Ford Focus: Erste Mitfahrt nach dem Facelift
Mitfahrt im Facelift-Focus

Der Ford Focus soll sich fahrdynamisch, qualitativ und preislich mit dem Golf messen können. Schafft er das? Erste Eindrücke vom Beifahrersitz aus.

Die Silhouhette ist dieselbe - es wurde ja auch nur die Frontschürze wirklich verändert.
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Abrüstung im "Krieg der Knöpfe"

Schluss mit dem "Krieg der Knöpfe": Hier regiert die Software SYNC2, die das Auto mit dem Smartphone vernetzt und auch per Sprachsteuerung funktioniert.
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Weniger ist mehr
Obwohl es weniger Knöpfe und dafür wieder mehr Ablagen gibt, bietet der Focus natürlich nicht weniger Funktionen. Im Gegenteil: Zur Modellpflege wird an der Front der Fahrhelfer und Infotainment-Möglichkeiten sogar noch einmal kräftig aufgerüstet. So kann der Focus künftig nicht nur automatisch ein- sondern auch wieder ausparken. Er überwacht den Verkehrsraum hinter dem Fahrzeug, rangiert auch quer zur Fahrbahn, bremst im Notfall automatisch und bietet als erster Kompakter ein intelligentes Lichtsystem, das seinen Leuchtkegel dem Streckenverlauf anpasst. Andere Extras wie eine Fußgängererkennung, eine Abstandsregelung mit Staufunktion oder die angesagten LED-Scheinwerfer können die Kölner aber noch nicht bieten.

Unter der Haube: der neu entwickelte 1,5-Liter-EcoBoost-Vierzylinder mit 150 oder 180 PS.
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Ab September darf man selber fahren

Von hinten ist das Facelift kaum vom älteren Focus - oder vom Fiesta - zu unterscheiden.
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Mehr Charakter als der Golf?
Golf, Golf, Golf – wenn man Cheftechniker Bakaj zu oft auf den Klassenprimus aus Wolfsburg anspricht, reagiert er fast ein bisschen genervt. Denn natürlich hält auch er den Focus für das bessere Auto. "Der Golf hat sicher zurecht seinen großen Kundenstamm", gibt er sich noch diplomatisch. "Doch wer ein Auto mit Flair, mit etwas mehr Charakter und mehr Spaß sucht, der fährt mit dem Focus besser", stichelt er hinterher. Hier die Lust und da die Langeweile, könnte man seinen Argumentation zusammenfassen. Doch bei allem Selbstbewusstsein werden die Kölner spätestens an einem Punkt ziemlich kleinlaut: Bei den Preisen. Selbst wenn sie die exakten Tarife ohnehin erst im Herbst verraten wollen: "Ganz egal, wie viel wir in den Focus hinein gesteckt haben und was für ein gutes Auto das geworden ist: In dieser Klasse ist die Luft so dünn und die Konkurrenz so hart, dass wir uns wohl keine großen Preissprünge erlauben können", lässt Bakaj durchblicken. Viel mehr als die aktuell 16.450 Euro wird deshalb auch der neue Focus kaum kosten. Was die Kunden sicherlich freuen dürfte.
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