Es gab Rennwagen, die waren so schnell, brachial und gefährlich, dass sie die Regeln in ihrem Sport verändert haben. AUTO BILD stellt die krassesten vor!
Der Audi Quattro hat dem Rallyefahren für immer seinen Stempel aufgedrückt. Kaum ein Auto fährt seit seinem ersten Auftritt mehr ohne Allradantrieb durch die französischen Seealpen. Warum? Weil der Hinterradantrieb eines Ford Escort, kombiniert mit einer wütend brüllenden BDA-Maschine, zwar für den schöneren Drift sorgt – in puncto Stabilität gegen den vierradgetriebenen Audi aber kein Land sieht. Oder wie Walter Röhrl es sagt: "Alles außer Allrad ist ein Kompromiss." Doch Fortuna war dem wilden Audi und seinen Kollegen nicht ewig gewogen. Als das PS-Wettrüsten in der Gruppe B sich der 500er Marke näherte und schwere Unfälle mit Todesfolge sich häuften, zog die FIA 1986 die Reißleine und beschränkte die rechnischen Möglichkeiten.
Der Nissan Skyline GT-R R32 dominierte die 1992er Saison des australischen Tourenwagen-Cup so sehr, dass ein Jahr später Allradler verboten wurden.
Bild: Christian Bittmann
Am anderen Ende der Welt wurde Allrad ein paar Jahre später sogar zum Zankapfel. Nissan fuhr mit dem Skyline GT-R R32 in der australischen Tourenwagen-Meisterschaft und verbuchte einige ordentliche Erfolge. Nachhaltig beeindruckt war die Konkurrenz aber erst, als Godzilla 1991 und 1992 die 1000 Kilometer von Bathhurst – das Prestigerennen schlechthin in Down Under – zweimal in Folge gewonnen hat (siehe Video unten). Vor allem 1992, als monsunartiger Regen die Strecke über weite Teile nahezu unbefahrbar gemacht hatte. Unbefahrbar für die Konkurrenten, denn der allradgetriebene Japaner zog unbeeindruckt seine Runden auf dem anspruchsvollen Straßenkurs und düpierte vor allem Ford und Holden. Das Ergebnis: Nach einem Sieg für die Geschichtsbücher und einer nach Belieben durch die Japaner dominierten Saison dürfen seit 1993 keine Autos mit Allrad mehr in der australischen Meisterschaft starten.
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Sehen Sie in der Galerie eine Auswahl an Rennern, die die Regeln änderten.