Es ist nur konsequent, dass auch das neueste Mitglied der Mini-Familie mit dem John-Cooper-Works-Label geadelt wird. Die Rede ist vom Aceman (J05).
Der knapp vier Meter lange Crossover reiht sich in Form und Größe ziemlich exakt zwischen Cooper und Countryman ein und wird wie der John Cooper Works Electric von einem E-Motor befeuert, der eine maximale Systemleistung von 258 PS zur Verfügung stellt. Bei der Dauerleistung beschränkt sich der Sportfreund auf überschaubare 102 PS.

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MINI Aceman

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Aufgrund seines um 100 Kilogramm höheren Gewichts im Vergleich zum dreitürigen Electric – der Aceman wiegt 1750 Kilogramm – fällt seine Beschleunigung etwas langsamer aus als die des sportlich stromernden kleinen Bruders. Den Sprint auf 100 km/h schafft er in 6,4 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 200 km/h.
Mini JCW Aceman: Fahrbericht
Für einen John Cooper Works hat die Lenkung des Mini Aceman etwas zu viel Spiel aus der Mittellage.
Bild: Mini/Bernhard Filser
Wer den Kavalierstart an der Ampel im sportlichen Gokart-Modus wagt, wird von den ansatzlos auf die Vorderräder gedrückten 350 Newtonmetern überrascht. Die lassen die Pneus scharf auf dem Asphalt scharren, bevor der Grip ausreicht, um in Antriebskraft umgesetzt zu werden. Das ist für den Moment ganz witzig, zerrt aber auch ordentlich an der Lenkung.

JCW Aceman bietet zu wenig Gokart-Feeling

Nun sind die schnöden Beschleunigungswerte nicht das wirkliche Aushängeschild eines John Cooper Works. Das ist das Go-Kart-Feeling. Verglichen mit den anderen Modellen der Reihe ist es beim Aceman dann aber am wenigsten spürbar. Was vor allem an der erstaunlich gefühllosen Lenkung liegt, die etwas Weg aus der Mitte braucht, um die Richtungsvorgabe an die Vorderräder weiterzureichen.
Mini JCW Aceman: Fahrbericht
Die Lenkung ist auf der "falschen" Seite, weil wir den Mini John Cooper Works Aceman das erste Mal in England fahren durften.
Bild: Mini/Bernhard Filser
Es soll aber nicht verschwiegen werden, dass sich der etwas zappelige Aceman mit John-Cooper-Works-Attitüde in jeder Fahrsituation beherrschen und wieder einfangen lässt. Was auch ein Verdienst der gut dosierbaren Bremsen ist – und einer Reihe von Fahrassistenzsystemen, wie zum Beispiel dem serienmäßigen DSC mit Radschlupfbegrenzung und Kurvenbremshilfe.

Der Akku ist kein Leistungsriese

Nicht von der Hand zu weisen ist, dass sich jeder Leistungsabruf im Mehrverbrauch widerspiegelt. Das gilt für Verbrenner, aber noch mehr für Elektroautos. Wer also vehement Attacke reitet, dürfte von den nach WLTP versprochenen 355 Kilometern deutlich weniger erfahren. Zumal der Akku mit 49,2 kWh (netto) kein Leistungsriese ist. Bei einer maximalen Ladeleistung von 95 kW dauert es dann auch 31 Minuten, um den Ladestand von 10 auf 80 Prozent zu erhöhen. Wer an der 11-kW-Dose andocken muss, braucht für eine Komplettladung fünf Stunden und 30 Minuten.
Mini JCW Aceman: Fahrbericht
Die Sportsitze im Mini John Cooper Works Aceman halten den Piloten gut, platzieren ihn aber etwas zu hoch hinters Lenkrad. Auf der Rückbank kann es für große Menschen eng werden – zumindest für die Knie.
Bild: Mini/Bernhard Filser
Das sind übrigens die identischen Daten zum Mini Aceman SE, der mit weniger Systemleistung (218 PS) bei gleicher Batteriekapazität maximal 405 Kilometer weit fahren soll und dazu noch satte 9000 Euro weniger kostet. Der Mini John Cooper Works Aceman schlägt nämlich mit 43.150 Euro zu Buche. Selbst wenn man den John-Cooper-Works-Trim für den SE bucht, bleibt man mit 39.140 Euro deutlich unter dem Preis des JCW.
Selbst der Innenraum unterscheidet sich dann nicht mehr vom potenteren Bruder. Hier wie da gibt es einen schwarzen Dachhimmel, gut ausgeformte Sportsitze und ein Sportlenkrad, das satt in den Händen liegt.
Mini JCW Aceman: Fahrbericht
Mit 300 Liter (bei umgelegter Rückbank 1005 Liter) Stauraum ist der Mini John Cooper Works Aceman kein Laderiese.
Bild: Mini/Bernhard Filser
Trotz eines Radstandes von 2,61 Metern ist es in der zweiten Reihe nicht für jede Körpergröße auf der Langdistanz bequem. Und das betrifft bei 1,51 Meter Fahrzeughöhe nicht die Kopffreiheit. Hinzu kommt ein mit 300 Litern nicht üppig bemessener Kofferraum, der mit umgelegter Rückbank auf 1005 Liter erweitert werden kann.
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Positiv ist auch beim Mini John Cooper Works Aceman die Rekuperation aufgefallen, die beim Ausrollen angenehm sanft einsetzt und dank One-Pedal-Drive bis zum völligen Stillstand führt. Ein echter Vorteil im Stadtverkehr und ein Pluspunkt für die Reichweite. Ebenfalls praktisch: das auf E-Mobilität abgestimmte Navigationssystem, das Routen so plant, dass der Strom auch auf längeren Strecken nicht knapp wird.
Mini JCW Aceman: Fahrbericht
Die Farbe "British Racing Green" steht dem Mini John Cooper Works Aceman gut, kostet aber auch 650 Euro extra.
Bild: Mini/Bernhard Filser

Technische Daten des Mini John Cooper Works Aceman:

  • Motor: Elektromotor
  • Leistung: 190 kW (258 PS) bei 5000/min
  • Max. Drehmoment: 350 Nm bei 50-5000/min
  • Antrieb: Frontantrieb
  • L/B/H: 4079/1754/1514 mm
  • Leergewicht: 1750 kg
  • Kofferraum: 300–1005 l
  • 0–100 km/h: 6,4 s
  • Höchstgeschwindigkeit: 200 km/h
  • Verbrauch: 16,0 kWh//100 km (WLTP)
  • Max. Ladeleistung: 95 kW (DC)
  • Preis: ab 43.150 Euro
Der John Cooper Works Aceman bringt sportliche Optik und kräftigen E-Antritt, lässt aber beim typischen Mini-Gokart-Feeling Federn. Hoher Aufbau, Gewicht und die Lenkung bremsen den Fahrspaß. In Sachen Ausstattung, Rekuperation und Alltagstauglichkeit überzeugt der Crossover – nur beim Preis fährt er etwas zu sportlich vor.