Ja, so langsam haben wir es verstanden. Die Deutschen kaufen gerne SUVs – die soften Gelände­wagen bevölkern unsere Straßen mittlerweile an jeder Ecke. Und der neueste Trend: je kleiner, desto beliebter. Hier musste Lexus bisher passen. Lexus? Lange nicht mehr gehört? Kein Wunder, die Japaner hatten 2013 bei uns einen Marktanteil von 0,1 Prozent – macht gerade mal 1653 verkaufte Autos. Die Hybrid­-Limousinen der noblen Toyota­-Tochter locken die deutschen Käufer nicht wirklich. Mit dem neuen NX will Lexus das nun ändern. Wir haben uns den Konkurrenten von Audi Q5, BMW X3 und Mercedes GLK bereits genau angeschaut. Und der erste Eindruck zeigt: Dieser Lexus wird den Deutschen wehtun.

Touchpad statt Joystick als Bedienelement

Optisch jedenfalls bringen die Japaner frischen Wind in die Klasse. Die aggressive Front hebt sich wohltuend vom sonstigen Allerlei ab, auch Seitenansicht und Heck tragen eigenständige und durchaus mutige Züge. Im Innenraum hinge­gen nähert sich Lexus den Konkurrenten an. Das bisherige etwas verschrobene Lexus­-Bedienkonzept mit einem Joystick weicht einer Lösung mit Touchpad, die wir bereits von Audi, BMW und Mercedes kennen. Ganz neu hingegen ist die Möglichkeit, in der Mittelkonsole Smartphones kabellos zu laden. Einfach reinlegen, es lädt dann von allein. Auch das Platzangebot passt, liegt auf dem guten Niveau eines Audi Q5.

Vollhybrid mit 223 PS Systemleistung

Erstaunlich zugeknöpft sind die Japaner, wenn es um die Antriebe des NX geht. Klar ist nur, dass das SUV mit dem aus dem IS 300h bekannten Vollhybriden (223 PS Systemleistung) sowie Vorder­- und Allradantrieb angeboten wird. Gute Chancen also, dass auch Lexus in Zukunft vom SUV­-Boom profitieren kann.

Fazit

von

Stefan Voswinkel
Lexus will bei uns bekannter werden. Der NX könnte helfen. Wegen der eigenständigen Optik und auch wegen seines Hybridantriebs.