Wer zusätzlich zum Auto Motorrad fahren will, muss das Bike nicht getrennt versichern. Und wer jahrelang unfallfrei auf zwei Rädern unterwegs war, der kann davon beim Umstieg aufs Auto profitieren. Das Gleiche gilt auch umgekehrt. Und wer mehrere Motorräder besitzt, der hat ebenfalls die Möglichkeit, Geld zu sparen. AUTO BILD gibt Versicherungstipps für Auto- und Motorradfahrer, die bares Geld Wert sind!

Versicherungstipps für Autofahrer und Biker

Spare ich beim Anmelden eines Motorrads als Zweitfahrzeug?

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Szenario Nummer eins: Ein Autofahrer entdeckt das Motorradfahren für sich. Wer das tut, muss keine Angst vor exorbitanten Versicherungsbeiträgen haben. Ein kompletter Neueinstieg in die Versicherung mit der Schadenfreiheitsklasse 0 ist nämlich nicht nötig. Bei vielen Gesellschaften ist die Zweitwagenregelung genau genommen eine Zweitfahrzeugregelung. Das Motorrad nimmt dann den Platz eines zweiten Pkw ein. Das bedeutet, dass das Bike der annähernd gleichen Schadenfreiheitsklasse zugeordnet wird wie das bereits versicherte Auto. Dadurch wird der Unterhalt deutlich günstiger als bei einer Neuversicherung. Manche Versicherer gewähren sogar die identische Schadenfreiheitsklasse wie beim Auto.

Kann ich Schadenfreie Jahre beim Umstieg mitnehmen?

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Szenario Nummer zwei: Ein Biker muss sein Hobby aufgeben. Das bringt beim Umstieg aufs Auto in Bezug auf die Versicherung einen nicht zu unterschätzenden finanziellen Vorteil: die schadenfreien Jahre wechseln mit! War der Biker zehn Jahre unfallfrei unterwegs und hat er (oder sie) es in der Haftpflicht in die Schadenfreiheitsklasse neun geschafft, kann der Umstieg aufs Auto bei vielen Versicherern in der gleichen Schadenfreiheitsklasse gestartet werden. Man muss nicht bei null anfangen. Andersherum ist das ebenfalls möglich. Allerdings müssen zwei Dinge beachtet werden: 1. Die Rabattsysteme von Auto- und Motorradversicherung unterscheiden sich. Daher werden die schadenfreien Jahre und nicht die Prozente übertragen. 2. Die Übertragung funktioniert nicht grenzenlos. Für Motorräder gibt es bei vielen Versicherern eine maximal erreichbare Schadenfreiheitsklasse. In diesem Fall bekäme ein Autofahrer trotz 35 Jahren Schadenfreiheit maximal die SFK20. Selbstverständlich sollte auch ein Wechsel zurück zum Ursprung möglich sein.

Wie versichere ich mehrere Motorräder clever?

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Szenario Nummer drei: Der Biker fährt mehr als ein Motorrad. Wer von Zweirädern nicht genug bekommt oder für unterschiedliche Einsätze verschiedene Maschinen braucht, der kann ebenfalls von der Zweitfahrzeugregelung profitieren. Dann sollte ein Versicherungsvertrag für die Motorräder reserviert werden. Damit wird ein Bike als Erstfahrzeug und das andere als Zweitfahrzeug angemeldet. Das kann genauso für Fahranfänger interessant sein, die mithilfe von Papas oder Mamas Schadenfreiheitsklasse sparen; aber auch für Lebensgemeinschaften, in denen der eine Partner den anderen mit dem Bike-Virus angesteckt hat. Versicherungsnehmer und Fahrer müssen nicht dieselbe Person sein, jedoch sollten alle Fahrer angegeben werden.

Kann ich das Motorrad nur saisonal zulassen?

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Zusatztipp: Die 180-Tage-Regel. Saisonkennzeichen sind bei vielen Bikern beliebt. Klar, schönes Wetter zum Fahren gibt es am ehesten zwischen April und Oktober. Außerdem sinkt der Versicherungstarif durch die Ruhemonate pro Jahr. Allerdings sollte das Bike mindestens 180 Tage pro Jahr durchgehend zugelassen sein. Viele Versicherer stufen den Versicherungsnehmer nur unter dieser Voraussetzung nach einer unfallfreien Saison in die nächste Schadenfreiheitsklasse ein.