Fahrbericht Jeep Patriot
Der dritte Streich

Nach Caliber und Compass nutzt auch der ab Herbst lieferbare Jeep Patriot als dritter im Bunde die gemeinsame Plattform. Im Fahrbericht: Die US-Version mit 2,4-Liter-Benziner und permanentem Allradantrieb.
- Isaac Hernandez
Angesichts der außenpolitischen Lage ist der Nationalstolz in den Vereinigten Staaten auch nicht mehr das, was er mal war. Doch es gibt nach wie vor echte Patrioten in den USA, zum Beispiel bei Jeep. Dort gibt es ab sofort ein gleichnamiges Allradauto, das sich Technik und Karosserie mit seinen Konzernbrüdern Jeep Compass und Dodge Caliber teilt. Im Herbst 2007 geht der Patriot in Europa an den Start. AUTO BILD ALLRAD fuhr jetzt die US-Version mit dem 2,4-Liter-Benziner, der neben dem von VW zugekauften 2.0 TDI (140 PS) auch in Deutschland angeboten wird.
Wasserfester Boden schützt bei Flaschenbruch
Die Plattform-Partner Patriot und Compass werden am gleichen Fließband gefertigt, unterscheiden sich aber durch eigenständige Karosserien. Das mit billig anmutendem Hartplastik bestückte Interieur ist mit dem des Compass dagegen identisch. Vorne gefallen die Sitze mit ordentlicher Rückenunterstützung, in der geräumigen zweiten Reihe mangelt es dagegen an Schenkelauflage. Ein herausnehmbarer, wasserfester Boden schützt im Gepäckraum bei eventuellem Flaschenbruch. Der Kofferraum selbst wuchs gegenüber dem Compass um sechs Millimeter in der Länge, dank der steileren Heckklappe fällt er insgesamt geräumiger aus. Flotten Vortrieb garantiert der 175 PS starke Vierzylinder-Benziner, braucht dazu aber hohe Drehzahlen.
Auf dem Highway halten sich die Fahrgeräusche in Grenzen. Neben den laut abrollenden Reifen machen sich in erste Linie die Außenspiegel windzischelnd bemerkbar. Erfreulich komfortabel gibt sich die Federung. Innerorts gefällt zudem der 10,8 Meter kleine Wendekreis. Bereits zu Preisen ab etwa 15.000 Dollar sind in Amerika Patriot-Modelle mit Frontantrieb erhältlich.
Auf dem Highway halten sich die Fahrgeräusche in Grenzen. Neben den laut abrollenden Reifen machen sich in erste Linie die Außenspiegel windzischelnd bemerkbar. Erfreulich komfortabel gibt sich die Federung. Innerorts gefällt zudem der 10,8 Meter kleine Wendekreis. Bereits zu Preisen ab etwa 15.000 Dollar sind in Amerika Patriot-Modelle mit Frontantrieb erhältlich.
Freedom-Drive-II-Paket für Kletter-Fans
Hierzulande wird es hingegen ausschließlich die Version mit permanentem Allradantrieb geben. Dessen Funktionsprinzip ist klassenüblich: Wenn die Vorderräder durchdrehen, schickt eine Lamellenkupplung automatisch bis zu 50 Prozent der Kraft traktionsfördernd zu den Hinterrädern. Per Schalter ist ein starrer Durchtrieb aktivierbar. ESP ist serienmäßig, dazu bremst eine Schlupfregelung haltlos durchdrehende Räder ab. Kletter-Fans dürften an dem in den USA optional erhältlichen Freedom-Drive-II-Paket gefallen finden. Neben größeren Böschungswinkeln und einer um 23,5 Millimeter größeren Bodenfreiheit gehören Unterfahrplatten, höhergelegte Antriebsbelüftungen sowie eine Geländeuntersetzung zum Ausstattungsumfang. In Deutschland soll das Paket aber nicht angeboten werden. Die Euro-Preise sind noch nicht bekannt, sie werden aber deutlich unter 30.000 Euro beginnen, genauso wie beim Compass.
Gleiche Basis wie Caliber und Compass

Die asiatischen Konkurrenten

Technische Daten Jeep Patriot 2.4 Limited 4WD
4-Zyl.-Reihen-Benz., vorn quer • 4 Ventile je Zyl. • Hubraum 2360 cm3 • 129 kW (175 PS) bei 6000/min • 222 Nm bei 4400/min • perman. Allrad über elektr. gest. Lamellenkuppl. (v:h 100:0 bis 50:50), el. Schlupfreg., ESP • Fünfgang-Schaltg. (auf Wunsch stufenloses Automatikgetriebe) ohne Geländereduktion • Einzelradaufh. v./h. • belüftete Scheibenbr. v., Scheibenbr. h. • Reifen 215/60 R 17 v./h. • Länge/Breite/Höhe 4411/1756/ 1669 mm • Radstand 2635 mm • Leergewicht 1501 kg • Kofferraumvol. 652 l (SAENorm) • Tankinh. 51 l • US-Normverbrauch Stadt/Highway 9,4/8,1 l/100 km N-Benzin. Preis: 21.735 US-Dollar.
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