Mercedes GLE/GLE Coupé (2023): Facelift
Neuer AMG GLE als Plug-in-Hybrid mit Sechszylinder
Mercedes hat den GLE und seinen AMG-Ableger geliftet, jetzt gesellt sich ein dritter AMG dazu – ein Plug-in-Hybrid mit Sechszylinder. Alle Infos!
Bild: Mercedes
Inhaltsverzeichnis
Das Oberklasse-SUV Mercedes GLE und dessen sportlicher Ableger GLE Coupé haben ein Facelift bekommen. Das Baureihen-Update hat die 2018 gestartete Modellgeneration in puncto Technik, Optik, Innenraum und Ausstattung auf den neuesten Stand gebracht. Seit Juli 2023 stehen die aktualisierten Modelle bei den Händlern.
Neben dem normalen GLE sind auch die AMG-Modelle aufgefrischt worden. Zusätzlich zu den beiden AMG-Varianten GLE 53 und GLE 63 gesellt sich jetzt noch eine dritte AMG-Variante: der GLE 53 Plug-in-Hybrid. Wie sein Name bereits verrät, fährt der neue AMG elektrifiziert vor. Anders jedoch als der AMG GLC 63 S E Performance oder die AMG-C-Klasse bekommt das große SUV keinen Vierzylinder als Verbrenner.
Stattdessen bauen die Affalterbacher dem Oberklasse-SUV einen Sechszylinder mit drei Liter Hubraum unter die Motorhaube. Der Motor stammt aus dem bestehenden GLE und wurde nochmals modifiziert. Dazu kommt eine E-Maschine, die den Verbrenner unterstützt. Doch wer denkt, der GLE 53 Plug-in-Hybrid bekommt mehr Leistung als die Vierzylinder-Hybrid-Kombination, der irrt.

Zu den beiden AMG-Varianten GLE 53 und GLE 63 gesellt sich jetzt noch eine dritte AMG-Variante: der GLE 53 Plug-in-Hybrid.
Bild: Daimler AG
Das Antriebs-Duo kommt insgesamt auf eine Systemleistung von 544 PS (400 kW) und ein maximales Systemdrehmoment von 750 Nm. Wenig ist das auf keinen Fall, aber es sind 136 PS weniger als beim GLC 63 S E Performance – und der hat nur einen Vierzylinder.
Dafür bietet er deutlich mehr elektrische Reichweite als der kompaktere GLC, der im E-Modus gerade mal 12 Kilometer weit kommt. Dank eines 31,2 kWh großen Akkus soll der GLE 53 Hybrid dagegen bis zu 87 elektrische WLTP-Kilometer schaffen – zumindest das GLE Coupé, das SUV liegt einen Kilometer darunter.
Bei AMG geht es aber nicht vorrangig um maximale Effizienz und elektrische Reichweite, sondern um Performance. Die 100er-Marke fällt nach nur 4,7 Sekunden, Schluss ist bei elektronisch begrenzten 250 km/h. Da ist ein Top-GLC schneller. Aber wer weiß, ob die Ingenieure aus Affalterbach nicht noch an einer weiteren Hybrid-Ausbaustufe arbeiten, die später als Gegner für den Porsche Cayenne Turbo S E-Hybrid ins Rennen gehen kann.
Optisch konzentriert sich Mercedes hauptsächlich auf die Front- und Heckpartie des GLE, hier gibt es neue Schürzen. Die Scheinwerfer bekommen eine neue Tagfahrlicht-Signatur, die künftig nicht mehr zweigeteilt mit LED-Streifen ausgeführt ist – stattdessen gibt es nur noch ein LED-Leuchtband und zusätzliche vier Leuchtpunkte unter und über dem Hauptscheinwerfer (bei der Sonderausstattung "Multibeam LED") – ähnlich der Tagfahrlicht-Signatur von Porsche. In der Serienausstattung sind es zwei Leuchtpunkte, die das Licht-Signet ergänzen.

Die neue Grafik in den Rückleuchten zeichnet nicht mehr deren Form nach, wirkt deutlich reduzierter.
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Auch die Rückleuchten wurden überarbeitet, sie strahlen jetzt mit einer horizontalen Leuchtengrafik. Ein weiteres Merkmal des frischen GLE ist eine neue Frontstoßstange, die überarbeitete Lufteinlässe aufweist.
Dazu gesellt sich ein Kühlergrill, der zwei horizontale Lamellen mit Chromeinlegern bekommt. Das Gitter der äußeren Lufteinlässe erhält eine horizontale Chromfinne. Für eine noch sportlichere Optik sorgt das jetzt serienmäßige AMG-Stylingpaket – zumindest beim GLE Coupé.
Das SUV wird noch mit einer herkömmlichen Schürze angeboten. Auch der großflächige optische Unterfahrschutz wurde bei GLE und GLE Coupé im Zuge der Modellpflege neu gestaltet.
Im Innenraum ist vor allem das aktuelle Lenkrad-Design – wie es auch aus der S-Klasse und dem GLS bekannt ist – mit Touch-Bedienung auf den waagerechten Speichen neu an Bord. Für die AMG-Varianten und das AMG-Paket gibt's auch beim GLE das bekannte Sportlenkrad mit Doppelspeichen. Analog zu neuen Außenfarben wird es auch bei der Bepolsterung neue Optionen geben.

Neu gestaltete Frontschürze und LED-Scheinwerfer mit frischer Leuchtengrafik zieren den GLE künftig. Die "AMG-Line" ist beim GLE Coupé sogar Serie.
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Zudem verpasst Mercedes dem SUV die neueste Generation des bekannten MBUX-Infotainmentsystems. Der Sprachassistent soll jetzt noch dialog- und lernfähiger sein. Mit einer neuen Smart-Home-Funktion soll der GLE außerdem zur mobilen Schaltzentrale fürs Zuhause werden. Updates für die Software laufen künftig "over the air" ab, ganz ohne Werkstattbesuch.
Antriebsseitig wird es weiterhin die bekannten Motoren geben, die dank Mild- bzw. Plug-in-Hybridtechnik mit 48-Volt-Bordnetz und integriertem Startergenerator durchgängig elektrifiziert sind – bislang gab es noch eine Dieselversion ohne Elektrifizierung. Die Leistungswerte steigen leicht an.

Frische Details wie das neue Lenkrad werten den Innenraum auf, dazu gibt's neue MBUX-Funktionen.
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Der Basis-Benziner GLE 450 leistet jetzt mindestens 381 PS, das sind 14 PS mehr als zuvor. Den Einstiegs-Diesel markiert der GLE 300 d mit einem 269 PS starken Zweiliter-Vierzylinder; der GLE 400 d wurde in 450 d umbenannt und kommt jetzt auf 367 PS. Die beiden Plug-in-Hybride schaffen eine Systemleistung von 333 PS (GLE 350 de) bzw. 381 PS (GLE 400 e).
Die AMG-Versionen kommen mit einem 435 PS starken Reihensechszylinder im AMG GLE 53, und dem bisher stärksten Modell der Baureihe, dem AMG GLE 63 S 4Matic+ mit Vierliter-V8 und 612 PS – ebenfalls mit 48 Volt-Bordnetz.
Technische Daten im Überblick
GLE 450 | GLE 300 d (Coupé) | GLE 450 d (Coupé) | GLE 400 e (Coupé) | GLE 350 de (Coupé) | AMG GLE 53 4Matic+ (Coupé) | AMG GLE 53 Plug-in-Hybrid 4Matic+ (Coupé) | AMG GLE 63 S 4Matic+ (Coupé) | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
Motor | R6-Benziner | R4-Diesel | R6-Diesel | R4-Benziner | R4-Diesel | R6-Benziner | R6-Benziner + Elektromotor | V8-Biturbo-Benziner |
Hubraum | 2999 cm³ | 1993 cm³ | 2989 cm³ | 1999 cm³ | 1993 cm³ | 2999 cm³ | 2999 cm³ | 3982 cm³ |
Leistung | 280 kW (381 PS) | 198 kW (269 PS) | 270 kW (367 PS) | 185 kW (252 PS) | 145 kW (197 PS) | 320 kW (435 PS) | 330 kW (449 PS) | 450 kW (612 PS) |
Zus. Leistung (Boost) | 15 kW (20 PS) | 15 kW (20 PS) | 15 kW (20 PS) | – | – | 15 kW (20 PS) | – | 16 kW (22 PS) |
Max. Drehmoment | 500 Nm | 550 Nm | 750 Nm | 400 Nm | 440 Nm | 520 Nm | 560 Nm | 850 Nm |
Zus. Drehmoment (Boost) | 200 Nm | 200 Nm | 200 Nm | – | – | 200 Nm | – | 250 Nm |
Nennleistung E-Motor (Plug-in-Hybrid) | – | – | – | 100 kW (136 PS) | 100 kW (136 PS) | – | 100 kW (136 PS) | – |
Nenndrehmoment E-Motor (Plug-in-Hybrid) | – | – | – | 440 Nm | 440 Nm | – | 480 Nm | – |
Systemleistung (Plug-in-Hybrid) | – | – | – | 280 kW (381 PS) | 245 kW (333 PS) | – | 400 kW (544 PS) | – |
Systemdrehmoment (Plug-in-Hybrid) | – | – | – | 600 Nm | 750 Nm | – | 750 Nm | – |
0-100 km/h | 5,6 s | 6,9 s | 5,6 s | 6,1 s | 6,9 s | 5,0 s | 4,7 s | 3,9 s |
Höchstgeschwindigkeit | 250 km/h | 230 km/h (226 km/h) | 250 km/h | 210 km/h | 210 km/h | 250 km/h | 250 km/h | 280 km/h |
Verbrauch kombiniert nach WLTP* | 10,8 - 8,5 l/100 km | 7,7 - 6,8 l/100km (7,5 - 6,7 l/100 km) | 8,6 - 7,6 l/100 km (8,4 - 7,5 l/100 km) | 1,1 - 0,8 l/100 km (1,0 - 0,8 l/100 km) | 0,9 - 0,6 l/100 km (0,8 - 0,6 l/100 km) | 10,7 - 10,3 l/100 km (10,5 - 10,2 l/100 km) | 1,5 - 1,3 l/100 km (1,4 - 1,2 l/100 km) | 12,8 - 12,4 l/100 km (12,7 - 12,3 l/100 km) |
Stromverbrauch kombiniert nach WLTP* | – | – | – | 27,3 - 24,7 kWh/100 km (26,6 - 23,4 kWh/100 km) | 23,0 - 16,0 kWh/100 km (20,0 - 15,0 kWh/100 km) | – | 30,0 - 28,7 kWh/100 km (29,2 - 28,0 kWh/100 km) | – |
CO2-Emission kombiniert nach WLTP* | 244 - 216 g/km | 203 - 179 g/km (197 - 177 g/km) | 226 - 199 g/km (220 - 197 g/km) | 25 - 19 g/km (23 - 18 g/km) | 23 - 16 g/km (20 - 15 g/km) | 244 - 234 g/km (239 - 232 g/km) | 33 - 29 g/km (31 - 27 g/km) | 291 - 282 g/km (287 - 280 g/km) |
Elektrische Reichweite nach WLTP* | – | – | – | 92 - 105 km (94 - 109 km) | 89 - 105 km (94 - 109 km) | – | 80 - 86 km (82 - 87 km) | – |
Die Preise starten bei 85.055 Euro für das GLE SUV und 97.562 Euro für das GLE Coupé. Bei AMG geht die Reise bei 112.497 Euro für den GLE 53 los, sein Hybrid-Bruder startet bei 125.515 Euro (133.851 Euro für das Coupé). Wer sich für die schärfste AMG-Variante entscheidet, muss ab 164.422 Euro für den GLE 63 S berappen, das GLE 63 S Coupé startet bei 174.740 Euro.
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