Formel 1: Teams und Fahrer 2019

So dreht sich das Tranfer-Karussell

Die Hochphase der Transferzeit beginnt. Und die Spekulationen über die Cockpitbesetzungen 2018 überschlagen sich. Wir geben einen Überblick.
Sebastian Vettel (Vertrag bis Ende 2020)
Noch offen (Kimi Räikkönen? Charles Leclerc?)
Ihren Star Sebastian Vettel behält Ferrari. Aber die Scuderia plant schon die Zukunft. Kimi Räikkönen wird 2019 40 Jahre alt, nur Michael Schumacher hat mehr GP-Rennen für Ferrari bestritten als der Finne. Der seit Jahren im Schatten von Fernando Alonso und Sebastian Vettel stand. Dagegen Charles Leclerc: erfrischend jung (wird im Oktober 21 Jahre alt), extrem talentiert, und aus dem eigenen Förderprogramm. Der Monegasse könnte daher Räikkönen beerben, ist der Favorit von Ferrari-Präsident Sergio Marchionne. Aber: Ferrari-Teamchef Maurizio Arrivabene macht sich derzeit für Räikkönen stark. Auch weil Sebastian Vettel seinen Freund aus Finnland um des Teamfriedens Willen unbedingt behalten will. Vettel ganz offen: "Es liegt nicht an mir, aber ich würde gern mit Kimi Räikkönen weitermachen. Charles ist noch jung und hat daher keine Eile. Wobei man es als junger Fahrer meistens sehr eilig hat." Tendenz derzeit: Leclerc geht ein Jahr zu Haas, Räikkönen bleibt.
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Mercedes
Lewis Hamilton (Vertrag bis Ende 2020)
Valtteri Bottas (Vertrag bis Ende 2019, plus Option)
Hamilton hat gerade erst mit Mercedes bis 2020 verlängert. Auch Valtteri Bottas wurde mit einem neuen Vertrag ausgestattet. Der geht offiziell bis Ende 2019. Mercedes hat eine Option auf ein weiteres Jahr bis Ende 2020.
Red-Bull-Honda
Max Verstappen (Vertrag bis 2020)
Noch offen (Daniel Ricciardo? Pierre Gasly?)
Supertalent Max Verstappen ist bis 2020 fix. Daniel Ricciardo ziert sich noch. Er hat ein Mega-Angebot von McLaren und scheint auch ernsthaft drüber nachzudenken. Sollte der Australier gehen, rückt Pierre Gasly auf.
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Renault
Nico Hülkenberg (Vertrag bis Ende 2019)
Noch offen (Carlos Sainz? Esteban Ocon?)
Nico Hülkenbergs Vertrag läuft noch bis Ende nächsten Jahres. Derzeit verhandeln die Franzosen auch mit Carlos Sainz über eine Verlängerung. Eine neue Entwicklung gab's in Hockenheim: Plötzlich ist Esteban Ocon (derzeit Force India) auf dem Markt. An dem Franzosen war Renault schon letztes Jahr interessiert. Wie AUTO BILD Motorsport erfuhr, würde ihn Force India entgegen bisheriger Absagen gehen lassen.
Haas-Ferrari
Noch offen (Kevin Magnussen?)
Noch offen (Charles Leclerc? Sergio Pérez? Romain Grosjean?)

Muss Grosjean sein Haas-Cockpit 2019 räumen?

Kevin Magnussen ist bei Haas so gut wie gesetzt. In Spa steht die Verkündung des Vertrags an. Anders sieht die Sache bei Romain Grosjean aus: Der leistet sich 2018 erstaunlich viele Unfälle, verschenkt daher reihenweise WM-Punkte. Laut niederländischen Medien verhandelt Sergio Pérez mit Haas über ein Cockpit für 2019. Tendenz in Hockenheim: Ferrari will Charles Leclerc von Sauber zu Haas holen.
Force-India-Mercedes
Noch offen (Sergio Pérez?)
Noch offen (Lance Stroll? Esteban Ocon? George Russell?)
Turbulente Zeiten bei Force India. Angeblich soll es mehrere Kaufinteressenten geben. Einer davon ist BWT, ein anderer Lawrence Stroll, der für seinen Sohn Lance (derzeit Williams) gerne ein neues Cockpit hätte. Gut möglich aber auch, dass Mercedes seinen Junior George Russell mit einem Nachlass bei den Motoren ins Cockpit drückt.
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McLaren-Renault
Noch offen (Fernando Alonso?)
Noch offen (Stoffel Vandoorne? Lando Norris? Daniel Ricciardo?)
Die IndyCar-Pläne von McLaren sind auf Eis gelegt – Fernando Alonso dürfte damit 2019 eine weitere Saison an Bord bleiben. Das sind schlechte Nachrichten für Stoffel Vandoorne. Denn McLaren kann das Supertalent Lando Norris nur dann von den Abwerbeversuchen anderer Teams fernhalten, wenn sie dem Briten 2019 ein Stammcockpit geben. Und: Daniel Ricciardo ist ja auch noch nicht fix bei Red Bull. Angeblich soll McLaren ihm pro Jahr 15 Millionen Dollar geboten haben.
Toro-Rosso-Honda
Noch offen (Pierre Gasly?)
Noch offen (Dan Ticktum?)
Dass Toro Rosso mit Brendon Hartley unzufrieden ist, ist kein Geheimnis mehr. Schon mehrere Fahrer, wie Pascal Wehrlein und Lando Norris, waren noch für diese Saison als Ablöse im Gespräch. Die Allianz von Red Bull mit Honda könnte auch einen japanischen Nachwuchsfahrer ins Gespräch geben, aber Red-Bull-Nachwuchschef Dr. Helmut Marko weiß: „Das wird noch mindestens ein, zwei Jahre dauern, bis da einer kommt.“ Der beste Red-Bull-Junior ist derzeit Dan Ticktum. Doch dem Briten fehlen noch die Punkte für die Superlizenz. 
Sauber-Ferrari
Noch offen (Marcus Ericsson?)
Noch offen (Antonio Giovinazzi?)
Marcus Ericsson dürfte an Bord bleiben, dank der schwedischen Investoren. Durch die Verbindung zu Fiat/Ferrari ist Antonio Giovinazzi der designierte Nachfolger von Charles Leclerc.
Williams-Mercedes
Noch offen (Lance Stroll? George Russell? Artem Markelov? Nicholas Latifi?)
Noch offen (Sergey Sirotkin?)
Williams braucht Geld. Das bietet Sergey Sirotkin mit der russischen Bank SMP. Sollte Stroll zu Force India wechseln, ist Mercedes-Junior George Russell eine Option, aber auch zahlreiche Bezahlfahrer wie Artem Markelov oder Nicholas Latifi.

Autoren: Bianca Garloff, Michael Zeitler

Fotos: Picture Alliance

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