Nissan Skyline Nismo, Z Nismo, GT-R Nismo im Test
Modelle, die wir nicht mehr oder gar nicht erst kriegen

Bild: Nissan Motorsports / NISMO
Während wir eigentlich für den neuen Ariya Nismo bei Nissan sind, nutzen die Gastgeber die Gelegenheit und zelebrieren gleich den 40. Jahrestag des Sport-Ablegers mit. Im Foyer der Firmenzentrale ist eine Sonderausstellung mit reichlich historischem und neuem Blech aufgebaut, und in der Tiefgarage warten die drei Vertreter der aktuellen Verbrenner-Palette: der Skyline, der Z und der GT-R. Allesamt Modelle, die wir nicht mehr oder gar nicht erst kriegen.

Der Dreiliter-V6 des Nismo Skyline Limited ist derselbe Grundmotor, der auch im Z steckt. Für die Sportlimousine wurde er etwas anders abgestimmt. Mit 420 PS leistet er einen Tick weniger, hat dafür aber mehr Drehmoment (550 Newtonmeter).
Bild: Nissan Motorsports / NISMO
Der größte Exot in diesem Trio ist mit Sicherheit der Skyline. Wobei: Irgendwie auch wieder nicht, denn die technische Basis für das noch aktuelle Modell spendet der Infiniti Q50 – und den gab es hierzulande sehr wohl auf dem Markt. Sogar mit exakt jenem Dreiliter-Biturbo-V6, der auch im Skyline Nismo 420 PS mobilisiert. Im Infiniti waren es 15 Pferde weniger.
Nur 1000 Exemplare sind entstanden
Skyline selbst steht hierzulande beinahe als Synonym für das Triumvirat der Sportcoupé-Ikonen: R32, R33 und R34, jeweils als GT-R-Ausbaustufe. Dabei ist der Skyline nichts weiter als Nissans Mittelklasselimousine, die es ganz selbstverständlich auch viertürig mit Vierzylinder gab – in etwa wie der Passat.

Dem Interieur des GT-R sieht man das fortgeschrittene Alter an – Nissan hat sich aber bemüht, das Topmodell frisch zu halten. Die Vollcarbon-Schalen sehen nur martialisch aus.
Bild: Nissan Motorsports / NISMO
Diesem Skyline Nismo fehlt der Zusatz GT-R – der R35 hat sich längst zum eigenständigen Modell entwickelt. Was wir heute bewegen, ist quasi die Abschiedsvorstellung der V37-Generation des Skyline. Nur 1000 Exemplare sind entstanden, 100 davon als Limited Edition – alle für den japanischen Markt. Schürzen, Felgen und die rot-schwarzen Sportsitze: Optisch weiß er zu gefallen, und auch der Sound aus der doppelflutigen Abgasanlage begeistert mit seinem kehligen Timbre.
Der gleiche Motor kehlt auch im Z Nismo vor sich hin. Und ja, dieses Auto hätte ganz hervorragend nach Europa gepasst. Ein kompaktes Sportcoupé mit TT RS-Leistung und hinreißendem Design – die Rückleuchten etwa erinnern uns an den 300 ZX aus den frühen 90ern. Die Lenkung präzise, die Automatik ein bisschen träge, aber sonst ein feines Gerät.
600 PS starke Godzilla-Ausbaustufe

Mit dem Schwanenhals-Heckflügel geht Nissan mit der Zeit, die vierflutige Abgasanlage vertont die 600 PS vorzüglich.
Bild: Nissan Motorsports / NISMO
Ähnliches lässt sich über den GT-R Nismo sagen – ach wo, das Highlight haben wir uns für den Schluss aufgehoben. Mit der 600 PS starken Godzilla-Ausbaustufe kacheln wir nun die Serpentinen des Hakone Turnpike hinauf, drehen den 3,8-Liter in Richtung 7000 Touren, lauschen der Sinfonie aus den Endrohren und fühlen uns ein bisschen wie in einem Videospiel. Sie wissen schon, welches …
Solche Autos wird es nie wieder geben – schade.
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