Kompakte Diesel-SUV im Test
Moderne Zeiten

Mit dem Qashqai landete Nissan einen Überraschungserfolg. Wir lassen den Neuzugang in der Klasse der kompakten SUV gegen seine Wettbewerber von Toyota, Hyundai und Jeep antreten.
- Martin Braun
Muss man gleich 50.000 Euro ausgeben, um ein besonderes Auto sein Eigen nennen zu können? Eines, das sich aus der hektischen Masse abhebt und einfach etwas mehr Souveränität und Allradsicherheit bietet? Nein, zum Glück gibt es auch in der Preisregion um 25.000 Euro angenehm komfortable Allradler, die durch ihre kompakten Abmessungen zusätzlich auch angenehm wendig bleiben. Moderne Turbodieselmotoren versprechen überdies zeitgemäße Verbräuche von rund 7,5 Liter/100 km und damit auch für Vielfahrer niedrige Unterhaltskosten. Dem Toyota RAV4 gebührt die Ehre, diese Fahrzeugklasse weltweit populär gemacht zu haben. Seit seiner Einführung im Jahre 1994 verzeichnen solche Autos drastisch steigende Verkaufszahlen. Auf die Idee, ein solches Fahrzeug auch mit Diesel- statt Benzinmotor zu bestücken, kamen die Japaner allerdings erst 2001. Dafür blieb der Toyota RAV4 auch in zweiter und dritter Generation so, wie er einst antrat: betont kompakt, betont wendig, betont leicht.

Fazit von AUTO BILD ALLRAD-Redakteur Martin Braun
Mit knappem Vorsprung gewinnt der Nissan Qashqai 2.0 dCi – ein ausgewogenes Allradauto mit guten Bremswerten zum günstigen Preis. Sein größter Nachteil: die geringe Anhängelast. Der ladefreundliche und besonders fahraktive Toyota verpasst den Sieg durch seinen hohen Preis und die teure Versicherung. Mit dürftiger Zuladung und Anhängelast verspielt der Jeep Compass die Chance, sich als amerikanische Alternative an der Spitze zu platzieren. Schade. Beim praktischen Hyundai stimmt das Preis-Leistungsverhältnis nicht mehr. Er ist zu teuer geworden.
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