Bis 2030 soll die Hälfte aller verkauften Mercedes-Neuwagen einen Elektroantrieb haben. Den Anfang macht 2021 das Topmodell EQS. Etwas später, aber ebenfalls 2021, dürfte eine Klasse darunter dann der EQE (interner Code: V 296) an den Start gehen. Der Elektro-Benz ist kürzer als die E-Klasse mit Verbrenner, entspricht von den Innenmaßen her aber sogar der aktuell nur in China erhältlichen Langversion. Zwischen den Achsen sitzt der 11,5 Zentimeter hohe, rundum abgesicherte und aufwendig gekühlte Batterietrog, der von unten zugänglich ist. Mercedes peilt für alle EQ-Modelle eine Mindestreichweite von rund 600 Kilometer an. Allrad und deutlich über 400 PS sind für den EQE zum Marktstart wahrscheinlich, später dürfte es noch Versionen mit Hinterradantrieb, weniger Leistung und einer geringeren Reichweite geben. Und auch eine AMG-Version ist in Planung.
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Der EQE kommuniziert mit Lichtfarben

Die Airmatic-Luftfederung gehört zum serienmäßigen Lieferumfang, die Hinterachslenkung kostet Aufpreis. Erwähnenswert sind hier die mutigen Lenkwinkel von bis zu zwölf Grad (gleichsinnig) beziehungsweise zehn Grad (gegenläufig). Stilistisch nützt die Limousine die von diversen EQ-Concept-Cars bekannten Versatzstücke. Unterschiedliche Lichtsignaturen senden unterschiedliche Botschaften. Mit rotem Grill signalisiert man starkes Bremsen, bei grün beleuchtetem Grill können Fußgänger gefahrlos queren. Beim autonomen Fahren könnte der EQE Level 3 erreichen und so Teilstrecken komplett selbständig fahren.

Von

Georg Kacher
Michael Gebhardt