E-Bikes unter 2000 Euro im Fahrrad-Test

E-Bikes unter 2000 Euro: Test

Günstige E-Bikes unter 2000 Euro im Check

Muss ein gutes E-Bike teuer sein? Nein, nicht automatisch. BIKE BILD hat sechs E-Bikes unter 2000 Euro getestet. Das sind die Gewinner und Verlierer!
E-Bikes sind die Trendgefährte unserer Zeit: praktisch und flexibel wie Fahrräder, aber durch den Elektro-Boost weniger anstrengend zu fahren. Leider muss man dafür aber, anders als beim kreuzbraven Drahtesel, in der Regel ganz schön tief in die Tasche greifen. Preistreiber bei E-Bikes sind vor allem die elektronischen Bauteile Motor, Akku und Display. Aber auch Rahmen und mechanische Antriebskomponenten müssen den größeren Belastungen des motorunterstützten Zweirads standhalten und dementsprechend eine höhere Qualität aufweisen. So kosten die meisten E-Bikes 3000 Euro aufwärts. Wobei nach oben hin kaum Grenzen gesetzt sind und fünfstellige Beträge problemlos möglich sind. Geht das nicht auch günstiger? Doch, es geht. Die meisten Markenhersteller bieten Einsteiger-Pedelecs zu Preisen um 2500 Euro an. Die Auswahl ist recht ansehnlich. Und es geht sogar noch etwas günstiger. Die absolute Preisschallmauer im Bereich E-Bike liegt bei knapp unter 2000 Euro. Hier tummeln sich mitnichten nur B-Ware-Bikes oder Produkte aus Asien, die keiner Qualitätsprüfung standhalten. Einige E-Bike-Hersteller setzen ganz bewusst auf den niedrigen Preis als Verkaufsargument (im Test zum Beispiel Fischer, VanMoof und Prophete), andere möchten zumindest mit einem Modell in dem Günstig-Segment vertreten sein (BBF, Stella und Rayvolt).
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Test: günstige E-Trekkingbikes, Komfortpedelecs, Urban-E-Bikes

Style vor Funktion bei Rayvolt: Das Modell Clubman kombiniert einen herausragenden Look mit wilder Technik.

©Daniel Geiger / AUTO BILD

Wir haben uns gefragt: Was bekommt man, wenn man weniger als 2000 Euro für ein E-Bike ausgeben möchte? Auf der Suche nach der Antwort haben wir das wohl vielfältigste Testfeld seit Langem zusammengestellt: Ins Rennen gehen zwei E-Trekkingbikes, zwei Komfortpedelecs für den Alltag und zwei coole Urban-E-Bikes mit Stylefaktor. Mittelmotoren gegen Nabenantriebe, Aufsteckakkus gegen voll integrierte Batteriespeicher, Alte-Schule-Damenrad gegen Smartbike. Alle haben nur eins gemeinsam: Sie kosten weniger als 2000 Euro. In erster Linie entscheidet der Motor über Fahrgefühl und Leistungsfähigkeit eines E-Bikes. Wer viel Leistung möchte, zum Beispiel bei E-Mountainbikes oder Lastenrädern, der bekommt meist einen kräftigen Mittelmotor aus dem Hause Bosch, Shimano oder Brose. In unserem Test ist jeweils nur ein Modell von Bosch und Shimano vertreten, die Mitbewerber kommen etwa von Bafang oder AEG. Die Bestwerte auf dem Prüfstand holen der Antrieb von AEG und der hauseigene Vorderradnabenmotor von VanMoof. Interessant: Die Ergebnisse beim Test der maximalen Leistungsfähigkeit korrelieren nicht zwangsläufig mit den Angaben der Hersteller zum Drehmoment der Motoren. So leistet der VanMoof-Nabenantrieb auf dem Prüfstand bei 59 Newtonmetern maximalem Drehmoment in der Spitze 648 Watt, der Fischer-Mittelmotor schafft nur 540 Watt Unterstützung bei einem Drehmoment von 80 Newtonmetern. 

Reichweitentest: Werte zwischen 31 und 93 Kilometern

Wem das Schalten zu kompliziert ist, der kann sich auch für eine Automatik wie beim VanMoof S3 entscheiden.

©Daniel Geiger / AUTO BILD

Für Alltagsfahrten reicht die Leistungsfähigkeit aller getesteten Motoren aus. Der entscheidendere Faktor beim Kauf dürfte für die meisten Anwender sein, wie viel Strecke der Akku schafft. Bei unserem Reichweitentest ergaben sich Werte zwischen 31 (Rayvolt Clubman) und 93 (VanMoof S3) Kilometern. Ein wichtiges Kriterium, wenn man das E-Bike täglich nutzen, aber nicht nach drei bis vier Fahrten an die Steckdose hängen möchte. Die mechanischen Fahrradkomponenten entscheiden mit darüber, ob man sein E-Bike nur im Alltag oder auch auf Tour nutzen möchte. Eine Kettenschaltung mit neun oder zehn Gängen, wie an den E-Trekkingbikes von Fischer und Prophete, bietet mehr Performance auf Radreisen oder in hügeligem Gelände. Alltagstauglicher, weil verschleißärmer ist eine Nabenschaltung wie beim BBF Lyon. Und wem selbst das zu kompliziert ist, der kann sich auch für eine Automatikschaltung wie beim VanMoof S3 oder bei Stellas Avalon entscheiden. Im Segment der günstigen E-Bikes findet man vor allem City- und Tourenpedelecs. Dementsprechend sind auch unsere Testkandidaten überwiegend mit Lichtanlage, Schutzblechen und Gepäckträgern sowie einem Ständer ausgestattet. Für die überwiegende Mehrheit der Anwender sind das absolut sinnvolle Ausstattungsmerkmale. Eine Federgabel erachten wir nur im Trekkingeinsatz als notwendig, bei Fahrten in der City erhöhen die Dämpfer das Gewicht und bieten auf befestigten Wegen nur sehr wenig Mehrwert. (Weitere spannende Fahrradtests lesen Sie bei bike-bild.de)

E-Bike unter 2000 Euro: Ohne Abstriche geht's nicht

Gut und günstig: Der BIKE BILD-Test zeigt, dass selbst Pedelecs der niedrigsten Preisklasse viel Spaß machen können.

©Daniel Geiger / AUTO BILD

Was bekommt man also, wenn man weniger als 2000 Euro für ein E-Bike ausgeben möchte? Unser Test zeigt, dass man auch im Sparsegment funktionierende und voll ausgestattete E-Bikes für Stadt und Tour findet. Fest steht: An der einen oder anderen Stelle musste jeder Entwickler den Rotstift ansetzen. Das BBF Lyon und das Stella Avalon verfügen nicht über einen so leistungsstarken Antrieb wie die Mitbewerber, beim Rayvolt Clubman vermissen wir die Sorgfalt bei der Verarbeitung, und das VanMoof S3 verliert Punkte bei der Ausstattung. Selbst das sonst hervorragende Prophete eSUV büßt bei der Reichweite Punkte ein; das Fischer ETH 1861.1 ist noch am ausgeglichensten, ohne in einem Bereich Spitzenwerte zu erzielen. Ein Punkt, der im Vergleich zu Premium-Modellen nicht unerwähnt bleiben sollte, ist das Design. Wenngleich unsere günstigen Modelle alle ganz ordentlich funktionieren, gewinnen die meisten keinen Schönheitspreis. Aus der Zeit gefallen ist inzwischen beispielsweise der Akku unter dem Gepäckträger. Bei teuren Markenrädern verschwindet der längst dezent im Unterrohr. Eine angenehme Ausnahme in puncto Design macht das S3 von VanMoof und – mit Abstrichen – das Rayvolt Clubman. Die Ergebnisse zeigen: Die ganz große Überraschung, der eine Preistipp ist bei den E-Bikes unter 2000 Euro Kaufpreis nicht dabei. Das heißt jedoch nicht, dass die hier vorgestellten und untersuchten Fahrräder nicht für viele Anwender eine gute Wahl wären. Seien Sie sich darüber im Klaren, dass es immer einen Grund dafür gibt, warum ein E-Bike besonders günstig ist. Sei es die Leistung, die Ausstattung oder das Design. Alles Infos zu unseren Testkandidaten finden Sie in der Bildergalerie!

E-Bikes unter 2000 Euro im Fahrrad-Test

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Autor: Lennart Klocke

Fotos: Daniel Geiger / AUTO BILD

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