Mick Schumacher (22) macht sich nach Platz 19 im Qualifying zum Großen Preis von Saudi-Arabien Sorgen über die Sicherheit des  Hochgeschwindigkeits-Stadtkurses in Jeddah. „Wir werden morgen herausfinden, ob die Strecke sicher ist“, sagt der Haas-Pilot in seiner Presserunde. Schon im Fahrerbriefing am Freitag hatten auch andere Piloten Sicherheitsbedenken geäußert.
Schumacher konkretisiert seine Sorge aufgrund der vielen blinden Kurven und nahe stehenden Mauern: „Ich kritisiere nicht den Kurs per se. Aber mein Gefühl ist: Wenn vorn etwas passiert, könnte das Hinterfeld bei hohen Geschwindigkeiten in die Gefahrenstelle reinrauschen.“
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Fürs kommende Jahr wurden bereits Änderungen angekündigt. „Das wäre gut“, betont der Sohn von Michael Schumacher. „Denn es gibt zu viele Plätze, wo etwas schief gehen kann. Und wir wollen nicht warten, bis ein schwerer Unfall passiert.“
Sein Vorschlag: „In den Kurven, in denen wir Vollgas fahren, könnte man die Mauern erweitern, damit wir mehr Überblick haben – auch bei Überrundungen im Rückspiegel.“ Genau das nämlich wird morgen eines seiner Probleme. „Es wird schwer aus dem Weg zu fahren, ohne die Reifen dreckig zu machen“, erklärt Mick. „Deshalb muss man weise wählen, wo man Platz macht. Ich hoffe, dass die Jungs Geduld haben. Wir können hier nicht einfach verschwinden.“
Mick Schumacher (22) macht sich Sorgen über die Sicherheit des Stadtkurses in Jeddah.
Dennoch ist es nicht die schwierigste Strecke, auf der Schumi junior je gefahren ist: „Macau ist schwieriger, aber man kann sie mit Monaco und Baku vergleichen.“
Der Haas-Pilot startet am Sonntag direkt hinter Kumpel Sebastian Vettel (Aston Martin). „Ich hoffe, dass ich mich mit Sebastian duellieren kann“, wünscht er sich, räumt aber ein: „Überholen scheint schwierig. Die Astons werden einen Powervorteil auf den Geraden haben.“
Schumachers Teamkollege Nikita Mazepin (Platz 20) hat indes schon im dritten freien Training die Tücken der engen Strecke mit vielen uneinsehbaren Kurven zu spüren bekommen: Er wäre fast Lewis Hamilton ins Heck gerauscht, der auf seiner Runde zurück in die Box auf der Ideallinie bummelte.
„Von meiner Seite aus war das kein Problem“, nimmt er den Briten, der dafür eine Verwarnung kassierte, aber in Schutz. „Wir trainieren unsere Reflexe, um in solchen Situationen reagieren zu können. Wir haben danach Nachrichten ausgetauscht. Er hat geschrieben, dass es ihm leid tut und er und Mercedes nicht den besten Job gemacht haben. So etwas von einem siebenmaligen Weltmeister zu hören, ist sehr schön.“
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Mazepin fordert auch keine härtere Strafe. „Ich mag Lewis wirklich sehr und wünsche ihm alles Gute im WM-Kampf. Ich will nicht, dass er meinetwegen bestraft wird.“
Auch die Kritik an der Strecke lässt der junge Russe nicht gelten. „Es ist nicht fair, die Streckendesigner zu kritisieren“, widerspricht er Mick Schumacher. „In Monaco oder Baku haben wir dieselben Probleme wie hier. Es ist Teil unseres Jobs, damit klarzukommen. Ansonsten wären wir wie Journalisten, die sich darüber beschweren, dass sie zu viel Zeit vorm Computer verbringen.“

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Von

Bianca Garloff