Große Traktionsakkus, empfindlicher Antriebsstrang, komplizierte Ladetechnik: Eigentlich, so denken viele Zweifler, müssten E-Autos viel häufiger liegen bleiben oder gar nicht erst losfahren als herkömmliche Pkw mit Verbrennungsmotor (E-Auto pro und kontra). Stimmt aber nicht, sagt zumindest die ADAC-Pannenstatistik für 2021.
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Diese Probleme haben E-Autos laut Pannenstatistik

Zwar hat sich zwar im vergangenen Jahr die Zahl der streikenden Elektroautos (Ratgeber E-Auto-Panne) auf rund 25.000 Fälle fast verdreifacht. Dies liege aber eher am gleichfalls stark gestiegenen Bestand an Elektrofahrzeugen, so der Automobilclub. Häufigste Pannenursache war – wie bei allen anderen havarierten Autos auch – die 12-Volt-Starterbatterie. Sie versorgt nicht nur Türöffnung oder Multimedia mit Strom, sondern aktiviert bei E-Autos auch die Hochvoltbatterie im Unterboden. Akku, Elektromotor oder Ladetechnik seien selten schuld.

"Gelbe Engel" 2021 fast 3,5 Millionen Mal im Einsatz

Insgesamt hatten die "Gelben Engel" mit zunehmendem Verkehr auf den Straßen wieder mehr zu tun. So wurden sie im vergangenen Jahr 3,49 Millionen Mal zu Hilfe gerufen. Das waren 100.000 Einsätze mehr als 2020, allerdings immer noch gut 250.000 Einsätze weniger als im Vor-Corona-Jahr 2019.

Die häufigsten Pannenursachen 2021

Nicht verändert haben sich die häufigsten Pannenursachen. Auf Platz eins stand wie in den Vorjahren die Batterie: Sie verursachte erneut 46 Prozent aller Pannen. Danach folgen Motor, Einspritzung, Zündung und Sensorik mit 15,5 Prozent der Pannen. Bei knapp 15 Prozent lag es an Karosserie, Lenkung, Bremsen oder Fahrwerk, bei 10 Prozent an Generator, Anlasser, Verkabelung oder Licht, bei 7 Prozent an den Reifen.

So schneiden E-Autos beim TÜV ab

Ausgewählte Produkte in tabellarischer Übersicht
1.
Smart EQ fortwo (ehem. Electric Drive); TÜV-Mängelquote 3,5
UVP ab 21.940 EUR; Ersparnis bis zu 12.051 ,00 EUR
2.
BMW i3; TÜV-Mängelquote 4,7
UVP ab 39.000 EUR; Ersparnis bis zu 15.747 ,00 EUR
3.
Renault Zoe; TÜV-Mängelquote 5,7
UVP ab 29.990 EUR; Ersparnis bis zu 12.910 ,00 EUR
4.
Tesla Model S; TÜV-Mängelquote 10,7
UVP ab 101.990 ,00 EUR

Wintermonate mit den meisten Pannen

Die pannenstärksten Monate waren Januar und Februar. Spitzentag war der 15. Februar, ein Montag: Da mussten die ADAC-Pannenhelfer zu 21.627 Einsätzen ausrücken. Insgesamt legten sie mit ihren 1770 Fahrzeugen im vergangenen Jahr 48 Millionen Kilometer auf deutschen Straßen zurück.
Mit Material von dpa.