1991 kam die Mercedes S-Klasse der Generation W 140 auf den Markt. 34 Jahre später wird sie von Fans immer noch verehrt. Doch wenn es nach Vladimir Loktionov geht, dann hat der einstige Innovationsträger eine Modernisierung verdient. Und wie die aussehen könnte, zeigt der freie Designer mit einem spektakulären W-140-Restomod!
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Auf seinem Instagram-Account hat Loktionov gleich mehrere Posts mit detaillierten Renderings einer modernen Version des W 140 geteilt. Sein Ziel war es, den unverwechselbaren Charakter des Originals beizubehalten und die S-Klasse dennoch behutsam in die Neuzeit zu überführen.
Originalitäts-Fanatiker werden angesichts der CGI-Zeichnungen vermutlich die Hände über dem Kopf zusammenschlagen, während Mafia-Bosse weltweit bereits die Anzahlungen bereithalten. Sicher ist: Dieser W-140-Restomod spaltet die Meinungen.
Mercedes S-Klasse W 140: Restomod
Für den Restomod wurde der Innenraum der aktuellen S-Klasse (W 223) für den W 140 adaptiert.
Bild: Instagram/Vladimirloktionov
Rückblick: Als die Mercedes S-Klasse der Generation W 140 im Jahr 1991 auf dem Autosalon Genf präsentiert wurde, hatte sie zwei Jahre Verspätung. Der Grund war einfach: Die starke Konkurrenz vom Schlage eines BMW 750iL (E32) und des Lexus LS400 führte dazu, dass sie bei Mercedes entschieden, den W 140 noch mal zu überarbeiten, bevor er überhaupt auf den Markt kam. Die Folge: Das Entwicklungsbudget von damals drei Milliarden Mark wurde überzogen.
Dafür war die neue S-Klasse ab 1991 die Benchmark in Sachen Komfort und Ausstattung. Und auch wenn der Werbeslogan "Das Beste oder nichts" erst später eingeführt wurde, so orientierte sich der W 140 genau daran.

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Um den legendären W 140 virtuell in die Neuzeit zu überführen, brauchte Loktionov Fingerspitzengefühl. Wichtig war, dass der Restomod sofort als W 140 zu erkennen ist. Wer sich die Renderings allerdings genauer anschaut, bemerkt zahlreiche Veränderungen. So wurden Karosserieteile behutsam überarbeitet und gecleant, die charakteristischen Bügelgriffe gegen filigrane, versenkbare Türgriffe getauscht, neue Außenspiegel verbaut, die Zierleisten überarbeitet und der W 140 von allen vermeintlich überflüssigen Details befreit. Laut des Designers wurden sogar die Proportionen leicht verändert.

LED-Scheinwerfer für den modernen Look

Prägnante Designmerkmale wie die Zweifarbigkeit (unten dunkelgrau und oben schwarz) wurden beibehalten. Scheinwerfer und Rückleuchten sind modernen LED-Pendants gewichen, die eine völlig eigene Leuchtgrafik besitzen und das gesamte Auto dadurch deutlich moderner wirken lassen. Spezielle 45-Speichenfelgen mit einem durchsichtigen Aero-Cover perfektionieren den retromodernen Look, wenn sie auch nicht jedermanns Geschmack sein dürften.

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Wirklich spektakulär wird es im Innenraum, denn auch den hat Loktionov passenderweise schon mal gerendert. Der unverwüstliche 90er-Jahre-Charme des Originals ist vergessen, stattdessen wurde der Innenraum der aktuellen S-Klasse (W 223) für den Klassiker adaptiert – natürlich passend in Schwarz.
In der Ahnenreihe wurden hier also drei Generationen S-Klasse übersprungen, um den W 140 in das Jahr 2025 zu holen. Und da wir hier von Renderings, also digitalen Zeichnungen, sprechen, wurde auch gleich ein großzügiges Glasdach verbaut, das es so für den W 140 natürlich nie gab.

Mit 6,0-Liter-V12-Biturbo

So weit, so spektakulär – aufmerksamen Beobachtern wird jedoch ein kleines Detail nicht verbogen geblieben sein: Auf den C-Säulen versteckt sich jeweils ein dezentes V12-Logo. In der perfekten Digitalwelt ist der Restomod nämlich mit dem 6,0-Liter-V12-Biturbo (M 275/M 279) ausgestattet, der offiziell nur noch im Mercedes-Maybach S 680 angeboten wird.
Mercedes S-Klasse W 140: Restomod
Aktuell bietet Mercedes den 6,0-Liter-V12-Biturbo nur noch im Mercedes-Maybach S 680 an.
Bild: Instagram/Vladimirloktionov
Unterm Strich klingt das Restomod-Projekt nach einem stimmigen Gesamtpaket, das sicherlich potenzielle Kunden finden und gleichermaßen eingefleischten W-140-Fans die Zornesröte in Gesicht treiben würde.
Trotz des anhaltenden Restomod-Trends, wäre es ein gigantischer Aufwand dieses Projekt eins zu eins in die Realität umzusetzen. Aber wer weiß, was die Zukunft bringt – ein Hingucker ist der W-140-Restomod allemal.