Neuwagenkauf online: Test von Portalen
Soviel taugen Neuwagen-Portale

Neuwagenvermittler im Internet bieten Autokäufern häufig Riesen-Rabatte. Aber was taugen Portale wie autohaus24, APL und Neuwagen24.de wirklich? Die Tops und Flops im ADAC-Test!
Bild: Volkswagen AG
- Maike Schade

Der Preis ist heiß: Wer seinen Neuwagen online shoppt, kann viel Geld sparen.
Der beste Anbieter laut ADAC: autohaus24.de

Nur zwei der zehn getesteten Neuwagenvermittler bekamen das Prädikat "gut" vom ADAC.
Es fehlt an Transparenz und Nutzerfreundlichkeit
"APL" ist keineswegs der einzige Anbieter, bei dem der ADAC mehr Transparenz und eine bessere Information der Kunden über ihre Rechte fordert – die Hälfte der getesteten Vermittler bekam hier mangelhafte Noten. Der Grund: "Informationspflichten wurden versäumt, Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB) nicht korrekt bereitgestellt oder fehlten völlig. Einige Anbieter behielten sich vor, diese ohne Angaben von Gründen zu ändern – was sie von Rechts wegen nicht dürfen." Detaillierte Infos zu den Stärken und Schwächen der zehn Anbieter gibt es hier.Auch in Sachen Nutzerfreundlichkeit hapert es laut ADAC bei den meisten Portalen ziemlich: Nur drei Mal vergaben die ADAC-Tester eine "gute" Bewertung in diesem Kapitel. Häufigster Kritikpunkt waren die Neuwagen-Konfiguratoren, die nicht das von Hersteller-Websites gewohnte Niveau erreichten. So wurden zum Beispiel nur bei vier Portalen die Nutzer während der Konfiguration deutlich auf Fehler, etwa bei der Dateneingabe hingewiesen.
Händler vor Ort: Service und Beratung haben ihren Preis

Preislich können Händler vor Ort nicht mit den Online-Vermittlern mithalten. Service und Beratung sind aber meist deutlich besser.
Bild: ZDK
Ausgezeichnet: Deutschlands Beste Autohändler 2017
So wurden nicht nur online, sondern auch bei 50 Händlern in zehn deutschen Großstädten die Preise für fünf Neuwagen mit vorab festgelegter Ausstattung erfragt: BMW X3, Audi A4, Skoda Yeti, Opel Corsa und VW Golf Sportsvan. Ergebnis: Die Händler waren im Durchschnitt sechs Prozent teurer als die Internetangebote, lagen damit also ebenfalls deutlich unter der Hersteller-Preisempfehlung, jedoch deutlich über dem durchschnittlichen Online-Preis. 30 der 50 befragten Händler gewährten auch dann noch keinen weiteren Rabatt, als die Tester auf das Internet-Schnäppchen hinwiesen. Die übrigen 20 stellten daraufhin einen Rabatt von knapp unter 1000 Euro (Durchschnittswert) in Aussicht, blieben damit aber immer noch deutlich über den Online-Preisen.*Hinweis der Redaktion: autohaus24.de ist ein Kooperationspartner von AUTO BILD.
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