Golf GTI, Impreza und 330i von Seibon
Trio Carbonara

Normalerweise präsentieren wir Euch zu jeder SEMA einen ganz besonderen Kracher. Diesmal haben wir uns gleich drei gekrallt. Wir heizten direkt von Las Vegas nach L. A., um ein Trio der spektakulären Seibon-Kreation zu erwischen.
- Isaac Hernandez
- Frank Wiesmann
BMW 330i
Schwarz auf weiß – das klingt nach nüchternen Fakten. Ganz und gar nicht langweilig dagegen: dieses Trio in kontrastierendem Schwarz auf Weiß. Schon auf der SEMA gehörten sechs gleichfarbige Seibon-Autos mit glänzend weißem Lack und matt schimmerndem Carbon zu den absoluten Publikumslieblingen. Unser USA-Korrespondent Isaac zögerte deswegen nicht lange und fragte die Carbon-Spezis prompt nach einem Fototermin. "Klar", sagten die, "doch die Autos müssen sofort auf den Transporter nach L.A. Fahrt uns doch einfach hinterher." Also rein mit der Kamera- Ausrüstung in den Mietwagen und ab nach Kalifornien, wo wir die drei geilsten Exemplare exklusiv fuhren.
BMW 330i

Hinten straffen dagegen ein Dachspoiler von AC Schnitzer sowie der markante Carbon-Deckel in M3-CSL-Optik den 3er-Hintern. Abgedunkelte Blacklines-Heckleuchten passen sich farblich dem dunklen Leichtbau-Werkstoff an. Ein großer Teil der bulligen Erscheinung geht auf das Konto von H&R-Federn. Sie legen den 330er so tief, dass für die schwarzen Lexion- Räder mit poliertem Rand kaum noch Luft bleibt. Die fetten 19-Zöller mit 9,5 und 10,5 Zoll Breite quellen förmlich aus den Radhäusern und zwingen schon mal die Falken-452-Bereifung zum Radhaus-Rendezvous. Direkt nach dem Fotoshooting montiert Duy die runden Kunststücke ab. "Kommt jetzt etwas noch Größeres?", fragen wir. "Nein, die Serien-Schlappen", antwortet er. "Den Wagen fährt nämlich meine Freundin", fügt er lachend hinzu.
Das nächste Seibon-Kunstwerk unterscheidet sich deutlich stärker von seiner Ausgangsbasis. Wie bei uns genießt der aktuelle Golf GTI auch in den USA ein hochwertig-sportliches Image. Um das optisch zu perfektionieren, räumte Seibon seine Golf-Regale leer und montierte alles, was möglich war.
Golf GTI
Vorne besteht nicht nur die Motorhaube aus Carbon, sondern auch der Kühlergrill inklusive der abtriebsteigernden Splitter. Dazu verbaute Seibon Kotflügel aus dem Verbundwerkstoff, aber nicht ohne sie vorher um zehn Millimeter zu verbreitern. Wie flüssige dunkle Lava zieht sich das teure Material über Türen und Seitenschweller bis hin zur Heckklappe samt Carbon-Spoiler als Abschlusszierde. Auch der GTI tastet Straßen mit Hilfe eines H&R-Federn-Kits ab. Dazu rollt er auf geschmiedeten, vielspeichigen 18-Zöllern aus dem Hause Volk Racing. Schließlich soll so viel Leichtbau in den engen Bergpassagen der kalifornischen Küste auch vom Fahrwerk angemessen unterstützt werden. Dazu rotzt und röchelt der GTI dank eines Ansaug-Kits sowie einer doppelten Titan-Auspuffanlage samt Kat von Injen Technology frech umher und untermalt seine renninspirierte Optik akustisch. Welch ein Genuss für alle Sinne!
Subaru Impreza

Auch der Kaltluft-Ansaugkit steht im Dienste der Leistungssteigerung und Standfestigkeit, während ein gegendruckarmer Titanauspuff von Injen Technology das aufgeladene Triebwerk lustvoll und sonor brüllen lässt. Aerodynamisch-aggressiv steht der Subaru dank eines Type-ZS-Body- Kits dar. Besonders die vielen kleinen Luftleitschaufeln schaffen messerscharfe Nippon-Optik im Stil der D1-Driftmeisterschaft. Fahrwerkstechnisch ist der Japaner mit H&R Sportfedern auch für solche Einsätze gut gerüstet. Kurvenfressen macht Riesenspaß, mit dem serienmäßigen Allradantrieb und klebrigen Falken-Pneus kennt die Rennlimousine auch keine Traktionsprobleme. Die Räder können aber nicht nur Erfolge bei der Fahrdynamik verbuchen. Die dunkelgrauen Rays-Engineering-Felgen ergänzen auch stilvoll den carbonreichen Körper des STi.
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