Mazda3: Connectivity-Check, Cockpit, Infotainment

Mazda3-Cockpit: Vor- und Nachteile

Mazda hat das Cockpit des Mazda3 stark überarbeitet. Doch überzeugt es auch im ersten Connectivity-Check von AUTO BILD?

Zusammenfassung:

+ Sämtliche Bedienelemente sind leicht zu finden und intuitiv bedienbar
+ Das Menü des Infotainments ist ebenfalls einfach strukturiert und sehr verständlich
+ Hohe Auflösung und blitzschnelle Reaktionszeit beim Infotainment
+ Sehr geringe Ladezeit beim Systemstart
+ Überarbeitete und verbesserte Sprachsteuerung
+ Gute Integration von CarPlay und Android Auto
+ Ausgezeichnetes Preis-Leistungs-Niveau
 
- Kein Touchscreen
- Sprachsteuerung greift nicht auf Fahrzeugfunktionen zu

Einfacher Aufbau im Cockpit. Alles lässt sich intuitiv bedienen. 

Schön, wenn Versprechen gehalten werden. In der Pressemitteilung zum Mazda3 versprechen die Japaner eine einfache und intuitive Bedienung im Cockpit. Dem wird sogar eine Philosophie namens "Jinba Ittai" zugrunde gelegt. Sie strebt nach einer intuitiven und natürlichen Harmonie zwischen Fahrer und Fahrzeug. Klingt hochtrabend, trifft aber auf die neue Kommandozentrale des Mazda3 zu. Bedienelemente, Anzeigen und Displays sind überschaubar angeordnet, einfach und intuitiv zu finden. Auf Überflüssiges und Ablenkendes wurde verzichtet. Und, nebenbei bemerkt, fühlt sich alles wertig und gut an. Lediglich die Symbole für Sprachsteuerung etc. auf den silbernen Tasten auf den Lenkradspeichen sind schwer ablesbar und nicht sofort zu erkennen. Mehr über den Innenraum erfahren Sie hier

Mazda verzichtet endgültig auf einen Touchscreen

Der Dreh-Drück-Schalter ist weiter nach vorne gerückt und besser zu erreichen. 

Der erste gute Eindruck vom simplen und intuitiven Aufbau bleibt auch bei der Menü-Bedienung bestehen. Die Einstellungen sind links vertikal untereinander im Hauptmenü angeordnet, rechts erklärt Mazda in wenigen Worten, was sich hinter den jeweiligen Untermenüs verbirgt. Auch eine Ebene tiefer bleibt die Struktur simpel und ist nicht verschachtelt. Und wie bedient man das Menü? Nachdem Mazda bei seinen letzten Modellüberarbeitungen die Touchfunktion schon während der Fahrt gesperrt hat, wurde nun komplett darauf verzichtet, auf den Finger zu gehorchen. Einen Touchscreen gibt es nicht. Die Bedienung ist nur über den Dreh-Drück-Schalter, der bei Mazda Multi Commander heißt, möglich. Immerhin wurde er im Vergleich zum Vorgängermodell weiter vorne angeordnet. In Kombination mit der verlängerten Armablage ist die Bedienung des Dreh-Drück-Schalter einfacher, weil ohne Verrenkung Arm und Handgelenk besser stabilisiert sind.

Hohe Auflösung, schnelle Reaktionszeit und kaum Ladezeit

Super Auflösung und schnelle Ladezeiten beim Infotainment. 

Der Verzicht auf die Touchfunktion ist schade. Sicherlich ließe sich der recht weit entfernte Hauptbildschirm ohnehin schlecht erreichen, dennoch sollte der Kunde die Wahl haben, welche Art der Bedienung vorgezogen wird. Dafür glänzt das 8,8 Zoll große Zentraldisplay mit einer gestochen scharfen Auflösung und einer blitzschnellen Reaktionszeit. Besonders beachtlich ist die kurze Zeitspanne, in der sich das gesamte System nach einem Start hochfährt und verfügbar ist. Mazda hat die Ladezeit durch Hard- und Softwareoptimierung um die Hälfte verkürzt. Gefühlt kann man von einem Wimpernschlag sprechen. Da können auch Premiumhersteller wie beispielsweise Audi nicht mithalten. Der Tacho wird beim Mazda3 durch einen 7-Zoll-TFT-Bildschirm mit digitale Tachoeinheit ersetzt. Für alle, die auf analog stehen, gibt es immerhin noch rechts und links daneben klassischen Drehzahlmesser und Tank- und Temperatur-Anzeigen. Beim digitalen Tacho gibt es nicht zu viele Konfigurationsmöglichkeiten. Geschwindigkeit, Fahrzeugdaten sowie Assistenzsysteme stehen zur Wahl und das reicht auch!

Überarbeitete Sprachsteuerung im Mazda3

Mazda hat die Sprachsteuerung beim Mazda3 überarbeitet. Jetzt sind längere Befehle und auch das Unterbrechen mit neuen Befehlen möglich. Das System kommt zwar nicht an die Intelligenz eines MBUX von Mercedes oder Intelligent Personal Assistant von BMW, ist aber trotzdem deutlich besser als beim Vorgänger. Navi-Eingaben lassen sich problemlos per Sprachbefehl machen. Auf Fahrzeugfunktionen wie beispielsweise die Sitzheizung greift die Sprachsteuerung leider nicht zu. Außerdem ist die Mazda-Sprachsteuerung nicht mehr anwählbar, wenn Apple CarPlay oder Android Auto aktiviert sind. Dann steuert die Sprachtaste nur noch Siri oder den Google Assistant an.

CarPlay und Android Auto sind serienmäßig

Apple CarPlay und Android Auto sind serienmäßig an Bord und gut ins Infotainment integriert. Zwei USB-Anschlüsse, einer unter der Mittelarmablage und einer im Ablagefach der Mittelkonsole, erlauben die Kopplung von Smartphones. Der Verzicht auf einen Touchscreen macht die Menübedienung von CarPlay umständlich, da man durch jede App durchscrollen muss, bevor man am Ziel ist. Dafür hat Mazda die Schnellwahltasten für Navi, Musik, Hauptmenü und zurück vorbildlich auf Apple und Android eingespielt. Alle Tasten funktionieren auch bei den Drittanbietern. Für mehr Connectivity haben die Japaner die Mazda App mit einer digitalen Bedienungsanleitung. Sie ist direkt an Anzeigen und Warnungen im digitalen Tacho gekoppelt und erklärt bei Bedarf genauer, was ein aufleuchtendes Symbol bedeutet. Allerdings fehlen in der App Remotefunktionen.

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