Hyundai Tucson (2027): neue Generation
Aus dem Kompakt-SUV wird ein kantiger Kraftprotz

Hyundai erfindet den Tucson neu: Die fünfte Generation wächst deutlich, wird kantiger als je zuvor und verabschiedet sich von allen Rundungen des Vorgängers. Erste Infos!
Bild: Hyundai Motor Group
Wer glaubte, dass beispielsweise der Toyota RAV4 eigentlich schon die meisten Ecken und Kanten in einer Autokarosserie trug, der darf jetzt noch einmal neu denken. Denn ganz frisch hat Hyundai das Design der neuen und damit fünften Generation des Tucson vorgestellt – und damit auch die Abkehr von jeglichen Rundungen des Vorgängers.
Der Crossover ist kaum wiederzuerkennen
Der Tucson gehört neben dem Kona zu den beliebtesten Hyundai-Modellen in Europa. Allein 2025 registrierte das Kraftfahrt-Bundesamt fast 21.000 Neuzulassungen in Deutschland, womit der Tucson eine der wichtigsten Säulen der koreanischen Marke darstellt. Die aktuelle Generation hatte 2024 zuletzt noch mal ein umfassendes Facelift bekommen. Doch jetzt ist es Zeit für ein neues Modelljahr. Das wird deutlich robuster, denn es folgt der erstmalig mit dem Concept Three vorgestellten Designsprache "Art of Steel".
Besonders deutlich wird der Wandel im direkten Vergleich mit dem aktuellen Modell der vierten Generation. Die Front wirkt viel aufrechter und kantiger. Statt der bislang in den Kühlergrill integrierten Lichtsignatur zieht sich nun ein breites Lichtband über die gesamte Fahrzeugbreite. Daneben sitzen zwei weitere vertikale Leuchteinheiten. Eine Stufe weiter unten erhält das SUV eine kantige Schürze mit einem angedeuteten Unterbodenfahrschutz, wodurch der Neuling fast wie ein geschrumpfter Geländewagen wirkt.


Der Unterschied ist sofort sichtbar: Der aktuelle Tucson setzt auf in den Grill integrierte Leuchten, der Nachfolger zeigt sich deutlich kantiger, robuster und reduzierter.
Bild: Hyundai Motor Group
Noch größer fällt der Unterschied jedoch in der Seitenansicht aus. Der bisherige Tucson wirkt vergleichsweise flach. Die Dachlinie fällt nach hinten leicht ab, die Karosserie erscheint gestreckt und beinahe sportlich.


Vor allem die Seitenansicht zeigt den Charakterwechsel. Der neue Tucson wirkt deutlich aufrechter und erinnert stärker an den Santa Fe.
Bild: Hyundai Motor Group
Der neue Tucson verfolgt einen völlig anderen Ansatz. Die Fensterflächen stehen aufrechter, die Motorhaube wirkt höher und die gesamte Karosserie wirkt deutlich massiver. Auffällig sind vor allem die kantigen Radläufe, die fast senkrechte D-Säule und die markanten Karosseriekanten über den Radhäusern. Zusammen mit den kurzen Überhängen entsteht ein Auftritt, der eher an den großen Santa Fe als an den bisherigen Tucson erinnert. Am Heck greift Hyundai die Lichtsignatur von vorne wieder auf und zieht auch hier die markante Schürze weit nach oben.


Durchgehendes Leuchtenband statt Krallen-Optik: Das Heck des Tucson bekommt ein komplett neues Design.
Bild: Hyundai Motor Group
Größer und geräumiger
Der bulligere Eindruck entsteht nicht nur durch das Design, Hyundai hat den Tucson tatsächlich wachsen lassen. Die Länge steigt um sechs Zentimeter auf 4,70 Meter. Gleichzeitig legt das SUV vier Zentimeter in der Breite zu und kommt künftig auf 1,90 Meter. Auch die Höhe wächst um zwei Zentimeter auf 1,69 Meter. Der Radstand steigt auf 2,79 m (plus drei Zentimeter), wodurch vor allem die Passagiere im Fond profitieren sollen.
Zusätzlich vergrößert Hyundai die hinteren Seitenfenster und erweitert den Öffnungswinkel der Fondtüren, was den Einstieg erleichtern und das Raumgefühl verbessern soll.
Neues Cockpit mit "Pleos Connect"
Auch im Innenraum bleibt kaum ein Stein auf dem anderen. Hier orientiert sich der Bestseller klar am Layout des neuen Ioniq 3. Das Cockpit wird künftig vom neuen "Pleos Connect"-System dominiert. Im Mittelpunkt steht ein großer Zentralbildschirm, der laut ersten Informationen bis zu 17 Zoll messen könnte. Gleichzeitig hält Hyundai an physischen Bedienelementen für wichtige Funktionen wie Lautstärke und Klimasteuerung fest.


Der Layout des neuen Tucson orientiert sich am neuen Ioniq 3. Besonders das abgeflachte Lenkrad wirkt deutlich zeitgenössischer als beim Vorgänger.
Bild: Hyundai Motor Group
Das neue, schmale Fahrerdisplay sitzt ebenfalls wie beim Ioniq 3 weit oben im Sichtfeld des Fahrers, während neue Materialien, Ambientebeleuchtung und eine insgesamt aufgeräumtere Gestaltung den Tucson hochwertig und edel erscheinen lassen.
Zu den Motoren macht Hyundai noch keine Angaben. Doch es dürfte wohl die gewohnte Palette aus Mildhybriden, Vollhybriden und Plug-in-Hybriden werden.
Service-Links
