Üblicherweise wird ja immer alles schwieriger und aufwendiger. Nicht so beim Mini, dessen vierte Generation in den Startlöchern steht.
Ab jetzt müssen wir uns daran gewöhnen, dass der Drei- und Fünftürer sowie das Cabrio den Beinamen "Cooper" tragen, egal ob elektrisch (dann wird er in China gebaut) oder konventionell (dann kommt er aus England). Nur das Topmodell darf weiterhin "John Cooper Works" heißen.
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  • Verbrenner bleiben im Programm
  • Marktstart im Frühjahr 2024

Mini in Bestform

In den Abmessungen bleibt der Mini mit 3,86 Meter Länge kompakt. In Breite (1,76 m), Höhe (1,46 m) und Radstand (2,53 m) legt er jeweils gute drei Zentimeter zu. Das tut den Proportionen gut, die kurzen Überhänge und die bis zu 18 Zoll großen Räder kommen so besonders gut zur Geltung.
Chrom sucht man ebenso vergeblich wie farblich abgesetzte Radläufe. Frontscheinwerfer und Rückleuchten sind ebenfalls aufs Wesentliche reduziert – legen sich mit drei verschiedenen Leuchtgrafiken aber mächtig ins Zeug, um dem Retrodesign noch einen Hauch Exklusivität zu geben. Mini in Bestform.

Aufgeräumtes Cockpit

Auch im Innenraum haben die Designer aufgeräumt. Hingucker im neuen Mini ist der serienmäßige 9,4-Zoll-OLED-Touchscreen, der die Inhalte des neuen Mini Operating System 9 (auf Android-Basis) anzeigt; inklusive cloudbasierter Navigation und Over-the-air-Updates.
Mini Cooper S
Verspielt wie gewohnt: Das große Zentralinstrument ist jetzt ein OLED-Touchscreen. Optional gibt es Lichtprojektionen.
Bild: BMW Group
Optional gibt es ein Head-up-Display und farbige Lichtprojektionen aufs Armaturenbrett, dafür aber klassisch anmutende Kippschalter für Fahrstufen und die Experiences, die nicht nur schnöde den Fahrmodus wechseln, sondern auch Akustik (Fahrsounds) und Optik (Lichtspiele) beeinflussen. Alles Spielerei? Vielleicht, aber Mini-Fans dürften es cool finden.
Nüchterne Gemüter freuen sich über gute Platzverhältnisse vorne, einen lederfreien Innenraum und Stoffe aus recyceltem Polyester. Hinten ist im Dreitürer immer noch kaum Platz für ein erwachsenenwürdiges Sitzen, und der Kofferraum ist mit 200 Litern kleiner als im Vorgänger.
Mini Cooper S
Geschrumpft: Der Kofferraum ist mit 200 Litern kleiner als bisher. Bei umgeklappter Rückbank passen immerhin 800 Liter ins Heck.
Bild: BMW Group

Positiv ist aber der doppelte Ladeboden, der bei umgeklappter Rücksitzbank (bis zu 800 Liter Kofferraumvolumen) eine ebene Ladefläche ermöglicht.

Mini Cooper SE mit JCW-Paket

Exklusiv für den Mini Cooper SE bietet Mini ab sofort das sportliche John-Cooper-Works-Paket an. Hierbei handelt es sich aber lediglich um ein Optik-Paket, denn an der Leistung wird nicht geschraubt. Optisch macht der Mini im JCW-Trim aber definitiv etwas her.
MINI Cooper SE JCW Trim
Ab sofort bietet Mini für den Cooper SE auch ein JCW-Paket an. Damit kommt der Mini noch mal sportlicher daher.
Bild: BMW Group
Im Paket enthalten sind 18-Zoll-Felgen, rote Bremssättel und Zierstreifen auf der Haube. Außerdem wurde die Frontschürze überarbeitet, der Grill geschwärzt und ein angedeuteter Diffusor verbaut. Das Highlight aber ist der große Dachkantenspoiler mit John-Cooper-Works-Schriftzügen rechts und links. Ein kleiner, aber feiner Unterschied ist die leicht angepasste Signatur der LED-Scheinwerfer, die jetzt aus zwei waagerechten Strichen (statt der bisher runden Optik) besteht.
Im Innenraum verbaut Mini Sportsitze mit mehrfarbigem Strickmaterial in der Schulterpartie und roten Nähten, dazu gibt's spezielle Zierleisten. Wem die sportliche Optik nicht reicht, der kann hoffen – denn zu einem späteren Zeitpunkt soll es auch noch eine echte John-Cooper-Works-Elektroversion geben. Näheres hierzu ist allerdings noch nicht bekannt.

Cooper E oder Cooper SE

Der Elektro-Mini steht nicht auf einer BMW-Plattform, sondern auf der sogenannten Lemon-Basis und wird bei Great Wall Motors, kurz GWM, in China produziert. Auch die Akkus und Motoren stammen aus China. Zum Marktstart im Frühjahr 2024 wird es zwei unterschiedliche Versionen geben. Der Mini Cooper E leistet 135 kW (184 PS) und 250 Nm, der Cooper SE 160 kW (218 PS) und 330 Nm.
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Im Cooper E wird eine 40,7 kWh große Batterie verbaut, die für maximal 305 Kilometer Reichweite sorgen soll, während der 54,2 kWh große Akku im Cooper SE Saft für maximal 402 Kilometer bieten soll. Als Ladegeschwindigkeit gibt Mini 75 kW für die kleine und 95 kW für die große Version an.
Die Verbrenner-Versionen stehen weiterhin auf einer BMW-Plattform und werden im britischen Oxford gebaut.

So fährt der neue Mini

Mit dem 54-kWh-Akku (der größeren von zwei Varianten) beschleunigt Mini E-Auto-typisch ansatzlos, heftig gar. In zu schnell angegangenen Kurven hängt der Mini das Heck keck heraus.
Mini Cooper E/SE
AUTO BILD durfte bereits eine Runde mit dem getarnten Mini Cooper drehen – und war überrascht!
Bild: BMW Group
Bei einer Nordschleifen-Runde wundert sich der Fahrer, wie brillant er plötzlich Auto fahren kann – in Wahrheit ist das Auto elektronisch domestiziert, und das ESP wirft den Anker, wenn der instabile Fahrzustand ernsthaft aus dem Ruder zu laufen droht. Hier gibt es den ausführlichen Fahrbericht zum noch getarnten Mini Cooper.

Fazit von Rolf Klein

Mehr Radstand und Spurweite bei quasi nicht vorhandenen Karosserieüberhängen ergeben in Tateinheit mit den elektronischen Fahrhelfern ein beinahe idiotensicheres Elektroauto mit dem Unterhaltungswert eines Sportbenziners.

Die Preisliste startet bei 32.900 Euro

Mini Cooper S
Ungewöhnlich: Mit einem Einstiegspreis von 32.900 Euro ist der neue elektrische Mini Cooper günstiger als sein Vorgänger.
Bild: BMW Group

Erfreulich: Beim Preis macht der neue Mini Cooper E einen Schritt zurück. Bei 32.900 Euro beginnt der Einstieg in die E-Welt von Mini, ab Frühjahr 2024 werden die ersten Cooper ausgeliefert. Und sollte der Cooper nicht reichen, hat Mini ja auch noch den ebenfalls vollelektrischen Countryman im Angebot. Hier starten die Preise bei 43.500 Euro.
Diese Reise wurde unterstützt von Mini. Unsere Standards zu Transparenz und journalistischer Unabhängigkeit finden Sie unter go2.as/unabhaengigkeit.
Mini in Bestform. Hingucker ist der reduzierte, aber trotzdem verspielte Innenraum. Jedoch wirklich cool wird es beim Einstiegspreis. So könnte der elektrische Mini zum Erfolg werden!