Lewis Hamilton jagt am Sonntag beim Großen Preis von Ungarn seinen 100. Grand-Prix-Sieg vom besten Startplatz aus! Der Mercedes-Star holt in Budapest seine 101. Pole Position vor seinem Teamkollegen Valtteri Bottas. Im Rennen morgen kann der siebenmalige Weltmeister der erste Formel-1-Pilot werden, der einen Grand Prix neun Mal gewinnt. Red Bulls WM-Leader Max Verstappen geht von Rang drei aus ins Rennen.
Brisant: Zwischen Mercedes und Red Bull kommt es im Finale des Qualifyings wieder zu Taktikspielchen. Hamilton bremst beide Red Bull vorm letzten Run so sehr ein, dass Verstappen seine Reifen nicht richtig aufwärmen und seine Zeit nicht entscheidend verbessern kann. Perez schafft es gar nicht mehr rechtzeitig über die Ziellinie. Allein: Hamilton bummelte auch vorher schon, fuhr seine Einrollrunde im Qualifying auf dem Hungaroring nie schneller.
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Trotzdem ärgert man sich bei Red Bull: „Wir wussten, dass wir hier nicht ganz auf Augenhöhe sind“, räumt Berater Helmut Marko ein. „Bottas wäre noch zu packen gewesen. Aber dann gab es die üblichen Spielchen von Mercedes, die das Publikum gerade mit dem herrlichen Pfeifkonzert quittiert hat. Sportlich sehe ich nicht, dass das richtig ist.  Aber ich glaube, dass der Soft-Reifen am Start einen Vorteil bringen kann. Dann muss man schauen, wie sich das Rennen hinsichtlich ein oder zwei Stopps entwickelt. Bei Max sind wir bewusst auf Rot gegangen.“
Max Verstappen startet hinter beiden Mercedes
Hintergrund: Verstappen fährt am Sonntag auf roten, weichen Reifen los, beide Mercedes dagegen auf gelben Mediums. Heißt: Beide Top-Teams sind auf unterschiedlichen Strategien unterwegs, Mercedes kann den ersten Stint länger ziehen als Red Bull.
Sebastian Vettel startet den GP Ungarn von Platz zehn. „Wir haben uns schwer getan, das richtige Gefühl für die Vorderreifen zu bekommen. Da geht es aber mehr um eine Runde.“ Sein Aston Martin-Teamkollege Lance Stroll wird Zwölfter, einen Rang hinter McLaren-Pilot Daniel Ricciardo.
Schrecksekunde in der zweiten Qualifyingrunde: Ferrari-Star Carlos Sainz setzt seinen Ferrari in der letzten Kurve in die Reifenstapel. Rote Flagge. Das Qualifying muss kurz unterbrochen werden. Sainz wird 15.
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George Russell schafft es erstmals seit dem GP Portugal nicht in die zweite Qualifying-Runde. Der hochgelobte Brite wird nur 17. und landet damit einen Platz vor seinem Teamkollegen Nicholas Latifi. Anschließend entschuldigt er sich bei Williams, dass er nicht mehr aus dem Auto rausquetschen konnte. Russell: „Ich habe es heute einfach nicht so hinbekommen, hatte kein Vertrauen ins Auto und konnte nicht so angreifen.“
Pech für Mick Schumacher: Sein Haas ist nach dem schweren Unfall im dritten freien Training nicht rechtzeitig zum Qualifying fertig geworden. Für das Rennen am Sonntag muss das Team das Getriebe am Haas wechseln, der Sohn von Michael Schumacher entsprechend vom letzten Startplatz aus hinter Teamkollege Nikita Mazepin losfahren.
„Ich hab mich eigentlich recht wohl gefühlt, wahrscheinlich zu wohl“, erklärt Mick bei Sky seinen Unfall. „Dann bin ich ein bisschen arg schnell reingefahren in die Kurve mit bereits strapazierten Reifen.“ Schumacher junior sauer: „Was mich ärgert: Dass es mir wieder in FP3 passiert ist (wie schon in Monaco; d. Red.). Die Jungs waren nah dran, das Auto fertig zu kriegen, aber fünf bis sechs Minuten haben gefehlt. Umso ärgerlicher.“

Ergebnis, Qualifying zum Ungarn GP, 31.7.2021:

1. Lewis Hamilton (Großbritannien) - Mercedes 1:15,419 Min.
2. Valtteri Bottas (Finnland) - Mercedes +0,315 Sek.
3. Max Verstappen (Niederlande) - Red Bull +0,421
4. Sergio Perez (Mexiko) - Red Bull +1,002
5. Pierre Gasly (Frankreich) - Alpha Tauri +1,064
6. Lando Norris (Großbritannien) - McLaren +1,070
7. Charles Leclerc (Monaco) - Ferrari +1,077
8. Esteban Ocon (Frankreich) - Alpine +1,234
9. Fernando Alonso (Spanien) - Alpine +1,296
10. Sebastian Vettel (Heppenheim) - Aston Martin +1,331
11. Daniel Ricciardo (Australien) - McLaren 1:16,871
12. Lance Stroll (Kanada) - Aston Martin 1:16,893
13. Kimi Räikkönen (Finnland) - Alfa Romeo 1:17,564
14. Antonio Giovinazzi (Italien) - Alfa Romeo 1:17,583
15. Carlos Sainz Jr. (Spanien) - Ferrari 1:16,649
16. Yuki Tsunoda (Japan) - Alpha Tauri 1:17,919
17. George Russell (Großbritannien) - Williams 1:17,944
18. Nicholas Latifi (Kanada) - Williams 1:18,036
19. Nikita Masepin (Russland) - Haas 1:18,922
20. Mick Schumacher (Gland/Schweiz) - Haas - keine Zeit

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