Was zunächst wie eine Mischung aus Toyota Land Cruiser und Land Rover Defender aussieht, ist der neue Geely Galaxy Cruiser 700. Ein Plug-in-Hybrid-SUV aus China, das in der Top-Version einen Zweiliter-Turbobenziner mit drei Elektromotoren kombiniert. So kommt das Auto auf eine Systemleistung von 1129 PS. (Erste Fahrt im Geely E5 und Starray EM-i.)

Über 1000 PS und trotzdem günstiger als ein Tiguan

Der Geely kostet 269.800 chinesische Yuan, das entspricht rund 35.000 Euro. Zum Vergleich: Selbst ein weniger geländetauglicher VW Tiguan ist mit einem Preis von 39.385 Euro teurer als der Geely.

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In China gab es laut Geely innerhalb einer Stunde satte 43.900 Vorbestellungen für den Galaxy Cruiser 700. Dabei ist auch das Basismodell mit eingerechnet. Das setzt auf einen 1,5-Liter-Vierzylinder mit lediglich 163 PS. Dafür kostet es umgerechnet aber auch nur rund 26.000 Euro.

Optische Ähnlichkeit zu Land Cruiser und Defender

Beim Außendesign erinnern vor allem die Frontscheinwerfer und Heckleuchten an Land Rover Defender. Die kantige Karosserie entspricht dem klassischen Auftritt eines echten Offroad-SUV. In der Seitenansicht sind Parallelen zum Toyota Land Cruiser unübersehbar. Der Modellname 'Cruiser' macht die Parallelen zum Toyota endgültig offensichtlich.
Geely Galaxy Cruiser 700
Das Profil des Geely Galaxy Cruiser 700 erinnert an den Toyota Land Cruiser, die Heckleuchten an den Land Rover Defender.
Bild: Geely
Im Innenraum gibt es ein zentrales Display für das Infotainment und ein digitales Kombiinstrument. Massiv wirken die großen Schalter für Offroad-Funktionen und Fahrmodi im Bereich der Mittelkonsole.
Geely Galaxy Cruiser 700
Im Innenraum dominieren ein großes Infotainment-Display und die breit aufbauende Mittelkonsole.
Bild: Geely
Ganze 17 vorkonfigurierte Fahrmodi hat der Galaxy Cruiser 700. Dazu zählt unter anderem der "Crab-Walk"-Modus. Damit lässt sich das Auto praktisch seitlich fahren. Diese Technik ist bereits aus dem Denza Z9 GT oder dem Hummer EV Pickup bekannt. Beim Geely verringert sich der Wendekreis dadurch auf winzige 3,36 Meter. Ein beeindruckender Wert für ein 5,09 Meter langes SUV.

"Battleship"-Edition liefert Schwimmmodus

Wer mit dem Geely offroad unterwegs sein will und dabei hier und da Wasser durchqueren muss, der kann die "Battleship"-Variante ordern. Das Modell verfügt über ein Propellersystem und macht das SUV damit praktisch zum Boot.
Geely bezeichnet die Funktion als Notfallmodus zum Aufschwimmen und Entkommen. Sie soll also vielmehr die Insassen im Ernstfall schützen – und nicht dazu dienen, eine Spritztour durch den See zu unternehmen.
Das Prinzip ist schnell erklärt: Sobald das Auto im Wasser ist, treiben zwei Propeller am Heck das Fahrzeug an. Optisch erinnern sie an Auspuffendrohre, tatsächlich leisten sie jeweils rund 8,6 kW. Damit kommt der Geely auf etwas mehr als 6 km/h. Ein Sonar soll dabei verhindern, dass der SUV unter Wasser mit Hindernissen kollidiert.

Geely schimmt bis zu 40 Minuten lang

Ganz ohne Limit funktioniert der Wasserbetrieb allerdings nicht. Rund 40 Minuten kann der Battleship 700 aus eigener Kraft "schwimmen", bis zu zwei Stunden soll er treiben können. Der Geely ist damit also kein Amphibienauto im klassischen Sinne. Vielmehr steckt dahinter ein Sicherheitsfeature, das die Insassen retten soll, wenn das SUV im schlimmsten Fall in tiefes Wasser gerät.
Neben der Schwimmfunktion verfügt der Battleship 700 außerdem über ein eigenes Sauerstoffsystem. Laut Geely kann der zusätzliche Sauerstoff entweder über eine Maske oder direkt im Innenraum genutzt werden – etwa bei Fahrten in großer Höhe.
Ob der facettenreiche Geely-Offroader auch nach Deutschland kommt, ist noch nicht bekannt.