Preis und Marktstart des neuen Mercedes-AMG C 63

Die taufrische Mercedes C-Klasse ist da, und auch die AMG-Derivate werden nicht mehr allzu lange auf sich warten lassen. Der V8-Biturbo mit der Kennung M 177 wird es nicht in die nächste Generation schaffen. Bedeutet: kein V8 mehr im C 63! Und es kommt noch härter: Wie seine zivilen Geschwister wird auch der C 63 auf einen Vierzylinder setzen. Wie bei allen kommenden AMG-Modellen lautet die Devise stattdessen E-Turbolader und Elektrifizierung, um dem neuen 63er die nötige Power einzuhauchen. Laut einer Meldung vom britischen "Car Magazine" sollen es 558 PS werden, mit denen der C 63 S seine schärfsten Konkurrenten BMW M3/M4 und Audi RS 4 klar übertrumpft. Und auch beim Verbrauch soll er Bestwerte schaffen.
Hinweis
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Die AMG-Derivate dürften nicht vor Ende 2021 präsentiert werden und wohl Anfang 2022 auf den Markt kommen. Preislich beginnt der 510 PS starke AMG C 63 S als Limousine aktuell bei 87.049 Euro. Der Nachfolger dürfte bei knapp 90.000 Euro starten, das schwächere Modell ohne S etwa 9000 Euro darunter. Unsicher ist, ob Mercedes den C 63 weiterhin auch als Coupé und Cabrio anbieten wird – die beiden Karosserievarianten standen zuletzt auf der Kippe.

Vierzylinder aus dem AMG A 45 auch für den C 63?

Im nächsten AMG C 63 (S) wird der M 139-Turbovierzylinder aus dem A 45 S arbeiten. Statt 421 wird er rund 450 PS leisten und soll dank E-Turbolader ein exzellentes Ansprechverhalten bieten. Unterstützung bekommt der kleine Verbrenner von einem integrierten Startergenerator und einem bis zu 204 PS starken E-Motor am Heck, jeweils gespeist von einem 400-Volt-Bordnetz. Der E-Motor ist an ein Zweigang-Getriebe gekoppelt, das ihn stets im optimalen Betriebsbereich halten soll. Insgesamt sollen Systemwerte von 558 PS und 800 Nm Drehmoment anliegen – der Antriebsstrang soll über 650 PS leisten können. Das sind 48 PS und 100 Nm mehr als beim auslaufenden C 63 S mit V8. Der normale C 63 ohne "S" dürfte mit rund 500 PS an den Start gehen, bisher hatte er 476 PS. Nach oben gehen allerdings auch andere Zahlen. Batterie und Elektromotoren lassen das Leergewicht offenbar um rund 200 Kilogramm auf knapp zwei Tonnen ansteigen! Dafür sorgt der leichtere Vierzylinder für eine optimale Gewichtsverteilung von 50:50. Von 0 auf 100 km/h sollen trotz des hohen Gewichts nur 3,5 Sekunden vergehen, womit der Mercedes-AMG C 63 dem BMW M3 Competition 0,3 Sekunden einschenken würde. Maximal sollen nach wie vor 290 km/h drin sein, die offenbar auch bei leerer Batterie erreicht werden. Die gute Beschleunigung ist auch ein Verdienst des serienmäßigen Allradantriebs.
Mercedes-AMG A-Klasse A 45 S !! SPERRFRIST 31. Juli 19  00.01 Uhr !!
Der Vierzylinder aus dem A 45 S (Bild) soll mit E-Turbo im neuen C 63 für rund 450 PS gut sein.
Die Batterie hat eine relativ geringe Kapazität von 6,1 kWh. Das liegt daran, dass sie vor allem auf Power-Unterstützung ausgelegt ist und quasi als Bonus eine gewisse elektrische Reichweite bereithält. Genaue Werte gibt Mercedes noch nicht bekannt. Die angepeilten Verbrauchswerte von drei Liter auf 100 Kilometer dürften aber nur in der Theorie zu schaffen sein. Weniger als der alte V8 wird er aber in jedem Fall verbrauchen. Nur von dessen herrlich bollerndem Sound wird man sich verabschieden müssen.

Allrad für alle AMG-Modelle der Mercedes C-Klasse

Alle AMG-C-Klassen werden einen Allradantrieb bekommen. Das hat bis jetzt nur der C 43 4Matic. Zur Beruhigung sei gesagt, dass es einen serienmäßigen Driftmodus geben wird – das Querfahren wird also weiterhin möglich sein. Die Neungang-Automatik des auslaufenden Modells wird auch im Nachfolger als Standardgetriebe dienen.

AMG-Modelle mit Plug-in-Hybridantrieb heißen "E-Performance"

Auch die nächste Generation des Mercedes-AMG C 63 wird neben der Limousine wieder als Kombi (T-Modell) angeboten. Das Coupé könnte wie auch bei der normalen C-Klasse entfallen. Eine weitere Änderung wird es bei der Nomenklatur geben: Aufgrund der E-Unterstützung wird der Neue den Namenszusatz "E-Performance" tragen, was wohl zum komplizierten Namen "Mercedes-AMG C 63 S 4Matic+ E-Performance" führen wird. Der aktuelle C 43 könnte in C 45 umbenannt werden, weil auch er wahrscheinlich den A 45-Vierzylinder übernimmt und die Bezeichnung entsprechend angepasst werden müsste. Einen C 53 analog zum E 53 wird es wohl nicht geben, die Lücke zwischen C 45 und C 63 wäre zu klein.
Mercedes C63 AMG
Das neue Markengesicht mit den schmalen Leuchten von S- und E-Klasse schmückt künftig auch die C-Klasse.

Optisch bleibt sich der C 63 treu

Die AUTO BILD-Erlkönigjäger haben kürzlich einen getarnten W 206 erwischt, bei dem es sich wohl um den nächsten C 63 handelt. Unsere Illustration zeigt, wie der ungetarnte Mittelklasse-AMG aussehen könnte: Wenig überraschend bekommt auch er das neue Markengesicht verpasst, das AMG GT Viertürer, CLS, die neue S-Klasse und das E-Klasse Facelift bereits tragen.
Hinweis
Gebrauchte Mercedes-AMG C 63 mit Garantie
Schmale Scheinwerfer blicken angriffslustiger, über die Frontschürze mit gefräßigen Lufteinlässen spannt sich eine schwarze Zierspange. Sie könnte wie beim Facelift der E-Klasse optional in Carbon zu haben sein. Powerdomes auf der Motorhaube, Panamericana-Grill und Räder mit Zentralverschluss-Optik sind auch beim nächsten C 63 Ehrensache. (Das sind die besten Sommerreifen 2021!) Am Heck dürfte der 63er standesgemäß vier eckige Auspuffendrohre tragen. Im Innenraum bekommt auch die nächste C-Klasse den großen Zentralbildschirm der neuen S-Klasse, über den fast sämtliche Fahrzeugfunktionen gesteuert werden.

Gebrauchte C 63 W 205 ab ca. 36.000 Euro

Wer zukünftig also noch einen V8 in seiner C-Klasse möchte, der muss sich wohl auf dem Gebrauchtwagenmarkt umsehen. Gepflegte AMG C 63 der auslaufenden Generation W 205 beginnen als gebrauchte Limousine bei etwa 36.000 Euro, für ein S-Modell werden etwa 10.000 Euro mehr fällig. (Die Mercedes C-Klasse W 205 im Gebrauchtwagen-Check!)