt bei E-Autos unter 40.000 Euro Netto-Basislistenpreis 7177,50 Euro; sie setzt sich aus den 6750 Euro Kaufprämie und der um 427,50 Euro reduzierten Mehrwertsteuer zusammen. Bei Autos über 40.000 Euro netto beträgt die Ersparnis 4785 Euro (4500 Euro + 285 Euro).
Laut einem (noch nicht rechtskräftigen) Urteil des Landgerichts Leipzig (Az. 05 O 555/22) dürfen Autohersteller und -händler nicht mit einem Preis nach Abzug des Umweltbonus werben. Etwas Derartiges macht jedoch nach wie vor Tesla, das unter anderem beim Basispreis für das Model 3 den Herstelleranteil bereits herausgerechnet hat. Trotz einer massiven Preissenkung Anfang 2023 bleibt das Model 3 mit seinem Endpreis von 40.470 Euro inklusive "Gebühren" von 980 Euro knapp über der Grenze von 40.000 Euro, weswegen es in unserer Galerie keine Berücksichtigung findet.
Alle Infos zur Elektro-Kaufprämie
Wie hoch war der Umweltbonus für Elektroautos bis 17. Dezember 2023?
Der Umweltbonus 2023 betrug bis Auslaufen der Förderung bis zu 6750 Euro (4500 Euro vom Bund, 2250 Euro vom Hersteller) bei Kauf oder Leasing eines reinen E-Autos (BEV) oder eines Brennstoffzellenfahrzeugs mit einem Netto-Listenneupreis von bis zu 40.000 Euro. Für Elektro- oder Brennstoffzellenautos bis 65.000 Euro Nettopreis liegt der Zuschuss bei 4500 Euro (3000/1500 Euro). Ausschlaggebend war der Preis des Basismodells.
Der Herstelleranteil wird frühzeitig vom Nettopreis abgezogen, sodass private Autokäufer auch noch Mehrwertsteuer (19 Prozent) sparen. Bei einem Herstellerzuschuss von 2250 Euro sind dies 427,50 Euro (2250 Euro x 0,19).
Wie konnte man die Kaufprämie beantragen?
Anträge auf Förderung mussten bis einschließlich 17. Dezember 2023 online beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) gestellt werden. Der Schriftweg steht nicht zur Verfügung. Antragsberechtigt waren seit 1. September 2023 nur Privatpersonen, die das Neufahrzeug auf ihren Namen zuließen.
Für die Bewilligung der Förderung maßgeblich ist die Zulassung eines neuen Fahrzeugs. Seit dem 18 Dezember nimmt das BAFA keine Anträge mehr an.
Um in den Genuss der Kaufprämie zu kommen, musste man ein E-Auto mindestens zwölf Monate behalten. Beim vorzeitigen Verkauf ist das BAFA unverzüglich zu informieren.
Das Fahrzeug darf nachweislich noch nicht durch den Umweltbonus oder eine vergleichbare staatliche Förderung in einem anderen Mitgliedstaat der Europäischen Union gefördert worden sein.
Was änderte sich am 1. September 2023 an der Förderung?
Vom 1. September bis 17. Dezember 2023 konnten nur noch Privatpersonen einen Antrag auf Förderung eines E-Autos stellen. Damit wurde der Kreis der Antragsberechtigten stark eingeengt; E-Autos für Unternehmen, Selbstständige, Stiftungen, Körperschaften und Vereine sind nicht mehr förderfähig. Auch Arztpraxen, Rechtsanwaltskanzleien, Architekturbüros und sonstige freiberufliche Einrichtungen sind jetzt von der Förderung ausgeschlossen.
Gibt es 2024 E-Auto-Förderung?
Die geplante staatliche Förderung ab 1. Januar 2024 entfällt. Allerdings springen die allermeisten Hersteller ein und steuern eine Käufprämie in ursprünglich geplanter Höhe aus eigener Tasche bei. Das Angebot einer Firmen-Kaufprämie gilt meist bis Ende März 2024. Hier sind Details der Hersteller-Förderprogramme.
Förderung, Kaufprämie, Umweltbonus oder Innovationsprämie?
Die Gesamtsumme der Förderung wird Umweltbonus oder auch Elektro-Kaufprämie genannt. Sie besteht aus einem staatlichen und einem Hersteller-Anteil. Der Betrag, mit dem der Staat seit Juni 2020 seinen Anteil verdoppelt, heißt Innovationsprämie.
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