Wenn sich Lewis Hamilton und Max Verstappen streiten, dann freut sich McLaren! So geschehen beim Großen Preis von Italien in Monza, den Daniel Ricciardo vor seinem Teamkollegen Lando Norris gewinnt. Valtteri Bottas (Mercedes) wird Dritter vor Charles Leclerc (Ferrari) und Sergio Perez (Red Bull). Für Ricciardo ist es der achte GP-Erfolg und der erste Sieg seit 2018, als er noch bei Red Bull fuhr. McLaren gewinnt erstmals seit Brasilien 2012 (168 Rennen) und holt den ersten Doppelsieg seit Kanada 2010 (218 Rennen).
Ricciardo jubelt: “McLaren auf dem Podium ist schon riesig, aber als Doppelsieg? Dafür habe ich keine Worte.” Auch Norris strahlt: “Seit ich vor vier Jahren ins Team kam, haben wir darauf hingearbeitet. Ich freue mich auch über Daniels Sieg: Ich bekomme meine Chance noch in der Zukunft.”
Hinweis
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McLaren profitiert dabei vom Drama in den Runden 24 bis 26. Da reagiert Max Verstappen auf den Boxenstopp des Führenden Ricciardo, steht mit einem Problem am Reifen vorne rechts aber 11,1 Sekunden. Lewis Hamilton – gerade an Lando Norris vorbeigefahren auf Rang drei – will die Gunst der Stunde nutzen und kommt ebenfalls zum Service. Doch auch Mercedes patzt. Der Brite steht 4,2 Sekunden und kommt neben Verstappen zurück auf die Strecke.
Die WM-Rivalen fahren nebeneinander durch die erste Schikane, Hamilton lässt Verstappen keinen Platz.
Dann passiert, was passieren muss: Die WM-Rivalen fahren nebeneinander durch die erste Schikane, Hamilton lässt Verstappen keinen Platz. Der Red Bull wiederum wird auf den Kerbs ausgehebelt, die angetriebenen Hinterräder berühren sich: Verstappen steigt auf und bleibt auf Hamiltons Halo-Bügel aufgebockt hängen. Beide stranden im Kies. Nach dem Crash von Silverstone ist es bereits die zweite Kollision der WM-Duellanten.
Sky-Experte Ralf Schumacher: “Keiner schenkt dem anderen etwas, keiner gibt nach. Sowas passiert bei Zweien, die um die WM kämpfen. Ein Rennunfall. Aber Max hätte nichts Besseres passieren können.”
Bereits kurz nach dem Start waren die beiden WM-Kampfhähne aneinander geraten. Hamilton greift Verstappen vor der Ascari-Schikane an, doch der Red Bull-Star macht die Tür zu. Hamilton ärgert sich: “Er hat mich rausgedrückt.”
Reines Glück ist Ricciardos Sieg aber nicht: Der Australier hat sich Verstappen bereits am Start geschnappt und vom Start bis ins Ziel das Rennen dominiert.
Für Vettel war es ein Wochenede zum vergessen.
Für Sebastian Vettel ist der GP Italien ein Rennen zum Vergessen. Erst wird er von seinem eigenen Aston Martin-Teamkollegen Lance Stroll in die Wiese geschickt – Alonso, Ocon und Latifi schlüpfen mit durch. Dass der Kanadier vorher die Schikane abgekürzt hat, ignoriert die Rennleitung. Vettel fällt nach einem guten Start so auf Rang zwölf zurück.
Später wird er von Esteban Ocon (Alpine) bei einer Attacke erneut auf die Wiese gedrängt. “Er hat mir keinen Platz gelassen”, funkt ein wütender Vettel. Der Franzose bekommt fünf Strafsekunden. Doch Vettels Honey Ryder bekommt noch mehr ab. Beim Restart nach dem Unfall zwischen Hamilton und Verstappen rauscht ihm auch noch Mick Schumacher leicht in die Seite.
Der Deutsche Rekordweltmeistersohn gerät am Ende des Feldes des erneut mit seinem Haas-Teamkollegen Nikita Mazepin aneinander. Der Russe dreht den vor ihm fahrenden Schumacher vor der Ascari-Schikane um. Immerhin: Schumi junior kann weiterfahren und kommt nach einem Verbremser des Gegners wieder an seinem russischen Teamkollegen vorbei. Mazepin bekommt eine 5-Sekunden-Strafe, fällt später mit Defekt aus. Schumacher beendet das Rennen hinter Robert Kubica auf Rang 15.

Formel 1 Grand Prix von Italien
Rennen:

1. Daniel Ricciardo (Australien) – McLaren 1:21:54,365 Std.
2. Lando Norris (Großbritannien) – McLaren +1,747 Sek.
3. Valtteri Bottas (Finnland) – Mercedes +4,921
4. Charles Leclerc (Monaco) – Ferrari +7,309
5. Sergio Perez (Mexiko) – Red Bull +8,723
6. Carlos Sainz Jr. (Spanien) – Ferrari +10,535
7. Lance Stroll (Kanada) – Aston Martin +15,804
8. Fernando Alonso (Spanien) – Alpine +17,201
9. George Russell (Großbritannien) – Williams +19,742
10. Esteban Ocon (Frankreich) – Alpine +20,868
11. Nicholas Latifi (Kanada) – Williams +23,743
12. Sebastian Vettel (Heppenheim) – Aston Martin +24,621
13. Antonio Giovinazzi (Italien) – Alfa Romeo +27,216
14. Robert Kubica (Polen) – Alfa Romeo +29,769
15. Mick Schumacher (Gland/Schweiz) – Haas +51,088
Ausfälle:
Yuki Tsunoda (Japan) – Alpha Tauri (1. Rd.)
Pierre Gasly (Frankreich) – Alpha Tauri (4. Rd.)
Max Verstappen (Niederlande) – Red Bull (26. Rd.)
Lewis Hamilton (Großbritannien) – Mercedes (26. Rd.)
Nikita Masepin (Russland) – Haas (42. Rd.)
Hinweis
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Ein rabenschwarzer Tag ist es für Alpha Tauri beim Heimspiel in Italien. Bei Yuki Tsunoda wird auf dem Weg in die Startaufstellung ein mechanisches Problem identifiziert. Der Japaner muss seinen Renner in der Garage abstellen. “Sonst hätte es gefährlich werden können”, verrät Tsunoda. Auch Pierre Gasly muss nach seinem Antriebswechsel und dem Start aus der Boxengasse nach nur einer Runde aufgeben.

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