VW ID.4 im ersten Check

VW ID.4 im ersten Check

VW ID.4: Test, Elektroauto, SUV

VW macht den ID.4 zum elektrischen Tiguan-Konkurrenten

Größer als ein Tiguan – und er fährt richtig gut! Der neue VW ID.4 ist die Neuerfindung des SUVs. Ein erster Check des Wolfsburger Stromers.
Wir sitzen im Prototyp des VW ID.4, es geht von Wolfsburg nach Ehra-Lessien, Ziel: VW-Testzentrum. Dimitri Asmus, Gesamtverantwortlicher für den ID.4, fährt. Und erklärt sein Baby. Nur zweieinhalb Jahre habe die Entwicklung des Elektro-SUVs gedauert, "ziemlich sportlich". AUTO BILD: "Und was haben Sie vorher gemacht?" Der VW-Mann: "Golf R." Wenn der erste elektrische VW ID.3 ein Golf ist, dann ist der ID.4 ein Tiguan – und er fährt so, wie man es erwarten kann, wenn der Entwickler vorher einen 300-PS-Golf zum Fliegen gebracht hat; später mehr.
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VW gibt Vollgas bei der E-Mobilität. Und VW ist dieser Wagen wichtig. Markenchef Ralf Brandstätter ist extra zum Testzentrum gefahren, im Schlepptau hat er den neuen Designer Jozef Kaban (kommt von BMW, hat davor Skoda Kodiaq und Superb erfunden). Ja, Brandstätter hat AUTO BILD gelesen, ja, er hat vernommen, dass wir einige Hartplastikteile des ID.3 eher einem Twingo zugeordnet haben. "Wir erhöhen beim ID.4 die Wertigkeit", sagt der Chef. Das Auto muss funktionieren, denn es ist ein Weltauto. Den ID.3 haben sie vor allem für Europa vorgesehen, der ID.4 soll um die Welt fahren, gebaut in Zwickau und später in Emden, in China und den USA. Jetzt muss der 4,58-Meter-Crossover in Ehra-Lessien zeigen, was er kann.

Der Einstiegspreis ist verhältnismäßig günstig

VW ID.4 (2020): Neuvorstellung - SUV - Elektro - Info

Neues Elektro-SUV von VW

Wir fahren eine First-Edition-Max-Ausführung, 204 PS, 77 kWh nutzbarer Akku (82 kWh brutto), Hinterradantrieb. Natürlich volle Hütte, also mit Verstelldämpfern (DCC), Progressivlenkung, AHK (nimmt 1,2 Tonnen an den Haken), Glasdach (wie hell es hier ist!), Head-up-Display und Augmented Reality, also roter Balken für Bremshinweis und Pfeildarstellung da, wo man abbiegen soll. Und es funktioniert hier wirklich, beim ID.3 ja noch nicht. VW sagt, dass die Vollfettstufe weniger als 59.000 Euro kosten soll, die First Edition ohne DCC, Head-up-Display und weiteres Chichi weniger als 49.000 Euro. Und davon geht ja immer die Umweltprämie ab. Einstiegspreis in den ID.4 wird übrigens ohne Umweltprämie 37.000 Euro sein, dann mit weniger PS und kleinerem 52-kWh-Akku. Einfach die ID.3-Preisliste lesen und 7000 Euro draufschlagen, dann steht der Preis. Aber ist er den auch wert? 

Bei den Fahrleistungen gibt es nichts zu meckern

Nicht schlecht für einen Stromer: Der Einstiegspreis für den ID.4 liegt bei 37.000 Euro – ohne Umweltprämie.

Es geht über Feldwege, durch tiefen Sand, einen steinigen Berg hinab – ja, kann jeder x-beliebige Poloauch. Aber dann, auf dem Handlingparcours, zeigt der ID.4 seine eigentliche Stärke: 310 Nm Drehmoment, Hinterradantrieb, also keine Lenkeinflüsse an der Vorderachse. Ja, er wankt ein wenig, legt sich in die Kurve. Aber du hast nie das Gefühl, dass die Fahrbahn bitte noch zwei Meter breiter sein sollte, so sicher und exakt lässt sich der Stromer durch enge Gassen steuern. Und du hast vor allem nie das Gefühl, in einem 2,2 Tonnen schweren Auto zu sitzen, so leichtfüßig geht der ID.4 nach vorn: 8,5 Sekunden auf Tempo 100, das schaffte in den 80ern gerade mal ein Golf GTI 16V mit 139 PS, und der wog die Hälfte! 

Der tiefe Schwerpunkt ist gut für die Dynamik

Zügig: Tempo 100 hakt der ID.4 nach 8,5 Sekunden ab, das Fahrwerk ist VW-typisch gekonnt abgestimmt.

Dabei ist das Gewicht gerade eine Stärke von Elektroautos wie dem ID.4. Der Modulare Elektrobaukasten (MEB) ist wie eine Schokoladenplattform, bei der jeder Riegel ein Stück Energie liefert. Und die ganze Schoki sitzt unten, tiefer Schwerpunkt ist gut für die Dynamik. Respekt, das mit Fahrwerk und Lenkung habt ihr von VW richtig gut hinbekommen, aber das konnten die Wolfsburger ja schon immer. Und Multimedia? Wie neuer Golf und ID.3 besteht der Elektro-Crossover aus einem Touchpad und wenig Knöpfen. Hier hat sich VW vielleicht ein wenig vergaloppiert, denn die Bedienung wirkt nicht logisch, ist umständlich, teils verschachtelt. Ganz ehrlich, wir wüssten gern mal, ob es Protestbriefe der Kunden GEGEN den Drehregler für laut und leise gab; wir würden FÜR den Regler unterschreiben.

Parken mit PayByPhone

 Wird der ID.4 trotzdem ein Erfolg? JA! Denn er wird dank Umweltprämie preislich auf Augenhöhe mit dem Tiguan liegen, mit 87.771 Verkäufen im vergangenen Jahr Deutschlands beliebtestes SUV und VWs wichtigstes Modell nach dem Golf. Und er schafft – je nach Gasfuß – zwischen 350 und 520 Kilometer, kann dann mit bis zu 125 kW an der Schnellladestation Strom fassen; VW sagt: bis zu 320 Kilometer in 30 Minuten sind drin. Dimitri, der Ingenieur, war letztens mit dem Prototyp im Dänemark-Urlaub: "Ich habe den Verbrenner nicht vermisst. Nie!"
Das Fazit: Der ID.3 war der Anfang, der ID.4 wird das wichtigere Elektroauto für VW. Die Welt will SUV, also hoch sitzen. Mit dem neuen Stromer zeigt VW, dass so was zum bezahlbaren Preis geht. AUTO BILD-Testnote: 2+
Technische Daten VW ID.4 Pro Performance • Motor: Elektromotor (PSM) • Leistung: 150 kW (204 PS) • max. Drehmoment: 310 Nm • Batteriekapazität: 77 kWh (netto) • Reichweite: 520 km (WLTP) • Antrieb: Hinterrad, Einganggetriebe • Länge/Breite/Höhe: 4584/1852/1612 mm • Radstand: 2766 mm • Vmax: 160 km/h • Preis ab ca. 34.500 Euro (inklusive Umweltprämie).

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