Mercedes ist nicht mehr der Alleinherrscher der Formel 1. Max Verstappen sichert sich die vierte Pole-Position seiner Formel-1-Karriere und verweist Lewis Hamilton um vier Zehntelsekunden auf Rang zwei! "Diese Runde war gut, wir haben es geschafft", funkt Max Verstappen im Teamradio.
Hamilton verlor im Mittelsektor durch einen kleinen Patzer zwar etwas Zeit, aber auch ohne diesen Fehler wäre Verstappen wohl außer Reichweite gewesen.
Hinweis
Formel 1 mit dem SKY Supersport Ticket erleben
Zum Angebot
Einziges Manko: Verstappen ist bei Red Bull wieder Einzelkämpfer. Sergio Pérez startet nur von Rang elf aus ins Rennen. Die Taktik, sich mit den härteren Medium-Reifen fürs Q3 zu qualifizieren (der bessere Rennreifen), ging für den Mexikaner also nicht auf.
Verstappen freut sich: "Es war ein wahrer Genuss, dieses Auto zu fahren. Ich bin sehr happy." Entsprechend zuversichtlich ist er für das Rennen: "Das Auto ist in allen Bedingungen gut."
Lewis Hamilton gratuliert Verstappen: „Er hatte eine tolle Runde. Ich habe alles versucht, aber es hat nicht gereicht. Aber wir haben in den vergangenen Tagen und Wochen seit den Tests schon viele Fortschritte gemacht."

Schumacher schlägt Mazepin klar

Verstappen top, Vettel flop
Mick Schumacher
Bild: Haas
Die beiden deutschen Fahrer Mick Schumacher und Sebastian Vettel starten dagegen von weit hinten ins erste Rennen des Jahres. Bei Mick Schumacher kam das nicht unerwartet. Der Sohn von Formel-1-Rekordweltmeister Michael Schumacher sitzt im schlechtesten Auto des Feldes. Mehr als Rang 19 war damit nicht drin. Seinen Teamkollegen Nikita Mazepin distanzierte er aber immerhin um acht Zehntelsekunden!
Entsprechend zufrieden ist Schumi junior mit seinem Debüt: "Im Endeffekt bin ich mit dem Resultat sehr happy. Wir wussten, dass nicht viel nach vorn geht. Dennoch waren wir sehr nah an unserem Ziel dran." Zwischenzeitlich führte er mit seinem Kürzel MSC die Tabelle sogar an: "Das habe ich auch gesehen", strahlt Schumacher. "Leider war das nur sehr kurz, aber es war ein schöner Moment."
Sein Ziel fürs Rennen: "Weiterhin lernen, Es ist mein erstes Rennen, ich muss das erste Mal mit anderen Autos fahren. Da verlieren wir bis zu 20 Prozent Abtrieb. Das ist eine Menge", so Schumacher.

Vettel von gelben Flaggen gebremst

Stallgefährte Nikita Mazepin leistete sich gleich zwei Dreher. Schon im Training hat sich der Russe zwei Mal gedreht. Mazepin hat mit dem Haas-Ferrari VF-21 deutlich mehr zu kämpfen als Mick Schumacher. Offenbar hatte der junge Russe ein Problem mit der Bremskraftverteilung.
Verstappen top, Vettel flop
Sebastian Vettel
Bild: Jerry Andre
Der zweite Dreher zerstörte allerdings auch die Runde von Sebastian Vettel. Weil die gelben Flaggen gezeigt wurden, musste der Aston-Martin-Pilot verlangsamen. Mehr noch: Ein zweites Mal musste er vom Gas, weil Carlos Sainz‘ Ferrari mit einem Defekt liegen geblieben ist. Der Sprung in Q2 war so nicht möglich, Vettel kam nicht über Rang 18 hinaus. "Wir hätten vielleicht besser aufpassen und uns vielleicht besser positionieren müssen, aber im Nachhinein ist man immer schlauer. Heute hat es nicht gepasst, aber so ist es nun", übt sich Vettel auch in Selbstkritik.
Und es könnte noch Ärger geben für Vettel: Es läuft eine Untersuchung gegen ihn. Womöglich hat er bei den gelben Flaggen wegen des Mazepin-Drehers nicht stark genug das Tempo gedrosselt. Um 13.30 Uhr Ortszeit muss er morgen zu den Stewards.
Damit startet er morgen das Rennen direkt neben Mick Schumacher. Was ist noch drin? Vettel: "Es wird schwierig. Wir sind weit weg, auch weit weg von den Punkten. Jetzt kommt es ein bisschen drauf an, wie weit der Lance nach vorn kommt, dann sieht man, wie gut das Auto ist und wie weit es morgen nach vorn gehen kann. Das Auto war auf jeden Fall besser als in den Trainingssessions, nur leider konnte wir das nicht zeigen." Teamkollege Lance Stroll startet von Platz zehn.

Qualifying

1. Max Verstappen (Red Bull-Honda) 1:28,997
2. Lewis Hamilton (Mercedes) +0,388
3. Valtteri Bottas (Mercedes) +0,589
4. Charles Leclerc (Ferrari) +0,681
5. Pierre Gasly (Alpha Tauri-Honda) +0,812
6. Daniel Ricciardo (McLaren-Mercedes) +0,930
7. Lando Norris (McLaren-Mercedes) +0,977
5. Carlos Sainz (Ferrari) +1,218
9. Fernando Alonso (Alpine-Renault) +1,252
10. Lance Stroll (Aston Martin-Mercedes) +1,604
11. Sergio Pérez (Red Bull-Honda) 1:30,659
12. Antonio Giovinazzi (Alfa Romeo-Ferrari) +1:30,708
13. Yuki Tsunoda (Alpha Tauri-Honda) +1:31,203
14. Kimi Räikkönen (Alfa Romeo-Ferrari) 1:31,238
15. George Russell (Williams-Mercedes) 1:33,430
16. Esteban Ocon (Alpine-Renault) 1:31,724
17. Nicholas Latifi (Williams-Mercedes) 1:31,936
18. Sebastian Vettel (Aston Martin-Mercedes) 1:32,056
19. Mick Schumacher (Haas-Ferrari) +1:32,449
20. Nikita Mazepin (Haas-Ferrari) +1:33,273
Hinweis
Formel 1 in der Übersicht bei SKY Q
Zum Angebot

Formel 1 im TV

2021 läuft die Formel 1 bei Sky. Der Sender richtet für die neue Ära eigens einen TV-Sender ein: Sky Formel 1. Hier gibt es 24 Stunden am Tag Motorsport. Alle Trainingssitzungen, alle Qualifyings, alle Rennen immer live und ohne Werbeunterbrechung. Dazu überträgt Sky auch die Rahmenrennen Formel 2, Formel 3 und den Porsche Supercup. Auf dem Programm stehen zudem historische Rennen und Sondersendungen. Mehr Infos dazu finden Sie HIER