Im Kampf um den WM-Titel kann Sebastian Vettel (34) kein Wörtchen mitreden. Bei Aston Martin befindet er mitten in der Aufbauarbeit. Trotzdem lockt schon in diesem Jahr ein Pokal: der des Fahrers mit den meisten Überholmanövern!
95 Mal konnte der Heppenheimer bisher schon an einem Konkurrenten vorbeiziehen. Im Rennen zeigt er sich stark wie eh und je. Kurios: Offenbar ist der Aston Martin ein Überholmobil. Auf Rang zwei befindet sich nämlich sein Teamkollege Lance Stroll (91), auf dem dritten Platz Fernado Alonso (88) von Alpine.
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Dabei ist die Wertung keine rein theoretische: Der Pilot mit den meisten Überholmanövern bekommt am Ende des Jahres einen Award, der von einem Sponsor der Formel 1 präsentiert wird. Die Top Ten hinter Vettel, Stroll und Alonso: Sergio Perez (83/Red Bull), Kimi Räikkönen (78/Alfa Romeo), Lando Norris (77/McLaren), Daniel Ricciardi (74) und Charles Leclerc (73).
95 Mal konnte Vettel bisher schon an einem Konkurrenten vorbeiziehen.
Dabei wird klar: Die Top-Stars belegen die hinteren Plätze. Logischer Grund: Wer von weit vorne losfährt, absolviert entsprechend weniger Überholmanöver. Bei Verstappen bildete Sotschi eine Ausnahme: Da fuhr er 15 Mal an einem Konkurrenten vorbei, weil er nach seinem Motorwechsel von ganz hinten starten musste.
Bei Licht betrachtet bedeutet Vettels Top-Position in der Überholer-Wertung also auch: Im Qualifying gehört er nicht mehr zu den Besten. Beweis: In der Statistik der durchschnittlichen Startpositionen liegt er mit einem Wert von 11,4 auf Platz zwölf.
2021 wird das auch nicht mehr besser werden. Sein Aston Martin ist nur Durchschnitt. In der WM liegt das Team weiter hinter Alpine und Alpha Tauri auf Platz sieben. Die Unterboden-Regeländerungen haben die Mercedes-Kopie von 2020 stark eingebremst. Jetzt hofft Vettel aufs nächste Jahr. Seinen Vertrag mit dem englischen Team hat er um eine Saison verlängert.
Grund: 2022 kommen ganz neue Aerodynamik- und Chassis-Regeln. Das will Vettel ausnutzen. „Ich glaube an die Stärke unseres neuen und wachsenden Teams“, sagt der Heppenheimer. „Die Änderungen sind so groß, dass sie für jede Mannschaft einen Neuanfang bedeuten. Das ist eine große Chance für uns.“
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Dann liegt er vielleicht auch bald wieder in der WM-Wertung weit vorne und nicht nur in der Tabelle der besten Überholer.

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Von

Bianca Garloff