Formel 1: Qualifying Russland

Norris überrascht, Hamilton kollidiert

McLaren holt die Pole im Qualifying zum Großen Preis von Russland. Mercedes und Lewis Hamilton patzen.
Große Überraschung im Qualifying zum Großen Preis von Russland in Sotschi: Nach dem McLaren-Sieg durch Daniel Ricciardo in Monza liegt erneut ein McLaren vorn. Diesmal ist es Lando Norris, der auf abtrocknender Strecke mit Slicks die schnellste Runde dreht und sich seine erste Pole-Position holt.
"Eine verrückte Session, ich habe alles gut hinbekommen und bin extrem glücklich", jubelt Norris. "Bei solchen Wetterbedingungen muss man die Gelegenheit beim Schopf packen."
Der Engländer verweist Carlos Sainz (Ferrari) und George Russell (Williams) auf die Plätze. "Es gab nur eine Linie, die trocken war", sagt Russell. "Zwei Zentimeter daneben und es hätte schief gehen können. Wir zielen aufs Podium ab und haben nichts zu verlieren." Stark: Der zukünftige Mercedes-Pilot ist der erste, der auf Slicks wechselt. Das bringt ihm den entscheidenden Vorteil, um im Williams unter die ersten Drei zu fahren.

Formel 1 mit dem SKY Supersport Ticket erleben

Damit sind beide jungen Briten schneller als ihr Idol. Lewis Hamilton nämlich wird nach einem kuriosen Vorfall nur Vierter. Weil die nasse Strecke abtrocknet, kommt der Weltmeister zum Wechsel auf Slicks zurück in die Box, rumpelt bei der Einfahrt in die Boxengasse aber gegen die Bande. Sein Mercedes braucht eine neue Nase. Doch damit nicht genug: In seiner schnellen Runde rutscht Hamilton in der letzten Kurve erneut raus und rutscht rückwärts gegen die Reifenstapel.
Mercedes-Teamchef Toto Wolff: "Er hat ein wenig Zeit verloren, als er gegen die Wand gefahren ist. Aber wir waren grundsätzlich zu spät dran. Der Slick braucht zwei Runden, um auf Temperatur zu kommen. Die hatten wir nicht. Noch ist nichts verloren, Lewis kann auch von Platz vier gewinnen. Von der reinen Pace her sollten wir keinen Gegner haben, es ist die Frage, ob man vorbeikommt."

Lewis Hamilton erlebte eine Quali zum vergessen.

©F1 TV

Daniel Ricciardo belegt Platz fünf vor Fernando Alonso (Alpine). Mercedes-Pilot Valtteri Bottas wird seiner Favoritenrolle auf Platz sieben nicht gerecht. Sebastian Vettels Teamkollege Lance Stroll wird Achter. Red Bull-Pilot Sergio Perez startet von Rang neun.
Sebastian Vettel scheidet im zweiten Qualifying-Abschnitt aus. Der Deutsche stellt seinen Aston Martin auf Startplatz elf, wird in letzter Sekunde von George Russell (Williams) aus den Top Ten befördert. Hinter ihm: die beiden Alpha Tauri von Pierre Gasly und Yuki Tsunoda sowie Nicholas Latifi im Williams.
Vettel ärgert sich: "Das gibt's nicht! Mist! Tsunoda hat mich blockiert."
Starke Leistung auch von Mick Schumacher auf nasser Strecke. Der Haas-Pilot landet auf Platz 17 einen Rang hinter Kimi Räikkönen, aber 1,2 Sekunden VOR dessen Alfa Romeo-Teamkollegen Antonio Giovinazzi und seinem eigenen Co-Piloten Nikita Mazepin. Bemerkenswert ist der Rückstand des Russen auf den Deutschen: fast vier Sekunden! Freude will Schumi junior am Boxenfunk keine aufkommen lassen: Er beept sich selbst weg.
Schumacher erklärt: "Es hat mich doch ein bisschen gewurmt, dass wir es nicht in Q2 geschafft haben. Das hat mich geärgert, aber ich wollte keine Schimpfwörter am Boxenfunk nutzen, denn das wird teuer. Das Auto hat sich gut angefühlt. Wir haben eine gute Leistung auf die Strecke gelegt." Der Haas-Pilot wird nach den Strafversetzungen von Leclerc (Antriebswechsel) und auch Latifi von Platz 15 in den GP Russland starten.

Die Formel 1 in der Übersicht bei SKY Q

Und WM-Leader Max Verstappen? Der Red Bull-Star muss nach seinem Motorwechsel ohnehin von ganz hinten starten. Deshalb hat er seine Nase kurz auf die feuchte Strecke gehalten und ist dann ohne Zeit wieder ausgestiegen. Red Bull-Motorsportberater Helmut Marko hatte bereits vor dem Zeittraining gesagt: „Dank des Reglements haben wir unseren fixen Startplatz bereits. Wir werden nichts riskieren.“
Qualifying zum Russland Grand Prix
1. Lando Norris (Großbritannien) – McLaren 1:41,993 Min.
2. Carlos Sainz Jr. (Spanien) – Ferrari +0,517 Sek.
3. George Russell (Großbritannien) – Williams +0,990
4. Lewis Hamilton (Großbritannien) – Mercedes +2,057
5. Daniel Ricciardo (Australien) – McLaren +2,163
6. Fernando Alonso (Spanien) – Alpine +2,211
7. Valtteri Bottas (Finnland) – Mercedes +2,717
8. Lance Stroll (Kanada) – Aston Martin +2,963
9. Sergio Perez (Mexiko) – Red Bull +3,344
10. Esteban Ocon (Frankreich) – Alpine +3,872
11. Sebastian Vettel (Heppenheim) – Aston Martin 1:46,573
12. Pierre Gasly (Frankreich) – Alpha Tauri 1:46,641
13. Yuki Tsunoda (Japan) – Alpha Tauri 1:46,751
14. Nicholas Latifi (Kanada) – Williams 1:48,252
15. Charles Leclerc (Monaco) – Ferrari 1:48,470
16. Kimi Räikkönen (Finnland) – Alfa Romeo 1:49,586
17. Mick Schumacher (Gland/Schweiz) – Haas 1:49,830
18. Antonio Giovinazzi (Italien) – Alfa Romeo 1:51,023
19. Nikita Masepin (Russland) – Haas 1:53,764
20. Max Verstappen (Niederlande) – Red Bull keine Zeit

Formel 1 im TV

2021 läuft die Formel 1 bei Sky. Der Sender richtet für die neue Ära eigens einen TV-Sender ein: Sky Formel 1. Hier gibt es 24 Stunden am Tag Motorsport. Alle Trainingssitzungen, alle Qualifyings, alle Rennen immer live und ohne Werbeunterbrechung. Dazu überträgt Sky auch die Rahmenrennen Formel 2, Formel 3 und den Porsche Supercup. Auf dem Programm stehen zudem historische Rennen und Sondersendungen. Mehr Infos dazu finden Sie HIER

Fotos: McLaren

Anzeige

Automarkt

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.