Die 735-Euro-Frage lautet bei VW: Polo-Viertürer kaufen – oder für 735 Euro weniger den Dreitürer? Dessen coupéähnliche Dachlinie macht was her, ohne die Beinfreiheit hinten oder die Kofferraumgröße zu beschneiden. Der Zweitürer fährt sich – kein Wunder – genauso wie sein Bruder. Bremsen, Lenken, Beschleunigen, Federn – alles wie gehabt und oft gelobt. Der Zugang zum Fond ist trotz Easy-Entry-Funktion viel weniger lässig. Die Sicht nach schräg hinten ist nicht mehr ganz so souverän. Das früher abfallende und etwas flachere Dach steht mit Hochfrisuren auf Kriegsfuß. Trotzdem: Der Dreitürer hat was. Zum Beispiel ein schnelleres Heck mit schrägerer Scheibe, fetzigem Dachkantenspoiler und modischem Hüftschwung über dem hinteren Radhaus.

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VW Polo 1.2 TSI DSG
Bild: Alfred Harder
Die Coupé-Silhouette wirkt jugendlicher, sportlicher, emotionaler. Deswegen passt diese Karosserieform auch besonders gut zu dem, was VW in Sachen Polo noch so im Köcher hat. Den GTI mit 170 PS zum Beispiel. Oder den 190 PS starken R14T. Und den GTD, der 140 PS leisten soll. Für den Dreitürer prädestiniert ist auch das große Panorama-Glasdach, das ab Mitte 2010 lieferbar sein wird. Ebenfalls in Vorbereitung sind Kunstleder-Alcantara-Bezüge und die Kombination aus Xenonscheinwerfern und LED-Rückleuchten. Wir fuhren den aufgeladenen 105 PS starken 1,2-Liter-Benziner mit DSG-Getriebe. Erster Eindruck: agil, komfortabel, narrensicher. Mit dem Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe lässt es sich herrlich räubern – oder ganz entspannt gleiten.

Die Diesel sind sparsamer, aber auch teurer

Noch sparsamer und drehmomentstärker sind die Diesel, die allerdings rund 2000 Euro mehr kosten. Da hört das Sparen am Dreitürer auf.

Fazit

von

Georg Kacher
Singles und kinderlose Paare können bedenkenlos die 735 Euro sparen und den Zweitürer bestellen – ohne Abstriche bei Fahrdynamik, Qualität und Wirtschaftlichkeit.