Bei Handys in den 90ern war es einfach: neue Schale, anderer Klingelton – fertig war die Individualisierung. Bei einem Motorrad ist es etwas komplizierter. Neun Monate haben zum Beispiel die Macher von Motoism an "The Ultimate K" gearbeitet, bis aus der braven BMW von 1983 eine wütende Hummel wurde.

Nützliches für Motorradfahrer

Ausgewählte Produkte in tabellarischer Übersicht
Neverland Motorrad-Abdeckung
O'Neal Motorradhelm
Proanti Motorradhandschuhe
Heyberry Motorradjacke
ShinySkulls Premium Motorrad- und Autoshampoo
Oder die R 18 Magnifica, die BMW im Rahmen der Top Marques Show in Monaco vor Kurzem enthüllte: Die Schöpfung der kreativen Italiener von Officine Riunite Milanesi und Customizer Radikal Chopper ist in nahezu allen Anpassungen Handarbeit.
BMW R 18 Magnifica
Kein Teil an der BMW R 18 Maginifica stammt aus dem Zubehörkatalog. Alles wurde in Handarbeit gefertigt.

Die BMW R 18 Maginifica steht für Customizing in Reinform

Kein Computerdesign, keine zugekauften Teile, von den Messingverzierungen am Tank bis zur Mahagoni-Sitzbank. Im Ergebnis ist das Vorbild nicht mehr erkennbar, ein neues Bike wurde geboren. Das ist Customizing in Reinform: Verfremdung, soweit es irgendwie geht. Und – falls eine Straßenzulassung gewünscht ist – soweit es der TÜV-Prüfer erlaubt.
Motoism Ultimate K
Ben und Lion Ott von Motoism bauen für rund 22.000 Euro ein individuelles Traum-Motorrad für sie und für ihn.

Das persönliche Traumbike kostet 22.000 Euro

Wie viele es sind, die da ein wenig, exzessiv oder gar gewerblich an Bikes herumschrauben, weiß keiner. Nur wenige verdienen Geld damit – wie Ben und Lion Ott von Motoism. Für rund 22.000 Euro bauen sie dir dein Traumbike. "Um in eine neue Haut zu schlüpfen, die von Batman oder James Bond", wie es heißt. Beim Umbau zur Ultimate K sind LED-Leuchten, moderne Bremsen und Steuergeräte verbaut, die das gesamte Motorrad um 30 Jahre verjüngen.

Umgebaute Motorräder müssen nicht mehr finster sein

Alt ist dagegen eine grundsätzliche Designvorgabe der Customizer. "Alles muss ein bisschen finster aussehen", erzählt Ben Ott – nicht ohne ironischen Unterton. Heute sei die alte Rockerbotschaft des ewigen Kampfes gegen das Establishment obsolet. Stattdessen heißt es: "Wir bauen böse Bikes, sind aber auch nett zur Oma von nebenan."

Von

Roland Wildberg