Im  Januar 2022 hat Ford in China die neue, sechste Mondeo-Generation präsentiert. Die Mittelklasse-Limousine wandelt sich vom blassen Pummelchen zu einer stylischeren und schlankeren Version. Schade, dass er nur in China angeboten wird. Bei uns läuft der Vorgänger gerade aus. Die Produktion endet bereits im März 2022, ein Nachfolger ist nicht in Sicht.

Innenraum: Limousine bekommt den 1,1 Meter großen Bildschirm des Evos

Umso neidischer blicken wir nach China, denn jetzt gibt es auch Bilder des Innenraums. Die bestätigen die Vermutung, dass der neue Mondeo den riesigen Bildschirm aus dem – ebenfalls nur in China erhältlichen –  SUV-Coupé Ford Evos bekommt. Stolze 1,1 Meter ist das Display groß und nimmt fast das gesamte Armaturenbrett ein. Ein 12,3 Zoll großes digitales Cockpit und ein 27-Zoll-Infotainment-Bildschirm befinden sich unter einem Glas. Die Anzeigen dürften dank 4K-Auflösung gestochen scharf sein.
Ford EVOS
Den Innenraum dreht Ford für den chinesischen Mondeo komplett auf links: Ab sofort ist hier ein riesiger Bildschirm zu finden.

Auch der restliche Aufbau des Innenraums ähnelt dem Evos. Das Armaturenbrett ist horizontal gestaltet, Infotainment und Klimaanlage werden fast komplett über den riesigen Bildschirm bedient, Knöpfe gibt es kaum noch. Auf der wuchtigen Mittelkonsole stellt man die Fahrstufen, wie es gerade Mode ist, über ein kleines Drehrad ein.

Optik: Vor allem an der Front des Mondeo ändert sich einiges

Das neue Design wirkt weniger kompakt und filigraner. Zusätzlich hat gerade die Front nichts mehr mit dem Vorgänger zu tun. Vor allem, weil Scheinwerfer und Grill sich deutlich verändern. Der Neue hat zweigeteilte Scheinwerfer, die schmale, obere Einheit für das Tagfahrlicht ist dabei durch ein LED-Band verbunden. Abblendlicht, Fernlicht und Nebelscheinwerfer sind einer viereckigen Aussparung darunter zu finden. Der Grill bekommt eine neue Form, er läuft an den Seiten nicht mehr spitz zu und erstreckt sich nun deutlich weiter in die Breite. Hinter seinem neuen Wabengitter scheinen vertikale, silberfarbene Elemente hervor.
Ford Mondeo
Das neue Design lässt den Mondeo muskulöser wirken. Die versenkbaren Türgriffe versprühen eine gewisse Eleganz.

Am Heck reichen die neuen Rücklichter nicht mehr so weit in die Seite und bekommen eine eckigere Form. Vorher waren sie eher oval. Ihre neue Lichtsignatur scheint vom Ford Mustang inspiriert zu sein, denn sie beinhaltet drei horizontale Elemente. Die dritte Bremsleuchte wandert von der Heckscheibe unter den neuen Spoiler auf dem Kofferraumdeckel. Auch hier haben die Designer auf eine optische Verbindung mit den Rücklichtern geachtet: Das dunkle Scheinwerferglas wird in einem schmalen Streifen weitergeführt, auf dem auch besagtes drittes Bremslicht zu finden ist. Die neue, silberfarbene Schürze wirkt vergleichsweise grob und wird seitlich von großen, eckigen Endrohrblenden flankiert.

ST Line: Mit der sportlichen Ausstattung wird die Limousine noch schärfer

Die nun vorgestellte sportliche ST-Line macht es uns einmal mehr schwer, den Mondeo gehen zu lassen. An der Front trägt diese Ausstattung ein geschwärztes Grillgitter und eine Spange, die Schürze und Hauptscheinwerfer optisch verbindet. Diese Spange ist wie die anderen Zierteile am Mondeo ST Line in glänzendem Schwarz lackiert. Das Heck mischen ein großer Diffusor und eine Spoilerlippe auf dem Heckdeckel auf.
Ford Mondeo ST Line
Zweifarblackierung und 19-Zoll-Felgen unterstreichen den sportlichen Look des Mondeo ST Line.

Motor: immer mit Zweiliter-Benziner unter der Haube

Bislang findet sich im Konfigurator nur ein Motor für den neuen Mondeo. Den Zweiliter-Benziner gibt es auch lediglich in einer Leistungsstufe mit 238 PS und 376 Nm. Einzig verfügbares Getriebe ist eine Achtstufen-Automatik.