Familien, aufgepasst: Nissan hat einen neuen Minivan vorgestellt. Der Gravite hat extrem kompakte Abmessungen, bis zu sieben Sitze und ist mit einem Einstiegspreis von wenigen Tausend Euro unfassbar günstig. Zu schön, um wahr zu sein? Leider ja. Denn das Auto ist erst mal nur für Indien gedacht.

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Nissan Gravite kostet deutlich unter 6000 Euro

Dabei stammt die Basis von einem Fahrzeug, das wir in Deutschland als Preisbrecher kennen. Die Plattform teilt sich der Nissan nämlich mit dem elektrischen Dacia Spring. Zuletzt machte das kleine SUV von sich reden, weil es mit E-Auto-Förderung und Herstellerrabatt nur noch 5900 Euro kostete.
Nissan Gravite in Grün, schräg von hinten vor neutralem Hintergrund.
Die Form ist eine Mischung aus klassischem Minivan und SUV.
Bild: Nissan
Aber das kann der Gravite unterbieten. Denn den bietet Nissan regulär schon ab umgerechnet 5320 Euro (565.000 Indische Rupien) an! Selbst mit Topausstattung liegt er immer noch unter jedem deutschen Neuwagen: Nur umgerechnet 7990 Euro (849.000 Indische Rupien) werden fällig.

Sieben Sitze auf unter vier Metern

Dank des CMF-A+-Unterbaus des Spring ist der Gravite sehr, sehr kompakt – und das mit drei Sitzreihen. Die Länge? Nur knapp vier Meter! Dazu ist er 1734 Millimeter breit und 1643 Millimeter hoch – die Parkplatzsuche dürfte also ziemlich entspannt ablaufen.
Nissan Gravite als Draufsicht mit vier Sitzen und Gepäck im Kofferraum.
Als Fünfsitzer passen 625 Liter in den Kofferraum. Die dritte Reihe soll sich leicht ausbauen lassen.
Bild: Nissan
Allerdings bleibt bei einem so kleinen Auto kaum noch Kofferraum übrig – jedenfalls wenn alle sieben Sitze gebraucht werden. Nur 84 Liter fasst das Gepäckabteil dann. Wer noch etwas mitnehmen möchte, muss also bestenfalls zwei Plätze ausbauen. Denn als Fünfsitzer sind es wiederum generöse 625 Liter.

Gekühlte Fächer und LED-Licht

Die Klimaanlage ist für die tropische indische Witterung ausgelegt. Passagiere in der zweiten Reihe haben ein eigenes Bedienfeld, um die Temperatur anzupassen. Dazu gibt es zwei gekühlte Fächer, eines in der Mittelkonsole, eines unter dem Handschuhfach.
Cockpit des Nissan Gravite mit Touchscreen und manuellem Schalthebel.
Den acht Zoll großen Infotainmentbildschirm und den digitalen Tacho mit Siebenzoll-Bildschirm gibt es nur in den höheren Ausstattungen.
Bild: Nissan
Das Außendesign ist vielleicht nicht so progressiv, wie Nissan hierzulande auftritt – trotzdem wirkt der Gravite modern. In den höheren Ausstattungen gibt es LED-Licht rundum und eine Dachreling, die mehr als nur Zierde ist. Bis zu 50 Kilo ist das Dach belastbar.

Unter der Haube: ein Sauger

Der große, glänzend schwarze Grill wiederum gibt einen Hinweis auf den Motor. Der ist komplett konventionell, ohne Elektrifizierung. Es handelt sich um einen Einliter-Dreizylinder-Sauger.
Die Leistung ist darum nicht astronomisch. 72 PS und 96 Nm Drehmoment stehen auf dem Datenblatt. Bei einem Leergewicht von knapp unter einer Tonne sollte das jedoch ausreichen. Geschaltet wird entweder manuell durch fünf Gänge oder per Fünfstufen-Automatik.

Chancen auf Europa-Start stehen schlecht

Klingt nach einem überaus attraktiven Paket. Leider plant Nissan jedoch vorerst nicht, den Gravite bei uns anzubieten. Vielleicht ist das jedoch ein Gedankenanstoß für Dacia, noch einmal mehr aus der Spring-Plattform herauszuholen.