Muss man gleich 50.000 Euro ausgeben, um ein besonderes Auto sein Eigen nennen zu können? Eines, das sich aus der hektischen Masse abhebt und einfach etwas mehr Souveränität und Allradsicherheit bietet? Nein, zum Glück gibt es auch in der Preisregion um 25.000 Euro angenehm komfortable Allradler, die durch ihre kompakten Abmessungen zusätzlich auch angenehm wendig bleiben. Moderne Turbodieselmotoren versprechen überdies zeitgemäße Verbräuche von rund 7,5 Liter/100 km und damit auch für Vielfahrer niedrige Unterhaltskosten. Dem Toyota RAV4 gebührt die Ehre, diese Fahrzeugklasse weltweit populär gemacht zu haben. Seit seiner Einführung im Jahre 1994 verzeichnen solche Autos drastisch steigende Verkaufszahlen. Auf die Idee, ein solches Fahrzeug auch mit Diesel- statt Benzinmotor zu bestücken, kamen die Japaner allerdings erst 2001. Dafür blieb der Toyota RAV4 auch in zweiter und dritter Generation so, wie er einst antrat: betont kompakt, betont wendig, betont leicht.
Dem Toyota RAV4 gebührt die Ehre, die Kompakt-SUV weltweit populär gemacht zu haben.
Frühe Konkurrenten wie der Honda CR-V, der Hyundai Santa Fe oder der Nissan X-Trail sahen angesichts des verblüffenden Toyota-Erfolges nur ein einziges Gegenmittel: Größenwachstum. Die Nachzügler wuchsen – und wachsen bis heute. Weil der kompakt gebliebene Toyota aber unverdrossen seine eigenen Verkaufsrekorde bricht, schieben andere Hersteller kompaktere Allradler in die gleiche Nische. Hyundai setzt unterhalb des Santa Fe den Tucson, Nissan bringt zusätzlich zum ausgewachsenen X-Trail den Qashqai. Und selbst die Amerikaner bei Chrysler/Jeep müssen angesichts des USA-Erfolges des Toyota RAV4 etwas Eigenes aus dem Konzernhut zaubern und präsentierten jüngst den Jeep Compass. Wie sich die vier Kandidaten im Vergleich geschlagen haben, erfahren Sie in unserer Bildergalerie! Oder Sie laden sich den gesamten Text mit allen Techniktabellen und Messwerten bequem in unserem { "attrs": {}, "children": [ "Heftarchiv" ], "element": "b" } herunter.

Fazit von AUTO BILD ALLRAD-Redakteur Martin Braun

Mit knappem Vorsprung gewinnt der Nissan Qashqai 2.0 dCi – ein ausgewogenes Allradauto mit guten Bremswerten zum günstigen Preis. Sein größter Nachteil: die geringe Anhängelast. Der ladefreundliche und besonders fahraktive Toyota verpasst den Sieg durch seinen hohen Preis und die teure Versicherung. Mit dürftiger Zuladung und Anhängelast verspielt der Jeep Compass die Chance, sich als amerikanische Alternative an der Spitze zu platzieren. Schade. Beim praktischen Hyundai stimmt das Preis-Leistungsverhältnis nicht mehr. Er ist zu teuer geworden.