Facelift für das kleinste Elektroauto von Mercedes. Der EQA bildet den Einstieg in die EQ-Welt und nach nur zweieinhalb Jahren wird es Zeit für ein Update. Das fällt allerdings eher behutsam aus!

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Nach A- und B-Klasse, CLA, GLA und GLB sind jetzt auch die elektrischen Modelle der Kompaktklasse dran. Im letzten Jahr konnte Mercedes in Deutschland rund 6900 EQA verkaufen, damit das in Zukunft deutlich mehr werden, gönnen die Stuttgarter dem 4,46 Meter langen Elektrobruder des GLA eine frische Optik, Effizienz-Updates und mehr Ausstattung.

Design: Extraladung Sterne für die Front

An der Front orientiert sich der "kleine" EQA jetzt an den großen Geschwistern EQE und EQS. Der EQ-spezifische Black Panel-Kühlergrill-Ersatz wird mit vielen kleinen Mercedes-Sternen garniert (Star Pattern genannt). In der "Electric-Art"- und "AMG-Line" sind die in Silber ausgeführt, was ziemlich auffällig ist. Wer es dezenter mag, bestellt die Basisausstattung "Progressive" mit schwarzen Sternen. In jedem Fall sind die Sterne dreidimensional ausgeformt.
Mercedes EQA
Platz genug für Sack und Pack: Der Kofferraum des EQA schluckt zwischen 340 und 1320 Liter.

Bild: Mercedes-Benz Group

Zudem gibt es vier neue Felgendesigns in 18- bis 20-Zoll, wobei die 18-Zöller mit rollwiderstandsoptimierten Reifen ausgestattet sind. Ein Detail für Kenner ist die zusätzliche Abrisskante in den Seitenschwellern direkt vor den Hinterrädern. Zusammen mit einer kleinen Kante in den Rückleuchten soll so die Effizienz minimal verbessert wurden sein.

Innenraum: neues Lenkrad und mehr Serienausstattung

Zum Modelljahr 2024 erhält auch der EQA die neue Lenkradgeneration. Im Testwagen war allerdings nicht die bekannte Version mit den zwei Doppelspeichen verbaut, die gibt es nur in den höheren Ausstattungslinien "Electric Art" und "AMG-Line". In der Basisversion "Progressive" bekommen Kunden ein anderes Lenkrad, das aber ebenfalls über Touchflächen verfügt.
Neben neuen Zierleisten und dem jetzt serienmäßigen USB-Paket, gibt es ab sofort das mittige 10,25 Zoll Infotainmentdisplay serienmäßig (zuvor 7 Zoll). Wer den sleeken Windscreen-Look möchte, muss bei den digitalen Instrumenten aber draufzahlen. Hier ist weiterhin die 7-Zoll-Variante Serie.
Keine Überraschung, aber trotzdem schade: Wie bei den Verbrenner-Modellen der Kompaktklasse spart Mercedes auch im EQA das nützliche Trackpad in der Mittelkonsole ein. Die Bedienung erfolgt ab sofort also nur noch über den Touchscreen oder die hervorragende Sprachbedienung, die dank neuester MBUX-Generation noch mal verbessert wurde.
Außerdem verfügt der EQA über die Funktion Reichweiten-Maximierung bei der mittels eines Klicks verschiedene Verbraucher ausgeschaltet werden und die Reichweite dadurch ansteigt.

Ausstattung: mehr ist immer gut

Zusätzlich zur verbesserten Serienausstattung im Interieur bietet Mercedes für den EQA weiterhin eine Anhängerkupplung an. Neu ist hierbei, dass die Anhängelasten deutlich erhöht wurden. Statt zuvor 750 Kilo können EQA 250 und 250+ jetzt 1500 Kilo ziehen, die 4Matic-Versionen sogar maximal 1800 Kilo.
Mercedes EQA
Das 10,25-Zoll-Zentraldisplay gibt's jetzt serienmäßig, dazu kommen Over-the-Air-Updates.
Bild: Mercedes-Benz Group

Mit dem Facelift führt Mercedes zudem den "Plug&Charge" genannten Dienst auch für die Elektro-Einstiegsmodelle ein. Hierbei ist keine Ladekarte mehr nötig. An entsprechenden Ladestationen von Ionity und Aral kommunizieren Auto und Ladesäule über das Kabel. Abgerechnet wird bequem über den persönlichen Mercedes me-Account.

Motorisierungen: EQA jetzt mit bis zu 550 Kilometern Reichweite

Keine Überraschungen bei den Antrieben. Hier bleibt grundlegend alles beim Alten: Das Basismodell ist der EQA 250 mit 140 kW (190 PS), darüber rangiert der gleichstarke EQA 250+ mit größerem Akku (70,5 statt 66,5 kWh) und auch die 4Matic-Versionen EQA 300 (168 kW) und EQA 350 (228 kW) bleiben im Programm.
Gut, durch die kleinen aerodynamischen Optimierungen konnten die Reichweiten minimal verbessert werden. So kommt der EQA 250+ unter Idealbedingungen jetzt bis zu 550 Kilometer mit einer Akkuladung (zuvor 531 Kilometer). Die Ladeleistung bleibt bei unveränderten 11 kW (AC) beziehungsweise 100 kW (DC).

Preise und Marktstart: der EQA soll nicht viel teurer werden

Einen offiziellen Preis verrät Mercedes noch nicht, aber Preissprünge von 5000 Euro oder mehr, wie beim GLA und GLB Facelift soll es bei den Elektroversionen nicht geben. Trotz Mehrausstattung soll das Preisniveau (EQA 250 ab 48.992 Euro inkl. Hersteller-Anteil am Umweltbonus) gehalten werden. Bestellbar sind EQA und EQB Facelift ab Herbst 2023, die ersten Kundenfahrzeuge sollen ab Anfang 2024 ausgeliefert werden.

Fazit

Die neue Front mit vielen kleinen Mercedes-Sternen steht dem EQA gut und verleiht ihm einen Hauch mehr Extravaganz. Mehrausstattung und der, zugegeben, minimale Zugewinn an Reichweite nimmt man gerne mit solange die Preise letztendlich auf dem aktuellen Niveau bleiben.