Hintergrund: Elektromobilität bei Volkswagen
Reichweiten bis 700 Kilometer: Das plant VW bei der Elektromobilität
VW setzt weiter auf Elektromobilität. Basis für eine neue Offensive ist eine Weiterentwicklung des MEB, mit der bald 700 Kilometer möglich sein sollen.
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- Wolfgang Gomoll
Einst stellte Ferdinand Piëch ein Geldstück hochkant auf einen Achtzylinder, um dessen Laufruhe zu demonstrieren, heutzutage präsentiert Volkswagen die Bilanz der Schäden, die durch Naturkatastrophen angerichtet wurden. VW gibt alles, um seinen Elektromobilitäts-Bemühungen Glaubwürdigkeit zu verleihen. "Wir bekennen uns zum Pariser Klimaschutzabkommen", sagt VW-Baureihenleiter Elektromobilität Andreas Krüger. Das durchaus hehre Ziel ist für die Wolfsburger aber auch eine Flucht nach vorn. Schließlich haben sie sich voll der Elektromobilität verschrieben und investieren zunächst rund 35 Milliarden Euro.
Der Start verlief nicht immer ganz rund. Den ID.3 plagten Softwareprobleme, die die Techniker erst nach und nach in den Griff bekamen. Mittlerweile erfreut sich der MEB-Erstling wachsender Beliebtheit: Rund 103.000 Europäer haben aktuell den VW ID.3 geordert. Und für den ID.4 liegen auch schon etwa 48.000 Bestellungen vor. "Jetzt fangt es langsam an, Spaß zu machen, jetzt geht es an die Kür", freut sich Andreas Krüger.
Sportliche Modelle sollen die ID-Baureihe emotionalisieren

Spitze der Baureihe: Der ID.4 GTX kommt mit 299 PS, darüber wäre auch noch R-Modell denkbar.
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Für China gibt es schon 2021 ein neues Modell

Großraum für China: Im Herbst 2021 werden ID.6 und ID.6 Cross im Reich der Mitte zu haben sein.
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So soll unter der Hülle noch einiges passieren, um VW auch in Zukunft konkurrenzfähig zu halten. Schließlich schläft die Konkurrenz nicht. "Der MEB ist im Moment noch zu konventionell", gibt Thomas Ulbrich zu. Einiges sollen drahtlose Updates richten. So peilt VW eine Ladeleistung von 250 kW an und bis spätestens Mitte 2022 sollen die Elektromobile aus Wolfsburg auch bidirektionales Laden beherrschen, also Teil des Stromnetzes werden. Mit einem intelligenten Batteriemanagement will VW der Alterung der Akkus entgegenwirken. Außerdem soll mittels Software-Updates auch die Reichweite verbessert werden.
Mit mehr Aluminium soll ab 2026 viel Gewicht gespart werden

Noch Zukunftsmusik: Der Trinity wird 2026 das erste Modell sein, das auf dem MEB Evo basiert.
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Der Schlüssel zu dieser Spitzenposition sind digitale Dienste und vor allem ein eigenes Betriebssystem. "Das OS (Operating System) ist das Rückgrat für die weitere Evolution Autos, die Grundgenetik der eigenen Fahrzeuge zu ownen ist total wichtig", macht Thomas Ulbrich klar und wischt damit sämtliche Spekulationen vom Tisch, VW könnte sich mit anderen Autobauern zusammenschließen. Zugleich macht der VW-Vorstand auch allen Ladekarten-geplagten Elektroautofahrern Hoffnung: "Das wird sich in drei bis fünf Jahren auflösen."
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