45 Jahre nach dem letzten Formel-1-Rennen vor den Toren Madrids kehrt die Königsklasse in die spanische Hauptstadt zurück. Und die erste Startplatzjagd auf dem neuen Madring liefert gleich einen Krimi. In den Hauptrollen: Kimi Antonelli und Lando Norris.
Antonelli hatte sich auf der komplett neuen Strecke immer besser eingeschossen. Der Mercedes-Star war bereits im zweiten und dritten Freien Training Schnellster und sah auch im entscheidenden Q3 lange wie der Mann aus, den es zu schlagen gilt. Doch dann kam Norris.

Elf Tausendstel entscheiden die Pole am Madring

Der McLaren-Pilot setzte im letzten Qualifying-Abschnitt noch einmal alles auf eine Karte und verdrängte Antonelli tatsächlich von Platz eins. Der Abstand: 0,011 Sekunden!
Damit holt Norris die erste Poleposition auf dem Madring. Antonelli muss sich trotz seines starken Wochenendes mit Startplatz zwei begnügen.
Nur 0,011 Sekunden fehlen: Kimi Antonelli muss sich auf dem neuen Madring knapp mit Startplatz zwei begnügen.
Bild: Rudy Carezzevoli/Getty Images
Auch Max Verstappen ist ganz nah dran. Dem Red-Bull-Star fehlen als Drittem lediglich 0,140 Sekunden auf die Bestzeit. Lewis Hamilton stellt seinen Ferrari nach seinem Crash im dritten Training immerhin auf Rang vier. Dahinter folgen Charles Leclerc und George Russell.
Oscar Piastri, Liam Lawson, Franco Colapinto und Arvid Lindblad komplettieren die Top Ten.

Spanien erlebt Heim-Debakel

Ausgerechnet bei der Formel-1-Rückkehr nach Madrid erleben die spanischen Fans dagegen eine Enttäuschung. Carlos Sainz und Fernando Alonso fliegen beide schon in Q1 raus. Sainz landet lediglich auf Platz 17, Alonso im Aston Martin direkt dahinter auf Rang 18. Lance Stroll wird im zweiten Aston Martin sogar Letzter.
Und Sainz droht zusätzlich Ärger. Der Williams-Pilot behinderte Valtteri Bottas und macht sich anschließend gar keine Illusionen: „Ich erwarte da eine Strafe.“
Damit spielen die beiden Lokalmatadoren bei der ersten Madrider Startplatzjagd seit 1981 keine Rolle. Damals fuhr die Formel 1 noch auf dem Jarama, wo Gilles Villeneuve das letzte dort ausgetragene WM-Rennen gewann.

Audi knapp an den Top Ten vorbei

Auch für Nico Hülkenberg endet das Qualifying bereits nach Q2. Der Deutsche verpasst den Einzug ins Finale allerdings nur knapp und startet mit seinem Audi von Platz elf. Teamkollege Gabriel Bortoleto steht unmittelbar dahinter auf Rang zwölf.
Platz elf für Nico Hülkenberg: Der Audi-Pilot kratzt am Q3-Einzug, bleibt am Ende aber knapp draußen.
Bild: Audi
Eine Woche nach seiner sensationellen Pole in Monza erlebt Pierre Gasly dagegen einen Absturz: Für den Alpine-Piloten reicht es diesmal nur zu Platz 14.
Ganz vorne fehlen am Ende gerade einmal elf Tausendstelsekunden zur perfekten Antonelli-Show.

Formel 1 Spanien Grand Prix 2026
Qualifying, Ergebnis

  1. L. Norris (McLaren)
  2. A. Antonelli (Mercedes) +0.011 Sek.
  3. M. Verstappen (Red Bull) +0.140 Sek.
  4. L. Hamilton (Ferrari) +0.189 Sek.
  5. C. Leclerc (Ferrari) +0.195 Sek.
  6. G. Russell (Mercedes) +0.325 Sek.
  7. O. Piastri (McLaren) +0.470 Sek.
  8. L. Lawson (Red Bull) +0.492 Sek.
  9. F. Colapinto (Alpine) +1.079 Sek.
  10. A. Lindblad (Racing Bulls) +1.217 Sek.
  11. N. Hülkenberg (Audi)
  12. G. Bortoleto (Audi)
  13. E. Ocon (Haas)
  14. P. Gasly (Alpine)
  15. Y. Tsunoda (Racing Bulls)
  16. A. Albon (Williams)
  17. C. Sainz (Williams)
  18. F. Alonso (Aston Martin)
  19. S. Perez (Cadillac)
  20. V. Bottas (Cadillac)
  21. O. Bearman (Haas)
  22. L. Stroll (Aston Martin)