Thor Steinar Racing Team
Die bei Nazis beliebte Modemarke "Thor Steinar" sponsert einen Motorrad-Rennstall. Der Verfassungsschutz will sich nun die Autotuning-Szene
ansehen.
Bild: Werk
Nach dem AUTO BILD-Bericht über Nazi-Aktivitäten auf Autotreffen hat die Staatsanwaltschaft Görlitz die Ermittlungen aufgenommen. Gesucht wird der Mann, der auf dem größten VW-Treffen Deutschlands offen Hakenkreuz und Hitlergruß gezeigt hat. Beides wird nach §§ 86, 86a des Strafgesetzbuchs (StGB) mit bis zu drei Jahren Haft bestraft. Die Opferberatung RAA Sachsen geht davon aus, dass der Unbekannte anhand einschlägiger Bild-Datenbanken identifiziert werden kann.

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Sachsens Verfassungsschützer wollen jetzt die Strukturen der Tuning-Szene genauer untersuchen, um festzustellen, ob Neonazis sie nutzen oder gar gezielt unterwandern. In den Verfassungsschutzberichten wurden in den vergangenen Jahren nur Kontakte zwischen Motorrad-Gangs und Neonazis thematisiert. Außerdem sponsert die bei Neonazis beliebte Bekleidungsmarke "Thor Steinar" einen Motorrad-Rennstall. "Wir haben keine Erkenntnisse darüber, dass Neonazis verstärkt in der Autotuning-Szene oder auf Autotreffen aktiv sind", so eine Sprecherin des Verfassungsschutzes Brandenburg. VW will sich nach den Recherchen von AUTO BILD mit Veranstaltern und Strafverfolgungsbehörden in Verbindung setzen, um Nazis künftig von VW-Treffen fernzuhalten.

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Nazi-Aufmarsch bei Autotreffen