Die Kombination aus Diesel und Elektromotor beim Hybridantrieb ist bei der Konkurrenz in den vergangenen Jahren weitgehend durchgefallen. Peugeot und Land Rover haben es versucht, BMW und Volkswagen haben die Entwicklungen bereits vor Marktreife eingestellt. 
Hauptgründe waren die überschaubare Verbrauchsersparnis bei den Dieselhybriden im Alltag und die hohen Kosten. Umso überraschender, dass Mercedes bei der neuen C-Klasse am Doppelherz mit Selbstzünder festhält und den Antrieb neben dem Benzin-Hybrid weiterhin anbietet.

Das Elektromodul arbeitet im Diesel und im Benziner

Mercedes C-Klasse PHEV
Kräftig: Der Elektromotor in der hybriden C-Klasse unterstützt die Verbrenner mit 129 PS und 440 Nm.
Bild: Daimler AG
So wird im Mercedes C 300 de PHEV der zwei Liter große und mit 200 PS und 400 Nm nicht wirklich schwache Commonrail-Diesel von einem Elektromotor unterstützt, der weitere 129 PS und 440 Nm beisteuert. Er soll die Anfahrschwäche des Diesels überspielen und beim Überholen für das entscheidende Extra an Durchzugskraft sorgen. Dasselbe Elektromodul steckt mit identischen Leistungswerten auch im C 300 e und unterstützt dort den Benziner mit seinen 204 PS und 320 Nm. Sowohl Diesel als auch Benziner sollen rein elektrisch 100 Kilometer weit kommen und bis zu 140 km/h schaffen. Das im Boden verbaute 25,4-kWh-Batteriepaket des Schwaben lässt sich mit dem optionalen 55-kW-Lader in 30 Minuten wieder aufladen. Serienmäßig lässt die C-Klasse Ladeströme bis 11 kW zu.
Mit Einschränkungen im Laderaum muss man sich auch bei den neuen C-Klasse-Hybriden arrangieren. Jedoch ist die störende Kante im Ladeboden im Vergleich zum Vorgänger verschwunden und man kann größere Gegenstände problemlos durchladen. Das Gepäckvolumen beim Mercedes C-Klasse T-Modell stieg dadurch immerhin auf 360 Liter; bei umgeklappter Rückbank passen 1375 Liter ins Fahrzeug. Luftfederung und Niveauregulierung sind für C-Klasse Limousine und Kombi serienmäßig, auf Wunsch gibt es erstmals eine Hinterachslenkung.