Der Buchstabe M macht Produkte aus dem Hause BMW noch sportlicher. Bei Autos ist das schon seit 1972 so. 2020 kam mit der BMW M 1000 RR das erste Motorrad mit dem magischen Buchstaben in den klassischen Farben Weiß, Blau und Rot auf den Markt.
Warum also nicht den dicken BMW-Cruiser R18 einer M-Behandlung unterziehen? Die bayerischen Motorradbauer selbst sind bisher nicht auf diese Idee gekommen. Aber das Redaktionsteam des italienischen Motorradmagazins LowRide. Die Bike-Schreiber wollten die R18 stromlinienförmiger und sportlicher gestalten und auf stilistische Übertreibungen verzichten. Einige renommierte italienische Motorradtuner halfen bei der Umsetzung.
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BMW R 18 M
Die BMW R18 M trägt die klassischen M-Farben. Eine deutliche Hommage an die M Gmbh.

Ein sportlicher Retrolook im M-Design für die R18 drängte sich auf

Im Mittelpunkt stand ein sportlicher Retrolook für die Harley-Konkurrentin. Die optische Inspiration stammt laut Giuseppe Roncen ebenso aus der Historie von BMW Motorrad wie aus dem BMW-Motorsport. Giuseppe Roncen ist der Chef des italienischen Magazins und gilt aus Experte auf dem Gebiet von speziellen Motorradumbauten. Die Italiener konzentrierten sich auf Fahrwerk, Abstimmung, Karosserie und Zubehör mit dem Ziel, die Sitzposition agiler zu machen und das Steuern zu erleichtern. Mechanik und Elektronik blieben original.
BMW R 18 M
Die Italiener wollten die dicke R18 stromlinienförmiger haben. Namhafte Bike-Tuner halfen beim Projekt.

LowRide hat namhafte Spezialisten für den Umbau verpflichtet. Die Skizzen gestaltete der Designer Oberdan Bezzi. Bezzi ist eine Größe in der Motorradszene. Der Italiener entwirft für zahlreiche Hersteller von BMW bis Kawasaki und Suzuki. Die auf das Customizing von Harleys spezialisierte Bike-Schmiede American Dreams übernahm die Montage und koordinierte die Arbeiten. Elaboratoria fertigte die neuen Karosserieteile wie das Heck, die Front und das Windschild aus Glasfaser. Carbon Italy kümmerte sich um die Kohlefaser-Details. Die kurzen Auspuffrohre tragen die Handschrift von ER Exhaust Revolution. L.R. Leder bezog den Sitz, Dox Art Factory lackierte und Rizoma lieferte die Zubehörteile. Ermöglicht wurde das Projekt von BMW Italien. Premiere war auf der Motor Expo in Verona.
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BMW R 18 Aurora
Die BMW R18 Aurora holt sich ihre Inspiration aus den 70er Jahren. Klassische Cruiser standen Pate.

Bei der BMW R18 Aurora ging es um BMW-Traditionen

Dort wurde auch ein zweiter spektakulärer Umbau das erste Mal gezeigt, die BMW R18 Aurora. Hinter diesem Projekt steckt die Garage 221, ebenfalls ein bekannter italienischer Bike-Tuner. Inhaber Pier Francesco Marchio wollte schon seit ihrer Premiere auf der EICMA 2019 in Mailand eine BMW R18 modifizieren. Sein Umbau sollte sich im Besonderen an klassischen Cruisern aus den 70er Jahren orientieren.
BMW R 18 Aurora
Die Teile für den Umbau der R18 Aurora stammen von BMW. Mehrere Maschinen sozusagen ihr Bestes.

So kommt es, dass sämtliche für die BMW R18 Aurora verwendeten Teile aus dem Hause BMW stammen. Die Sitzbank spendete beispielsweise eine BMW R 1200 C aus dem Jahr 2005 und einen Teil des Heckrahmens eine BMW K75 von 1991. Die Halterungen für die "Batwing"-Kotflügel entstanden aus den Blinkerhaltern einer BMW R100 von 1982. Für den Lack griffen die Italiener auf den Farbcode einer BMW R100 RT aus dem Jahr 1983 zurück. Die Grafik passten sie in Farbtönen und Intensität an. Die Inspiration für die Optik des Ölkühlers lieferten BMW-Pkw aus den 1960er Jahren. Die Auspuffanlage schuf die Garage 221 in Zusammenarbeit mit den Spezialisten von Leo Vince.