Fahrbericht Chevrolet Camaro
Eine ganz heiße Geschichte

Fans von potenten Muscle-Cars reiben sich schon begeistert die Hände: 2010 startet der Chevrolet Camaro in Deutschland. Importeure bieten den US-Verkaufsschlager schon jetzt an. Ein erster Fahrbericht.
Bild: Wolfgang Groeger-Meier
- Claudius Maintz
Die Schöpfer des neuen Chevrolet Camaro müssen Fußballfans sein – frei nach der Sepp-Herberger-Weisheit: Das Runde muss in das Eckige! Kreisförmige Tacho- und Drehzahlmesserskalen zwischen eckigen Rahmen, halbmondförmige Rückleuchten in chromblitzenden Rechtecken, runde Scheinwerfer hinter kantigem Grill. Rund gegen eckig erzeugt Reibung. Der neue Camaro ist nicht bloß Retorten-Retro wie der Dodge Challenger , sondern ein zeitgenössisches, eigenständiges Auto. Ganz ohne dezente Design-Anleihen bei frühen Ahnen kommt der Neue nicht aus, insgesamt steht da aber ein starker Neuanfang. Was angesichts des gähnend langweiligen Vorgängers bitter nötig war. Doch kann die Neuauflage eines Muscle-Car den kränkelnden GM-Konzern heilen, oder wird der Hubraumriese zum Abgesang auf hemmungslose Säufer-Dinos?
Der 6,2-Liter-V8 brüllt in fünf Sekunden auf Tempo 100

Bild: Wolfgang Groeger-Meier
Die Verarbeitung im Cockpit enttäuscht – Plastik gibt den Ton an

Bild: GM
Technische Daten Chevrolet Camaro: • V8, vorn längs • zwei Ventile pro Zylinder, eine zentrale Nockenwelle • Hubraum 6162 ccm • Leistung 315 kW (422 PS) bei 5000/ min • max. Drehmoment 553 Nm bei 4500/min • Hinterradantrieb • Reifen vorn 245/45 ZR 20, hinten 275/40 ZR 20 • L/B/H 4815/1928/1365 mm • Radstand 2852 mm • Sechsganggetriebe • Tankinhalt 72 l • Kofferraumvolumen 320 l • 0–100 km/h in 5 s • Spitze ca. 250 km/h
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