Mercedes C-Klasse und S-Klasse bedienen zwei ganz verschiedene Marktsegmente. Die große Limousine steht für Prestige und Opulenz, die kleinere für Alltagsnutzen und etwas Sportlichkeit. Klar, dass die Autos ihren Anspruch auch nach außen tragen müssen – und das tun sie. Bei aller Markenzugehörigkeit und Kohärenz in der Formensprache sind die Design-Unterschiede nämlich größer, als man auf den ersten Blick glauben mag. AUTO BILD macht den Direkt-Vergleich zwischen der neuen W 223er Mercedes S-Klasse und der W 206er C-Klasse.

Die neue C-Klasse ist optisch deutlich sportlicher geworden

Mercedes Immendingen
Die S-Klasse wirkt durch optische Tricks noch länger, als sie gegenüber der C-Klasse ohnehin schon ist.


Die neue C-Klasse soll mehr Sportlichkeit verströmen als zuvor. Damit das bei rund 4,75 Meter Länge gelingt (+6,5 cm), hat Mercedes der Silhouette eine Keilform verpasst. Die Front ist geduckt, der vordere Überhang kurz, die Fahrgastzelle nach hinten versetzt. Verstärkt wird der Eindruck von der sogenannten "Catwalk-Linie". Aus dem Designer-Sprech übersetzt ist das der Falz unterhalb der Fensterkante, der sich vom Heckbereich in die Front zieht und stetig nach unten abfällt.
Hinweis
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Dass die Linie nicht ganz bis an die Leuchten heranreicht, soll das Auto optisch verkürzen. Front und Heck sind zudem vergleichsweise angriffslustig gestaltet. Vorne wird das durch schmale Scheinwerfer und einen stämmigen Trapez-Grill erreicht, während die zweigeteilten Heckleuchten nach innen geneigt sind.

Selbst in der Langversion soll die S-Klasse noch länger wirken

Mercedes Immendingen
Im direkten Vergleich wird klar, wie unterschiedlich die Rückleuchten von C- und S-Klasse ausfallen.

Zum Vergleich die S-Klasse. Statt der nach vorne fließenden Keilform der C-Klasse neigt sich die große Schwester nach hinten und setzt den optischen Schwerpunkt höher. Das beginnt beim zurückgelehnten Grill ohne Stern, der stattdessen weiter oben auf der Motorhaube thront. Die "Catwalk-Linie" zieht sich bei der S-Klasse über die gesamte Flanke und fällt nach hinten ab. So wirkt selbst die 5,29 Meter messende Langversion noch länger. Am Heck gibt es mehr Chromschmuck als bei der C-Klasse. Allem voran in Form der Zierleiste oberhalb der Heckleuchten, die den Blick automatisch nach oben lenkt. Die Rückleuchten selbst sind horizontal ausgerichtet und lassen den Abschluss ruhiger wirken.
Hinweis
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Unter dem Strich nehmen C- und S-Klasse ähnliche Designfeatures und interpretieren sie auf eigene Art und Weise. So entstehen zwei Limousinen unterschiedlicher Prägung, die auf ganz verschiedene Kundenkreise abzielen. Weitere Design-Details und die Unterschiede im Innenraum zeigt das Video.