Bis zu 6750 Euro Zuschuss, dazu noch mehr als 400 Euro Mehrwertsteuer sparen? Dank der Förderung für Elektromobilität gerät so mancher Autokäufer schon mal ins Grübeln, ob als nächster Neuwagen nicht ein Elektroauto infrage kommt.
Obwohl beim E-Autokauf viele Aspekte eine Rolle spielen, ist der Anschaffungspreis eines der entscheidenden Kriterien – auch beim Gesamtkostenvergleich E-Auto vs. Verbrenner.

Die zurzeit besten E-Autos

Ausgewählte Produkte in tabellarischer Übersicht
Audi Q4 e-tron
BMW iX
Hyundai Ioniq 5
Kia Niro EV
Kia EV6
Mazda MX-30
Opel Corsa-e
Skoda Enyaq iV
Tesla Model 3
Toyota bZ4X
2022 war ein absolutes Rekordjahr für die Elektromobilität in Deutschland – nicht nur für teilelektrifizierte Hybridautos, sondern auch für vollelektrische Pkw. Insgesamt 470.559 rein batteriebetriebene Pkw wurden im vergangenen Jahr hierzulande verkauft. Heißt: Rund jeder sechste Kunde (17,7 Prozent) entschied sich 2022 für ein Elektroauto. (E-Auto: Pro und Kontra!)
Ob dieser Rekord 2023 getoppt wird, ist zweifelhaft. Sind doch wie für Energie auch die Preise für E-Autos kräftig gestiegen. Aber: Das muss nicht so weitergehen, die Konkurrenz wird immer größer. Das Angebot an zuverlässigen und alltagstauglichen E-Autos wächst, jeder namhafte Hersteller hat inzwischen E-Autos im Portfolio. Zwar bedeuten teils lange Lieferzeiten bei einigen Modellen eine echte Geduldsprobe, doch meist lohnt sich das Warten.

Elektro-Kaufprämie 2023 und 2024*

Fahrzeugtyp
Bundesanteil seit 01.01.2023
Herstelleranteil (netto) seit 01.01.2023
Gesamt (netto) seit 01.01.2023
Geplanter Bundesanteil ab 01.01.2024
Herstelleranteil (netto) ab 01.01.2024
Gesamt (netto) ab 01.01.2024
Abzweigung
Elektroauto (BEV) bis 40.000 Euro Netto-Listenpreis
Abzweigung
Abzweigung
Elektroauto (BEV) 40.000 bis 65.000 Euro Netto-Listenpreis
Abzweigung
Abzweigung
Elektroauto (BEV) bis 45.000 Euro Netto-Listenpreis ab 01.01.2024
Abzweigung
Abzweigung
Plug-in-Hybrid
Abzweigung
4500 Euro**
3000 Euro**
nicht mehr gefördert
2250 Euro**
1500 Euro**
nicht mehr gefördert
6750 Euro**
4500 Euro**
nicht mehr gefördert
3000 Euro***
nicht mehr gefördert
1500 Euro***
nicht mehr gefördert
4500 Euro***
nicht mehr gefördert

Wessen Konto oder Geldbeutel nicht überquillt, der findet dank Elektro-Kaufprämie und der damit verbundenen Mehrwertsteuerersparnis inzwischen locker ein rein batteriebetriebenes Fahrzeug für weniger als 40.000 Euro. Das Einstiegsmodell in unserem Überblick (siehe Bildergalerie) kostet in der Basis sogar unter 15.000 Euro.

AUTO BILD zeigt in der Galerie mehr als 30 Elektroautos bis 40.000 Euro. Zur Erklärung: Die Endpreisminderung beträgt bei E-Autos unter 40.000 Euro Netto-Basislistenpreis 7177,50 Euro; sie setzt sich aus den 6750 Euro Kaufprämie und der um 427,50 Euro reduzierten Mehrwertsteuer zusammen. Bei Autos über 40.000 Euro beträgt die Ersparnis 4785 Euro (4500 Euro + 285 Euro).
Die Leistungsdaten sind jeweils in der niedrigsten Version angegeben und können in besseren Leistungs- bzw. Ausstattungsvarianten (bei entsprechender Preissteigerung) höher sein.

Alle Infos zur Elektro-Kaufprämie

Wie hoch ist der Umweltbonus für Elektroautos?

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Der Umweltbonus 2023 beträgt bis zu 6750 Euro (4500 Euro vom Bund, 2250 Euro vom Hersteller) bei Kauf oder Leasing eines reinen E-Autos (BEV) oder eines Brennstoffzellenfahrzeugs mit einem Netto-Listenneupreis von bis zu 40.000 Euro. Für Elektro- oder Brennstoffzellenautos bis 65.000 Euro Nettopreis liegt der Zuschuss bei 4500 Euro (3000/1500 Euro). Es gilt jeweils der Preis des Basismodells.
Der Herstelleranteil wird frühzeitig vom Nettopreis abgezogen, sodass private Autokäufer auch noch Mehrwertsteuer (19 Prozent) sparen. Bei einem Herstellerzuschuss von 2250 Euro sind dies 427,50 Euro (2250 Euro x 0,19).
Plug-in-Hybride (PHEV; mit Elektro- und Verbrennungsmotor) werden seit 2023 nicht mehr gefördert.

Was muss man für den Antrag auf Kaufprämie wissen?

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Anträge auf Förderung können nur online beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) gestellt werden. Der Schriftweg steht nicht zur Verfügung. Antragsberechtigt sind Privatpersonen, Unternehmen, Stiftungen, Körperschaften und Vereine, auf die ein Neufahrzeug zugelassen wird.
Für die Bewilligung der Förderung maßgeblich ist die Zulassung des Fahrzeugs. Der Antrag muss binnen eines Jahres nach Erstzulassung gestellt werden.
Das Neufahrzeug muss zum ersten Mal zugelassen sein. Die erste Zulassung eines jungen gebrauchten Fahrzeugs darf nicht länger als ein Jahr zurückliegen, beim Antrag darf eine Laufleistung von 15.000 km nicht überschritten sein.
Um in den Genuss der Kaufprämie zu kommen, muss man ein E-Auto mindestens zwölf Monate halten. Beim vorzeitigen Verkauf ist das BAFA unverzüglich zu informieren.
Das Fahrzeug darf nachweislich noch nicht durch den Umweltbonus oder eine vergleichbare staatliche Förderung in einem anderen Mitgliedstaat der Europäischen Union gefördert worden sein.

Welche Elektroautomodelle werden gefördert?

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Förderung, Kaufprämie, Umweltbonus oder Innovationsprämie?

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Die Gesamtsumme der Förderung wird Umweltbonus oder auch Elektro-Kaufprämie genannt. Sie besteht aus einem staatlichen und einem Hersteller-Anteil. Der Betrag, mit dem der Staat seit Juni 2020 seinen Anteil verdoppelt, heißt Innovationsprämie.

Bildergalerie

E-Auto bis 40.000 Euro  Skoda Enyaq iV
Smart EQ Fortwo
Dacia Spring Electric 45
Kamera
E-Autos mit neuer Förderung bis 40.000 Euro

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