Mercedes Sprinter vs. Opel Movano

Mercedes Sprinter, Opel Movano: Test, Transporter, Motor, Preis

Lust am Laden: Mercedes Sprinter gegen Opel Movano im Vergleichstest

Wer Platz braucht, kommt an ihnen nicht vorbei: Transporter. Im AUTO BILD-Test zeigen Mercedes Sprinter und Opel Movano, was sie wegstecken können.
Wir sagen Tempo und meinen Taschentuch. Klebestreifen heißen immer Tesa. Und leichte Transporter der 3,5-Tonnen-Klasse nennen wir Sprinter – egal ob sie einen Stern haben oder nicht. Mittlerweile rollt die Transporter-Ikone von Mercedes in der dritten Generation vom Band. Drei Jahre nach der Weltpremiere in Düsseldorf erhält der Transporter nun einen neuen Motor. 
Auf Kundenwunsch stecken fortan 170 PS unter der kurzen Motorhaube. Der Grundpreis unseres Testwagens liegt bei 41.690 Euro. Da ist ein passender Vergleichskandidat schnell gefunden: Ein Opel Movano Cargo beginnt bei 41.792 Euro. Also auf ziemlich ähnlichem Niveau. Wo sind die Unterschiede?

Gebrauchte Sprinter mit Garantie

17.434 €

Mercedes-Benz Sprinter 211 L2H2 Heckauftritt, Diesel

87.479 km
84 kW (114 PS)
02/2017
Zum Inserat
Diesel, 8.5 l/100km (komb.) CO2 223 g/km*
17.731 €

Mercedes-Benz Sprinter 2.8 316 Kasten Standard t, Diesel

144.899 km
120 kW (163 PS)
06/2016
Zum Inserat
Diesel, 9 l/100km (komb.) CO2 236 g/km*
17.731 €

Mercedes-Benz Sprinter 2.8 316 Kasten Standard AHKt, Diesel

146.699 km
120 kW (163 PS)
06/2016
Zum Inserat
Diesel, 9 l/100km (komb.) CO2 236 g/km*
17.802 €

Mercedes-Benz Sprinter 214 KOMBI TOURER KOMPAKT, Diesel

93.752 km
105 kW (143 PS)
08/2016
Zum Inserat
Diesel, 8.1 l/100km (komb.) CO2 213 g/km*
18.314 €

Mercedes-Benz Sprinter 214 kurz Doppelbeifahrer Holzverkl, Diesel

87.434 km
105 kW (143 PS)
02/2017
Zum Inserat
Diesel, 8.2 l/100km (komb.) CO2 214 g/km*
18.921 €

Mercedes-Benz Sprinter 213 Kasten Standard Flach Tem, Diesel

128.412 km
95 kW (129 PS)
05/2016
Zum Inserat
Diesel, 8 l/100km (komb.) CO2 210 g/km*
18.969 €

Mercedes-Benz Sprinter 210 Kasten SPURPAK, Diesel

59.730 km
70 kW (95 PS)
10/2015
Zum Inserat
Diesel, 8.7 l/100km (komb.) CO2 229 g/km*
Mercedes-Benz Sprinter 211 L2H2 Heckauftritt, Diesel +

25746 Heide, Nord-Ostsee Automobile GmbH & Co. KG - Autorisierter Mercedes-Benz Verkauf und Service

Mercedes-Benz Sprinter 2.8 316 Kasten Standard t, Diesel +

87435 Kempten, Kempten

Mercedes-Benz Sprinter 2.8 316 Kasten Standard AHKt, Diesel +

87435 Kempten, Kempten

Mercedes-Benz Sprinter 214 KOMBI TOURER KOMPAKT, Diesel +

54294 Trier, Hess GmbH & Co. KG

Mercedes-Benz Sprinter 214 kurz Doppelbeifahrer Holzverkl, Diesel +

22339 Hamburg-Alstertal, Nord-Ostsee Automobile GmbH & Co. KG - Autorisierter Mercedes-Benz Service

Mercedes-Benz Sprinter 213 Kasten Standard Flach Tem, Diesel +

48308 Senden-Bösensell, Beresa GmbH & Co. KG - Autorisierter Mercedes-Benz Verkauf und Service

Mercedes-Benz Sprinter 210 Kasten SPURPAK, Diesel +

52525 Heinsberg, Herbrand Niederrhein GmbH & Co. KG

Dafür geht es auf die Teststrecke – einmal leer und einmal mit je einer Tonne Zuladung in Form von Sandsäcken (Zuladung Mercedes: 1144 bis 1370 Kilogramm, je nach Ausstattung; Opel: 1071 kg). Dabei beschleunigt der Sprinter schneller auf 100 km/h, der Movano hat dafür mit vollem Gepäck den kürzeren Bremsweg. Beim Wendekreis, der für die im Stadtverkehr viel eingesetzten Transporter durchaus wichtig ist  punktet hingegen der Sprinter. Ihm reichen dank Hinterradantrieb 13 Meter, der Opel braucht fast 1,50 Meter mehr. Auch beim Fahrkomfort zeigt sich der Mercedes deutlich kultivierter. Mit seinem ausgewogenen Fahrwerk und der sanft schaltenden Neunstufen-Wandlerautomatik verwischt er auf angenehme Weise das Gefühl, in einem Transporter zu sitzen. Was zur Grundsatzfrage führt: Wie viel Pkw-Technologie braucht so ein Arbeitsgerät eigentlich?

Sonderausstattung auf Pkw-Niveau im Sprinter

Beim Rangieren und in der Stadt machen sich die 13 Meter Wendekreis des Mercedes positiv bemerkbar.

©Olaf Itrich / AUTO BILD

Der Sprinter zeigt mit ergonomisch gut geformten und bequemen Sitzen sowie einer Vielzahl an Sicherheits- und Fahrassistenten (etwa aktiver Abstands- oder Spurhalteassistent, 360-Grad-Kamera), was heute schon möglich ist. Das Highlight im Cockpit ist das Multimediasystem MBUX. Mithilfe von künstlicher Intelligenz lernt es, sich auf die Bedürfnisse des Fahrers einzustellen. Der gestochen scharfe und 10,25 Zoll große Touchscreen sowie die aufmerksam zuhörende Sprachsteuerung fallen im Test besonders positiv auf. Fast schon zu schick wirken das Multifunktionslenkrad mit einer Vielzahl an Dreh-, Wisch-, Kipp- und Druckknöpfen sowie die hochglänzenden Zierelemente im Cockpit. Die ganze Sonderausstattung auf Pkw-Niveau gibt es nicht umsonst, sie verdoppelt den Grundpreis auf stattliche 82.774 Euro. (Unterhaltskosten berechnen? Zum Kfz-Versicherungsvergleich)

Der Movano gibt sich am Arbeitsplatz einfacher und robuster

Kerniger: Am Steuer des Opels sieht es deutlich mehr nach Handwerker-Fahrzeug aus als im Mercedes.

©Olaf Itrich / AUTO BILD

Deutlich übersichtlicher ist die Preisliste des Opel. Statt mit Klavierlack und Chrom lockt der Movano ganz standesgemäß mit robusten, unempfindlichen Hartplastikteilen im Cockpit sowie praktischen Staufächern in Hülle und Fülle. Die wenigen Knöpfe sind intuitiv bedienbar. Pluspunkte gibt es zudem für den ausziehbaren Tisch auf der Beifahrerseite und die gut erreichbare induktive Ladeschale. Auch im Gepäckabteil sind es die kleinen, aber feinen Details, die die beiden Testkandidaten unterscheiden. Während bei Mercedes die Holzverkleidung des Laderaums zusätzlich einen Filz gegen Lärm und Vibrationen trägt, erzeugen die simplen Schutzwände im Opel bei der Testfahrt auf unebener Strecke laute Dröhngeräusche. Auch bei der Befestigung der Testladung sammelt der Sprinter Pluspunkte. Die Zurrösen sind gleichmäßiger über die Ladefläche verteilt als im Opel. Als praktisch erweist sich zudem das Schienensystem zur Verankerung. Dadurch kann Ladung auf der gesamten Ladefläche sicher verzurrt werden. Immerhin darf der Opel mit 2,5 Tonnen eine halbe Tonne mehr ziehen als der Benz.

Da geht richtig was rein: Sowohl Sprinter als auch Movano bieten über zehn Kubikmeter Ladevolumen.

©Olaf Itrich / AUTO BILD

Das Fazit: Der Sprinter zeigt, was heute im Nutzfahrzeugbereich möglich ist und setzt Maßstäbe. Mit seiner guten Verarbeitung und Vernetzung sichert er sich den ersten Platz. Der Movano trumpft gegen den Platzhirsch mit Stern dennoch überraschend stark auf. Im Grenzbereich bewegt er sich sicher, das Fahrverhalten ist kultiviert, und die Innenausstattung überzeugt mit Robustheit und Funktionalität. AUTO BILD-Testnote Mercedes Sprinter: 2-; AUTO BILD-Testnote Opel Movano: 3+

Mercedes Sprinter vs. Opel Movano

Opel Movano Cargo      Mercedes SprinterMercedes SprinterOpel Movano Cargo


*Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und zu den offiziellen spezifischen CO2-Emissionen und gegebenenfalls zum Stromverbrauch neuer Pkw können dem "Leitfaden über den offiziellen Kraftstoffverbrauch" entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei der "Deutschen Automobil Treuhand GmbH" unentgeltlich erhältlich ist (www.dat.de).

Autoren: Helene Schmidt,

Fotos: Olaf Itrich / AUTO BILD

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