12-Volt-Kompressoren im Test

Ausgewählte Produkte in tabellarischer Übersicht
1.
Testsieger
Heyner Aero Cube Pro
44,95 EUR
1,7 (gut)
2.
Heyner Big Air Pro 237500
54,95 EUR
1,8 (gut)
2.
Mannesmann Mini-Kompressor
41,06 EUR
1,8 (gut)
2.
Michelin Micro 12 V Kompressor
50,99 EUR
1,8 (gut)
5.
Autder AD-310
79,99 EUR
1,9 (gut)
6.
Preis-Leistungs-Sieger
Merece Luftkompressor
31,99 EUR
2,2 (gut)
7.
Black+Decker ASI 400
59,95 EUR
2,3 (gut)
8.
Amazon Basics AC010225C
36,99 EUR
2,4 (gut)
9.
Reesibi Kompressor
59,89 EUR
2,5 (befriedigend)
10.
Tirewell TW 2003
61,99 EUR
2,6 (befriedigend)
11.
Vonroc Mini Kompressor 12V
21,95 EUR
5,0 (mangelhaft)
12.
Dunlop 92429
15,94 EUR
5,0 (mangelhaft)

Sieht platt aus, der Reifen vorne links. Das ist unpraktisch. Zuhause, weil man sich für die paar Male nicht gleich einen großen Kompressor in die Garage stellen möchte – wenn man diese überhaupt hat. Und unterwegs auch, denn auf einem Parkplatz am Straßenrand stehen normalerweise auch keine Luftdruck-Geräte herum. Dabei geht es bei zu niedrigem Luftdruck nicht nur um Pannen und erhöhten Spritverbrauch. Er macht das Fahren instabil und verschlechtert den Kontakt zur Straße, gefährdet letztlich die Sicherheit. Nicht nur darum kann sich ein kompakter 12-Volt-Kompressor im Kofferraum ganz gut machen. AUTO BILD und KÜS haben darum zwölf Geräte getestet!

Testsieger des AUTO BILD Mini-Kompressoren-Tests: Heyner AeroCube Pro

Testsieger 12-Volt Kompressoren
Aero Cube Pro
Heyner
Aero Cube Pro

1,7 (gut)

  • läuft sehr leise
  • pumpt recht schnell
  • kompakte Bauform
  • Griff am Ventilaufsatz etwas instabil
Preis 44,95 €

Der Aero Cube Pro erreicht 119 Punkte und bietet damit das beste Gesamtpaket, das sich in keiner Kategorie wirklich eine Blöße gibt – zudem noch zu einem fairen Preis von knapp 45 Euro. Der Kompromiss aus Funktionalität und Kompaktheit gelingt. Einzig der wabbelige Hebel am Ventilstecker dürfte gerne stabiler sein; die beiliegende Tasche macht das fehlende Fach für das Anschlusskabel wett. Der Testsieger erhielt die Note 1,7 (gut). Zur Ehrenrettung der drei punktgleich Zweiplatzierten sei betont, dass der Vorsprung vom Testsieger auf die Geräte von Mannesmann, Michelin und Heyner Big Air Pro mit nur einem Punkt marginal ausfällt.

Merece Luftkompressor wird Preis-Leistungs-Sieger

Preis-Leistungs-Sieger im AUTO BILD-Test
Luftkompressor
Mereece
Luftkompressor

2,2 (gut)

  • pumpt recht schnell
  • läuft recht leise
  • wirkt etwas billig verarbeitet
  • recht kurzer Luftschlauch
Preis 31,99 €

Am meisten Leistung pro Euro gibt es mit dem Merece Luftkompressor, der rund 31 Euro kostet und chinesischen Ursprungs ist. Der Kasten für Sparfüchse macht allerdings nur einen mäßig wertigen Eindruck und lässt den Nutzer jedoch in Sachen maximaler Druck im Unklaren; auch fehlt eine Anleitung in deutscher Sprache. Während das dem technisch versierten Nutzer wenig ausmacht, kann der mit 40 Zentimetern recht kurze Luftschlauch dagegen jeden Nutzer etwas nerven. Dafür pumpt er recht flott und erträglich laut, hat ein beleuchtetes Display und kommt mit Tasche ins Haus. Insgesamt kommt er darum als Kompressor für alle Fälle im Kofferraum in Frage. In unserem Test erreichte der Merece Luftkompressor 109 von 140 Punkte und erhielt somit die Note 2,2 (gut).

So haben AUTO BILD und KÜS getestet

Die Bedienung ist nicht immer so intuitiv, wie sie auf den ersten Blick scheint. AUTO BILD hat geschaut, wie sich der Druck am Gerät einstellen lässt und wie der Pumpvorgang aktiviert wird.

Nach dem Auspacken wurden die Geräte und das beigelegte Zubehör zunächst in Augenschein genommen: Wie hochwertig sind die Materialien, wie gut die Verarbeitung? Gibt es scharfe Kanten oder andere Verletzungsgefahren? Welches Zubehör liegt bei, ist schon beim Auspacken etwas lose oder wirkt instabil? Auch Umweltaspekte spielen eine Rolle: Ist die Verpackung angemessen und sind die verwendeten Materialien recyclebar? Der Blick fiel dann in die Anleitungen: Sind die Warnhinweise deutlich lesbar? Wirkt die Bedienungsanleitung unübersichtlich? Ist der Text verständlich formuliert? Anschließend wurden die Geräte vermessen und auf eine Waage gestellt.
Leisetreter sind nur die wenigsten Kompressoren. Zwischen annehmbaren 74,5 und lauten 85 Dezibel schwanken die Ergebnisse unseres Tests.

Dann das erste Mal an das Netz: Muss man den Kompressor vor der Erstnutzung noch zusammenbauen? Ist die Bedienung selbsterklärend oder muss man häufig in der Anleitung nachblättern? Welche Angaben zu Maximaldruck und Ruhenpausen macht der Hersteller? Wie handlich und schwer sind die Systeme? Reichen Kabel- und Schlauchlänge auch an großen Autos?
Ein stark abweichendes Manometer kann gefährlich werden. Im Test wurden Abweichung von bis zu 0,5 bar festgestellt. Der Unterschied kann schon für Einschränkungen der Fahrsicherheit sorgen!

 
Mit geeichten Geräten wurden die Genauigkeit der Manometer und der Geräuschpegel beim Pumpen von AUTO BILD und der KÜS gemessen. Die folgende praktische Prüfung sah das Aufpumpen eines Autoreifens von 1,5 auf 3 bar (Dimension 195/70 R15) vor. Dabei standen die Geräte weiter unter Beobachtung: Wie gut stehen sie, gibt es merkwürdige Geräusche, wie heiß werden die Bauteile, schalten die Kompressoren von allein wieder ab? Gibt es einen automatischen Überhitzungs-Schutz?

Testergebnisse im Überblick

AUTO BILD hat mit der Hilfe der Prüforganisation KÜS zwölf Mini-Kompressoren zwischen 16 und 80 Euro getestet

Insgesamt wurden zwölf Geräte getestet. Die beiden günstigsten Kandidaten (Dunlop 92429 und Vonroc Mini Kompresser 12V) landen nicht nur auf den hintersten Rängen, sondern taugen schlicht nicht zum Aufpumpen eines Autoreifens. Beide versagen beim Befüllen bis zum gewünschten Druck von 3,0 bar, zudem wird der Schlauch am Gerät beim Dunlop so heiß, dass man sich verbrennen kann. Das Gerät hat als einziges keine eigene Sicherung, was im Extremfall Schäden am Fahrzeug verursachen kann. Die Abweichungen der Manometer beider Geräte sind gravierend, das am Dunlop droht zudem jederzeit abzureißen. Kurz: Finger weg!
Darum noch ein paar Worte zu dem dreifach vergebenen zweiten Rang: Wer es besonders eilig hat beim Pumpen, ist mit dem etwas puristischeren Heyner Big Air Pro (Analog-Manometer, klassische Optik ohne Plastik-Einhausung) besser bedient. Er kommt mit einem zweistufigen Kippschalter, der in der Anleitung nicht weiter erklärt wird. Im Test sah es so aus, als sei Stufe 1 lediglich das Licht und Stufe 2 dann Licht und – recht lautes – Pumpen. Angenehm leiste ist dagegen der programmierbare Kompressor von Michelin, der ebenfalls zügig pumpt und eine USB-Ladebuchse als Extra mitbringt. Der Zweitplatzierte von Mannesmann kommt als miniaturisiertes Industrie-Gerät rüber: Hochwertige Metall-Gewinde der zusätzlichen Aufsätze, leise, kompakt und aufgrund der soliden Materialien recht schwer. Eine Tasche wäre nicht schlecht, dafür werden die zwei Jahre Garantie aktiv mit Extra-Flyer in der Packung beworben.
Die Geräte von Tirewell und Reebisi erreichen eine jeweils befriedigende Benotung: Ja, sie pumpen einen schlappen Autoreifen wieder auf. Der Tirewell ist aber ziemlich klobig, das Display nicht beleuchtet und nicht immer sprang er beim Drücken des Startknopfes sofort an. Der Reebisi macht keinen hochwertigen Eindruck und ihm fehlt es an einer Tasche oder einer Verstaumöglichkeit für das Kabel im Gerät, denn so lose kann es schnell knicken, verschmutzen und kaputt gehen.
 
Ebenso wie die vier besten Geräte, erreichen auch die Kompressoren von Black+Decker, Amazon Basics sowie der Preis-Leistungs-Sieger von Merece ein "gut". Während die beiden Letztgenannten mit 37 bzw. 32 Euro recht erschwinglich sind, verlangt Black+Decker gleich 60 Euro. Alleinstellungsmerkmal dieses Gerätes ist der Schlauch für das Aufblasen großvolumiger Dinge wie Luftmatratzen oder Schlauchboote. Dasa Gerät von Amazon hat ein ziemlich enges Kabelfach – nichts für Ungeduldige!
Wie ein Akku-Bohrer wirkt der Kompressor von Autder optisch und tatsächlich kann er sowohl mit 12 Volt als auch mit einem beigelegtem Akku betrieben werden

 
Eine Sonderrolle nimmt der Autder AD-310 ein: Das Gerät in Bohrmaschinen-Optik läuft nicht nur über einen 12-Volt-Anschluss, sondern wird mit einem Akku ausgeliefert. Das entlastet die Starterbatterie und alle Räder sind beim Routine-Check schnell weil kabellos überprüft und nachgefüllt. Nachteile: Der Akku macht den Autder zum teuersten Gerät im Test, und wegen der Selbstentladung muss man im Falle des Falles unterwegs wahrscheinlich doch auf den Anschluss den Zigarettenanzünder zurückgreifen? Die wohl maschinell übersetzte Anleitung ist eine Katastrophe („Verwenden Sie nur das mitgelieferte Zubehör, das gefährlich sein kann"); als einziger Proband schaltet sich das Gerät vor dem Überhitzen von allein ab. Das Arbeitslicht des Testgerätes flackerte beim Aufpumpen.

Fazit zum 12-Volt-Kompressor-Test

Abgesehen von den beiden Totalausfällen von Dunlop und Vonroc, taugen alle getesteten Geräte mindestens als mobiler Notnagel für den Plattfuß. Die verbleibenden 12-Volt-Kompressoren lassen sich in analoge und digital gesteuerte Systeme einteilen. Letztere bieten in der Regel eine Druck-Vorauswahl. Wird diese erreicht, schaltet der Kompressor von selbst ab. Ausnahme ist der Black+Decker, der das zwar laut Anleitung, nicht aber im Praxistest leistet. Das können analoge Geräte nicht, zudem ist bei denen das Manometer nicht beleuchtet. Das kann in der Dunkelheit ziemlich unpraktisch sein. Sie sind eher etwas für die Kontrolle in der heimischen Garage. Nettes Extra: Aufschraub-Nadeln für Bälle oder Schwimmhilfen
 
In die Abteilung Geschmackssache fällt die Art des Schlauchanschlusses: Bei Überwurf-Gewinden wie etwa bei den Geräten von Mannesmann, Amazon oder Autder geht gerne mal etwas Luft beim Aufschrauben verloren und man macht sich die Finger schmutzig, weil man mit der Hand beim Aufschrauben immer wieder gegen die Felge kommt. Dafür rutschen sie nicht vom Ventil, was gerne mal bei der Alternative Klemmhebel (z. B. Black+Decker, Michelin, Merece) passiert.
 
Wer schon beim Kauf weiß, dass das Gerät häufiger zum Einsatz kommen soll, ist mit den Langläufern von Heyner oder Black+Decker gut beraten – oder greift zum Mannesmann-Kompressor, der auf besonders lange Haltbarkeit ausgelegt scheint. Soll der Kompressor im Auto verschwinden, um im Falle eines Druckabfalls schnell und einfach Abhilfe zu schaffen, ist eine Tasche sinnvoll, damit die Ordnung im Gepäckraum erhalten bleibt und keine Teile verloren gehen.
 
Für alle getesteten Geräte gilt: Um lange Freude an einem 12-Volt-Kompressor zu haben, sollten unbedingt die maximale Nutzungsdauer sowie die Ruhephase eingehalten werden. Sonst kann es zu Schäden am Gerät kommen.

Nützliches Wissen rund um Mini-Kompressoren

Welcher Kompressor ist der beste?

Pfeil
Der Testsieger des AUTO BILD-Mini-Kompressor-Tests ist der Aero Cube Pro erreicht 119 Punkte und bietet damit das beste Gesamtpaket, das sich in keiner Kategorie wirklich eine Blöße gibt – zudem noch zu einem fairen Preis von knapp 45 Euro. Der Kompromiss aus Funktionalität und Kompaktheit gelingt. Einzig der wabbelige Hebel am Ventilstecker dürfte gerne stabiler sein; die beiliegende Tasche macht das fehlende Fach für das Anschlusskabel wett. Der Testsieger erhielt die Note 1,7 (gut).

Was kostet ein guter Kompressor?

Pfeil
Am meisten Leistung pro Euro gibt es mit dem Preis-Leistungssieger des AUTO BILD-Mini-Kompressoren-Tests, dem Merece Luftkompressor, der rund 31 Euro kostet und chinesischen Ursprungs ist. Der Kasten für Sparfüchse macht allerdings nur einen mäßig wertigen Eindruck und lässt den Nutzer jedoch in Sachen maximaler Druck im Unklaren; auch fehlt eine Anleitung in deutscher Sprache. Während das dem technisch versierten Nutzer wenig ausmacht, kann der mit 40 Zentimetern recht kurze Luftschlauch dagegen jeden Nutzer etwas nerven. Dafür pumpt er recht flott und erträglich laut, hat ein beleuchtetes Display und kommt mit Tasche ins Haus.

Was ist ein Mini-Kompressor?

Pfeil
Mini-Kompressoren sind kleine Kompressoren, meist mit 12 Volt oder mit Akku betrieben, die als praktischer Pannenhelfer nützlichen sein können. Aber auch als Helfer für Freizeitaktivitäten wie zum Aufblasen einer Luftmatratzen können einige Exemplare genutzt werden. AUTO BILD hat zusammen mit der Prüforganisation KÜS zwölf Kompressoren zwischen 16 und 70 Euro getestet. Der Testsieger mit 118 von 140 möglichen Punkten und der Note 1,7 (gut) wurde der Heyner AeroCube Pro.

Was kostet ein Mini-Kompressor?

Pfeil
Der Testsieger des AUTO BILD-Mini-Kompressor-Tests ist der Aero Cube Pro erreicht 119 Punkte und bietet damit das beste Gesamtpaket, das sich in keiner Kategorie wirklich eine Blöße gibt – zudem noch zu einem fairen Preis von knapp 45 Euro. Am meisten Leistung pro Euro gibt es mit dem Preis-Leistungssieger des AUTO BILD-Mini-Kompressoren-Tests, dem Merece Luftkompressor, der rund 31 Euro kostet und chinesischen Ursprungs ist.

Disclaimer

Dieser Produkttest wurde unterstützt von Heyner, Michelin und Brüder Mannesmann. Unsere Standards zu Transparenz und journalistischer Unabhängigkeit finden Sie hier.