Das WM-Duell wird immer heißer! Lewis Hamilton (Mercedes) gewinnt den GP in Saudi-Arabien vor Max Verstappen (Red Bull) und seinem Teamkollegen Valtteri Bottas. Damit gehen die beiden WM-Rivalen punktgleich ins große Finale von Abu Dhabi in einer Woche. Tabellenführer bleibt Verstappen, weil er einen Sieg mehr auf dem Konto hat.
Allein: Der GP Saudi-Arabien wird als eines der umstrittensten Rennen in die Geschichte der Saison 2021 eingehen: mit drei Starts, zwei roten Flaggen, einem Geschacher wie auf dem Basar und einem Auffahrunfall der WM-Rivalen bei Schleichtempo!
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Auslöser des Kuriositätenkabinetts ist ausgerechnet Mick Schumacher. In Runde elf schlägt der Haas-Pilot dort ein, wo am Freitag auch Charles Leclerc abgeflogen ist. Schumi junior kommt beim Runterschalten auf den Kerb und verliert sein Heck. Er steigt unverletzt aus seinem Haas.
Verstappen und Hamilton gehen Punktgleich in das letzte Rennen der Saison.
Mercedes nutzt das folgende Safetycar mit dem Führenden Hamilton zum Boxenstopp, während Verstappen im Red Bull draußen bleibt. Der Poker geht diesmal nicht auf, denn das Rennen wird abgebrochen. Das schenkt Verstappen einen „kostenlosen“ Reifenwechsel. Beim Neustart allerdings kürzt der Niederländer in der ersten Schikane ab, während im Mittelfeld Sergio Perez und Charles Leclerc kollidieren. Weiter hinten kracht Nikita Mazepin George Russell ins Heck. Nächste rote Flagge.
Die ermöglicht einen FIA-Kuhhandel. Rennleiter Michael Masi bietet Red Bull den Deal an: Wenn Verstappen auf Startplatz eins verzichtet, setzt es keine Untersuchung wegen der abgekürzten Schikane. Red Bull akzeptiert und schraubt seinem WM-Kämpfer mittelharte Reifen auf. Mit denen gewinnt Verstappen den dritten Start.
Anschließend jagt der Mercedes-Star den Red Bull und setzt in Runde 37 zum Überholmanöver an. Verstappen wehrt sich und kürzt in der ersten Schikane erneut ab. Wenig später wird der Niederländer im Geschlängel kurz vor der letzten Kurve langsam – als wolle er Hamilton vorbeilassen. Doch der Brite weiß nicht wo und rauscht Verstappen ins Heck.
Mercedes-Teamchef Toto Wolff flippt in der Garage aus, auch Sky-Experte Ralf Schumacher legt sich fest: „Das war unsportlich von Verstappen, der hat Lewis absichtlich gebremstestet.“ Meint auch Hamilton am Boxenfunk. Der Brite bezeichnet seinen Konkurrenten als "Fucking crazy". Der Vorfall wird nach dem Rennen untersucht.
Fest steht: Beide fahren weiter, wenig später lässt Verstappen Hamilton endgültig passieren, bekommt noch eine 5-Sekunden-Strafe und wird trotzdem Zweiter.
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„Ein ereignisreiches Rennen“, ärgert sich der Red Bull-Pilot. „Viele Dinge sind passiert, mit denen ich nicht einverstanden bin. Am Ende haben die Reifen nachgelassen, trotzdem ist der zweite Platz okay.“ Zur Kollision mit Hamilton sagt er: „Ich sollte langsamer machen, bin nach rechts und er sollte links vorbei. Dann hat er mich berührt. Ich verstehe nicht ganz, was da passiert ist.“
Auch Hamilton gibt sich irritiert: „Ich fahre schon lange Rennen, aber das war unglaublich hart heute. Max ist ziemlich hart auf die Bremse gestiegen, dann bin ich ihm hinten draufgefahren. Das war verwirrend.“
Für Sebastian Vettel ist es ein Rennen zum Vergessen: Erst wird er von Yuki Tsunoda umgedreht, dann kollidiert er mit Kimi Räikkönen. Am Ende muss er seinen waidwunden Aston Martin abstellen.

Formel 1 Grand Prix von Saudi-Arabien
Rennen:

1. Lewis Hamilton (Großbritannien) – Mercedes 2:06:15,118 Std.
2. Max Verstappen (Niederlande) – Red Bull +11,825 Sek.
3. Valtteri Bottas (Finnland) – Mercedes +27,531
4. Esteban Ocon (Frankreich) – Alpine +27,633
5. Daniel Ricciardo (Australien) – McLaren +40,121
6. Pierre Gasly (Frankreich) – Alpha Tauri +41,613
7. Charles Leclerc (Monaco) – Ferrari +44,475
8. Carlos Sainz Jr. (Spanien) – Ferrari +46,606
9. Antonio Giovinazzi (Italien) – Alfa Romeo +58,505
10. Lando Norris (Großbritannien) – McLaren +1:01,358 Min.
11. Lance Stroll (Kanada) – Aston Martin +1:17,212
12. Nicholas Latifi (Kanada) – Williams +1:23,249
13. Fernando Alonso (Spanien) – Alpine + 1 Rd.
14. Yuki Tsunoda (Japan) – Alpha Tauri + 1 Rd.
15. Kimi Räikkönen (Finnland) – Alfa Romeo + 1 Rd.
Ausfälle:
Mick Schumacher (Gland/Schweiz) – Haas (9. Rd.)
George Russell (Großbritannien) – Williams (15. Rd.)
Nikita Masepin (Russland) – Haas (15. Rd.)
Sergio Perez (Mexiko) – Red Bull (15. Rd.)
Sebastian Vettel (Heppenheim) – Aston Martin (45. Rd.)

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Von

Bianca Garloff