Kleiner Ausflug in die Geschichte: Es ist das Jahr 1947 und auf dem Genfer Autosalon zeigt Maserati seinen A6 1500 GT. Eine Design-Revolution und gleichzeitig der erste Maserati für die Straße. 75 Jahre später zeigen die Italiener uns die neuste Generation ihres GT und es ist wieder eine Revolution für die Marke. Der Dreizack wird elektrisch.
Carwow

Auto ganz einfach zum Bestpreis online verkaufen

Top-Preise durch geprüfte Käufer – persönliche Beratung – stressfreie Abwicklung durch kostenlose Abholung!


Denn das neue Traum-Coupé aus Turin kommt nicht nur mit dem neuen Nettuno-V6 aus dem MC20 zu den Kunden, sondern auch in der Version Folgore, was auf italienisch so etwas wie Blitzschlag oder einfach nur Blitz bedeutet.

Optisch hat sich der GT nur sanft weiterentwickelt

Wer den neuen GT zum ersten Mal sieht, wird wohl weder vom Donner gerührt sein, noch wie vom Blitz getroffen stehen bleiben. Kenner sehen zwar, dass es sich um ein komplett neues Auto handelt, auf den ersten Blick haben die Italiener das Sport-Coupé aber nur behutsam weiterentwickelt. Der Vorgänger war 15 Jahre am Markt, durchaus beliebt und genau deshalb will der Neue die Form zwar verjüngen, aber nicht komplett verändern.
Maserati GranTurismo
Maserati-typisch finden sich die drei luftauslässe hinter den Vorderrädern, die bekannte Coupé-Form bleibt erhalten.

Ein Blick in die serienmäßigen LED-Lichter verrät: Auch der neue GranTurismo ist sofort in "La Famiglia" von Maserati aufgenommen. Die Abstammung zum neuen MC 20 klar erkennbar. Die gleichen Augen!  Die typischen Proportionen: Lange Haube, kurze Überhänge und die flach abfallende Dachlinie bleiben. Genauso wie der Haifischgrill und die drei markanten Luftauslässe hinter den Vorderrädern.

Abmessungen im Überblick

• Länge: 4,97 Meter
• Breite: 2,11 Meter
• Höhe: 1,35 Meter
• Radstand: 2,93 Meter
• Kofferraumvolumen: 310 Liter (Benziner); 270 Liter (Elektro-Version)

Ein V6 in zwei Leistungsstufen und eine reine Elektro-Version

Unter der ewig langen Motorhaube schlummern drei verschiedene Versionen. Modena, Trofeo und Folgore. Letztere setzt auf drei E-Maschinen, eine auf der Vorderachse und zwei auf der Hinterachse. Alle drei leisten 300kW und bringen es zusammen auf 761 PS Systemleistung und 1350 Newtonmeter maximales Drehmoment.
Maserati GranTurismo
Auch die Heckpartie erinnert an den Vorgänger. Die vier Endrohre wird es beim Elektro-GT natürlich nicht geben.

Per Boost-Funktion sind zeitweise sogar 829 PS drin. Man kann nur erahnen, was passiert, wenn man hier den rechten Fuß lang und schmal macht. In Zahlen ausgedrückt sind es 2,7 Sekunden von 0-100 km/h und das jüngst von der Naumburger Staatsanwaltschaft vorgeschlagene Tempolimit von 200 km/h auf Deutschlands Autobahnen ist nach nur 8,8 Sekunden erreicht.

Maserati GT schafft bis zu 320 km/h

Und ja! Auch wenn Maserati keine Zeit bis Tempo 300 angibt, geht es sogar noch weiter. Mindestens 320 km/h stehen auf dem Datenblatt. Wie weit man damit allerdings kommt, ist fraglich. Grundsätzlich gibt Maserati die Reichweite mit 450 Kilometer laut WLTP an. Die Batterie hat eine nutzbare Kapazität von 83 kWh und und schafft es dank 800 Volt Technik im besten Fall mit 270 kW zu laden.
Bedeutet: Alle 5 Minuten hat man 100 Kilometer mehr im Akku. Hier schlägt noch die Stunde des Verbrenners. Denn der 70 Liter Tank ist in dieser Zeit locker wieder vollgefüllt und das reicht angeblich für 650 Kilometer Reichweite. Allerdings nicht bei artgerechter Fahrweise.

Die technischen Daten im Überblick:

Maserati GT Modena
Maserati GT Trofeo
Maserati GT Folgore
Abzweigung
Motor
Abzweigung
Abzweigung
Hubraum
Abzweigung
Abzweigung
Leistung
Abzweigung
Abzweigung
max. Drehmoment
Abzweigung
Abzweigung
0-100 km/h
Abzweigung
Abzweigung
0-200 km/h
Abzweigung
Abzweigung
Höchstgeschwindigkeit
Abzweigung
Abzweigung
Batteriekapazität
Abzweigung
Abzweigung
Leergewicht
Abzweigung
Abzweigung
Kofferraumvolumen
Abzweigung
V6-Biturbo
2992 cm³
360 kW (490 PS)
600 Nm
3,9 s
13,0 s
302 km/h
1795 kg
310 l
V6-Biturbo
2992 cm³
404 kW (550 PS)
650 Nm
3,5 s
11,4 s
320 km/h
1795 kg
310 l
3 Elektromotoren
560 kW (762 PS)
Max. Boost: 610 kW (829 PS)
1350 Nm
2,7 s
8,8 s
320 km/h
92,5 kWh (Brutto)
83 kWh (Netto)
2260 kg
270 l

Der Motor ist zumindest als Basis schon vom neuen MC 20 bekannt. Es ist ein 3,0-Liter-V6-Twin-Turbomotor mit dem Zusatz Nettuno. Beim GT gibt es ihn in der Modena-Version mit 490 PS und 600 Nm sowie in der Trofeo Variante mit 550 PS und 650 Nm. Beide sind gekoppelt an die bekannte 8-Gang-Automatik von ZF, die zum Beispiel auch im SUV Grecale ihren Dienst tut.

Immer Allradantrieb im neuen GT

Maserati hat sich bewusst gegen das Doppelkupplungs-Getriebe aus dem MC 20 entschieden, da der GranTurismo schon namentlich weniger auf die Rennstrecke setzt und dazu noch alltagstauglicher und komfortabler ausfallen soll, als der Vorgänger. Dafür kommt er zum Beispiel auch immer mit Allrad-Antrieb.
Maserati GranTurismo
Noch ist das Cockpit abgedeckt, es wird aber wohl drei Bildschirme geben: einer hinterm Lenkrad, ein Touch-Display in der Mitte und einer für die Klimabedienung.

Trotzdem muss sich der Maserati GT natürlich vor dem sportlichen Einsatz verstecken. Sprintwerte auf 200 km/h von 13,0 und 11,4 Sekunden sowie 302 oder sogar 320 km/h Spitze reichen für mehr, als nur das Quartettspiel. Das Wichtigste: Auch wenn die letzte Abnahme noch fehlt, können wir jetzt schon verraten. Der Sound klingt trotz sechs Zylindern immer noch nach Maserati.

Platz für vier Personen im Maserati GT

Der Innenraum ist zwar noch abgedeckt, aber ein Blick in das Cockpit des MC 20 lässt zumindest erahnen, was die Kunden vom GT erwarten können. Drei Bildschirme, einer hinterm Lenkrad, ein Touchsreen in der Mitte und ebenso einer für die Klimabedienung dominieren das Cockpit.
Dazu kommt ein optionales Head-up-Display, eine Smartwatch statt analogen Zweitmesser in der Mitte sowie kabellose Anbindung ans Smartphone. Dank "Over the Air Updates" soll das System immer auf dem neusten Stand bleiben.
Maserati GranTurismo
Etwas eng, aber auch in Reihe zwei können Passagiere mitfahren. Für ein besseres Raumgefühl zieht sich die Heckscheibe weit ins Dach.

Zum Abschluss blicken wir mal in Reihe Zwei. Hier haben die Italiener den Mitreisenden 4,6 Zentimeter mehr Beinfreiheit geschenkt und für mehr Helligkeit eine weit ins Dach gezogene Heckscheibe. Sogar der Kofferraum ist mit 310 Litern beim Verbrenner und 270 Liter beim E-Antrieb plus Skidurchreiche auch für den Urlaub nutzbar.
Wen angesichts dieser Bilder der Blitz getroffen hat, der kann jetzt schon bestellen. Preise verrät Maserati noch nicht, aber man kann davon ausgehen, dass es für den Benziner nicht unter 150.000 Euro losgeht und die E-Variante erst über 200.000 startet. Die ersten Auslieferungen sind für Januar 2023 geplant.